PÜSPÖK eröffnet Super-Hybrid-Park in Nickelsdorf

Nickelsdorf (OTS) – –

PÜSPÖK realisierte in Nickelsdorf das aktuell zweitgrößte Super-
Hybrid-Kraftwerk Europas

Das Kombinationskraftwerk aus Windkraft, Photovoltaik und
Speichertechnologie ist ein weiterer Meilenstein am Weg zur
Klimaneutralität im Burgenland und zur Energieunabhängigkeit
Österreichs

EIB und Erste Bank finanzieren strategische Hybridprojekte mit
einem gesamten EIB-Engagement von rund 200 Millionen Euro

Anlagen von PÜSPÖK versorgen bereits mehr als 338.000 Haushalte
mit erneuerbarer Energie

Nickelsdorf, 01. Juni 2026 – Der österreichische Stromproduzent
PÜSPÖK baut mit Unterstützung der Europäischen Investitionsbank (EIB)
und der Erste Bank seine hybride erneuerbare Energieinfrastruktur
weiter aus. Dafür stellt die EIB 57 Millionen Euro zur Verfügung.
Einschließlich früherer Finanzierungen beläuft sich das gesamte EIB-
Engagement für Projekte von PÜSPÖK auf rund 200 Millionen Euro.

In Nickelsdorf realisierte PÜSPÖK mit Unterstützung der EIB das
aktuell zweitgrößte Super-Hybrid-Energieprojekt Europas. Das Projekt
kombiniert Windkraft, Photovoltaik und Batteriespeicher über eine
gemeinsame Infrastruktur und stärkt damit die stabile Einspeisung
erneuerbarer Energie in das Stromsystem. Das Zusammenspiel dieser
drei Technologien schafft zusätzliche Flexibilität im Energiesystem
und optimiert die Nutzung bestehender Netzanschlüsse. „Mit dem Super-
Hybrid-Park in Nickelsdorf zeigen wir, wie die Energieversorgung der
Zukunft funktioniert, und zwar erneuerbar, flexibel und unabhängig
von fossilen Energieträgern“, sagt Lukas Püspök , Geschäftsführer von
PÜSPÖK.

Ein zentraler Bestandteil des Super-Hybrid-Projekts ist die Agri-
Photovoltaik. Dabei wird landwirtschaftliche Nutzung mit
Stromerzeugung kombiniert, indem Photovoltaikanlagen über Acker- und
Grünland errichtet werden. So können Flächen doppelt genutzt,
landwirtschaftliche Erträge gesichert und gleichzeitig erneuerbare
Energie erzeugt werden. Agri-Photovoltaik und Windkraft versorgen
bereits heute mehr als 338.000 Haushalte mit sauberem Strom. Durch
die Inbetriebnahme von Österreichs größtem Batteriespeicher in
Nickelsdorf wird das System um zusätzliche Speicher- und
Flexibilitätskapazitäten erweitert. Über alle aktuell geplanten
Projekte hinweg addieren sich diese auf 336,4 Megawatt-Peak (MWp)
Agri-Photovoltaik und 246 Megawattstunden (MWh) Speicherkapazität,
wodurch eine stabile Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen
sichergestellt wird. Die Zuschaltung des Speichers ist für Juni 2026
vorgesehen, die offizielle Inbetriebnahme wird im Juli 2026 erfolgen.

Im Rahmen eines Vor-Ort-Besuchs in Nickelsdorf informierten sich
EIB-Vizepräsident Karl Nehammer, Erste Bank Vorstandsvorsitzende
Gerda Holzinger-Burgstaller, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner
sowie Landesrat Heinrich Dorner über den Fortschritt der Projekte und
die Bedeutung integrierter Energiesysteme für Österreich und Europa.
„Der Ausbau erneuerbarer Energien und moderner Speichertechnologien
ist entscheidend für Europas Wettbewerbsfähigkeit, Energiesicherheit
und Klimaziele“, sagte EIB-Vizepräsident Karl Nehammer . „Die
Kombination aus Windkraft, Photovoltaik und Speicherlösungen
verbessert die Integration erneuerbarer Energie in das Stromsystem,
stärkt Europas Energieunabhängigkeit und unterstützt den Übergang zu
einer resilienten und klimaneutralen Wirtschaft.“

Die Erste Bank begleitet das Vorhaben als Finanzierungspartner
und unterstützt damit den Ausbau zukunftsweisender
Energieinfrastruktur in Österreich. „Dieses Projekt stärkt
Österreichs Energieunabhängigkeit und zeigt, wie die Energiewende
hierzulande konkret umgesetzt werden kann. Als Finanzierungspartner
lenken wir Kapital gezielt in Lösungen, die Versorgungssicherheit und
Dekarbonisierung verbinden“, sagte Gerda Holzinger-Burgstaller ,
Vorstandsvorsitzende der Erste Bank.

PÜSPÖK zählt zu den führenden privaten Stromproduzenten aus
erneuerbarer Energie in Österreich. Mit derzeit 114 Windkraftanlagen
und mehreren großen Photovoltaik-Parks produziert das Unternehmen
jährlich mehr als eine Terawattstunde Strom und deckt damit rund zwei
Prozent des österreichischen Strombedarfs. Das Projekt zeigt, wie
Versorgungssicherheit, Netzstabilität und Wirtschaftlichkeit in
modernen Energiesystemen zusammenwirken können.

„Mit dem Start unseres ersten Batteriespeicherprojekts schließen
wir den Kreis unserer Super-Hybrid-Strategie und schaffen ein echtes
Zukunftskraftwerk“, sagte Lukas Püspök. „Super-Hybrid-Systeme
ermöglichen es, erneuerbare Energie nahezu unabhängig von Wetter und
Tageszeit verlässlich verfügbar zu machen. Mit Unterstützung der
Europäischen Investitionsbank und der Erste Bank schaffen wir
zusätzliche Kapazitäten für eine stabile und unabhängige
Stromversorgung in Österreich. Nickelsdorf ist dabei erst der Anfang,
weitere Kombinationskraftwerke in Gattendorf, Mönchhof und St. Andrä
befinden sich bereits in Umsetzung und werden in den kommenden
Monaten schrittweise in Betrieb gehen.“

Das Projekt läuft unter dem Programm REPowerEU, das darauf
abzielt, Europas Abhängigkeit von Öl und Gas zu beenden, den Ausbau
erneuerbarer Energien zu beschleunigen und den privaten Sektor bei
der Energiewende gezielt zu unterstützen.

„Mit Projekten wie diesem treten wir in die nächste Phase der
Energiewende ein. Es geht nicht mehr nur darum, mehr erneuerbare
Energie zu erzeugen, sondern sie auch intelligent in unser
Stromsystem zu integrieren. Speicher spielen dabei eine
Schlüsselrolle. Sie erhöhen die Versorgungssicherheit, entlasten die
Netze und helfen dabei, günstigen heimischen Strom genau dann
verfügbar zu machen, wenn er gebraucht wird. Als Bundesregierung
setzen wir alles daran, dass die Rahmenbedingungen für solche
Projekte passen. Mit dem Elektrizitätswirtschaftsgesetz haben wir
bereits einen wesentlichen Baustein gesetzt. Das Erneuerbaren-Ausbau-
Beschleunigungsgesetz und die Weiterentwicklung des Erneuerbaren-
Ausbau-Gesetzes schließen daran an und sollen dafür sorgen, dass
solche Investitionen künftig schneller, einfacher und wirtschaftlich
sinnvoll umgesetzt werden können. Mein Dank gilt PÜSPÖK, der
Europäischen Investitionsbank, der Erste Bank und allen Beteiligten,
die mit diesem Projekt eindrucksvoll zeigen, wie Energiewende,
Innovation und Wettbewerbsfähigkeit erfolgreich zusammenspielen“, so
Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner .

Landesrat Heinrich Dorner hob abschließend „die Vorreiterrolle
des Burgenlands beim Ausbau der Erneuerbaren Energien hervor, der
bereits seit fast 30 Jahren fester Bestandteil unserer Energiepolitik
ist.“ Dorner: „Mit der Eröffnung des Super-Hybrid-Parks in
Nickelsdorf wird nun ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung
Klimaneutralität und Energieunabhängigkeit gesetzt – eine
Zielsetzung, die angesichts der aktuellen globalen Herausforderungen
noch mehr an Bedeutung gewonnen hat und für die das Burgenland in den
letzten Jahren die Schlagzahl mit einer Vielzahl an Maßnahmen noch
einmal deutlich erhöht hat.“

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at