Neue KI-Studie von Tieto: Wenige Vorreiter, viele Nachzügler – jede vierte Führungskraft sieht keine Wettbewerbsvorteile durch KI

Wien (OTS) – Vom KI-Hype zur breiten Wirkung ist es noch ein weiter
Weg: Während
60 Prozent der heimischen Führungskräfte in der Pilot- oder
Experimentierphase mit einzelnen KI-Lösungen stecken, haben erst vier
Prozent der befragten Unternehmen KI vollständig in ihre Kernprozesse
integriert und zum strategischen Rückgrat ihrer Wertschöpfung
gemacht. Allerdings wird das volle Potenzial noch verkannt: Nur acht
Prozent der Befragten in Österreich wollen sich derzeit zu solchen KI
-Vorreitern wandeln. Zu den größten Hemmnissen der KI-Transformation
zählen „rechtliche Aspekte, z. B. Datenschutz“ (50 %) und
„Datensicherheit/Cybersicherheit“ (46 %). Das sind die wesentlichen
Trends der neuen KI-Studie von TQS Research & Consulting im Auftrag
des Tech-Consulting-Dienstleisters Tieto . Im Rahmen eines
Pressegesprächs gemeinsam mit den Partnern Microsoft und SAP wurden
kürzlich Strategien zur Lösung dieser Herausforderungen vorgestellt.

Die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft leidet unter
hohen Arbeits- und Lohnstückkosten. Dazu droht die nahende
Pensionierungswelle der Babyboomer den Fachkräftemangel zu
verschärfen. Die stärkere Automatisierung durch KI könnte für
schlankere, effizientere und günstigere Arbeitsprozesse sorgen, um
die Produktivität und Wertschöpfung der Unternehmen zu steigern. Das
haben auch die 100 befragten KI-Verantwortlichen und Führungskräfte
in österreichischen Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden
erkannt: Die große Mehrheit, nämlich 61 Prozent der Befragten,
befürchtet „verpasste Chancen für Effizienzsteigerung, Innovation und
Reduktion von Betriebskosten“, wenn sie beim Einsatz von KI nicht
mithalten. Aber welche Ziele verfolgen heimische Unternehmen aktuell
mit ihrer KI-Strategie? Und wie weit fortgeschritten ist die
Einbindung von KI in Kernprozesse und ihre gewinnbringende Nutzung im
Arbeitsalltag bereits?

Zwtl.: Erst 4 Prozent haben KI vollständig in Kernprozesse integriert

Die neuen Studienergebnisse zeigen, dass es aktuell nur wenige KI
-Vorreiter und viele Nachzügler gibt: Etwas mehr als ein Viertel (27
%) der befragten Unternehmen in Österreich sieht die KI-Integration
in Kernprozesse als „sehr weit fortgeschritten“ oder „weit
fortgeschritten“ an. Zum Vergleich: In Deutschland geben dies mehr
als drei Viertel (77 %) der Befragten an. Insgesamt haben aber erst 4
Prozent der heimischen Unternehmen KI-Anwendungen bereits vollständig
in ihre Kernprozesse integriert. Nur 8 Prozent der Befragten in
Österreich wollen KI in sämtliche Kernprozesse des Unternehmens
einbinden. Demgegenüber stehen 60 Prozent der Befragten, die ihre KI-
Integration als „wenig fortgeschritten“ einschätzen (d.h. erste KI-
Pilotprojekte werden getestet oder vereinzelt eingesetzt).

„Wir erleben aktuell einen entscheidenden Wendepunkt: KI
verändert nicht nur Effizienz, sondern wie Wertschöpfung grundlegend
entsteht. Microsoft-Daten zeigen, dass bereits mehr als jede dritte
Person in Österreich KI nutzt. Entscheidend ist jetzt, diese Dynamik
konsequent und verantwortungsvoll in Wertschöpfung zu übersetzen,
indem Unternehmen KI in ihre Kernprozesse integrieren und zum
strategischen Rückgrat ihrer Geschäftsmodelle machen” , sagt Hermann
Erlach, General Manager von Microsoft Österreich.

Zwtl.: Qualität und Schutz von Daten als zentrale Herausforderung

Dieser Wandel zu KI-Vorreitern wird derzeit jedoch noch von
zahlreichen Herausforderungen ausgebremst, vor allem im Datenbereich:
„Rechtliche Aspekte (z. B. Datenschutz)“ zählen für die Hälfte (50 %)
der Befragten zu den größten Herausforderungen, ebenfalls fast die
Hälfte (46 %) nennt „Datensicherheit/Cybersicherheit“. Zudem sieht
jeder Fünfte (21 %) Hürden bei „Datenverfügbarkeit, -qualität und –
aufbereitung“. Das spiegelt sich auch beim Output wider: 44 Prozent
der Befragten bekunden derzeit mangelndes Vertrauen in die
Korrektheit KI-generierter Ergebnisse.

„Saubere Daten, integrierte Datenplattformen, eine klare Cloud-
Strategie sowie Security und Compliance by Design sind ein Muss für
eine erfolgreiche KI-Integration, da viele fortgeschrittene und
agentische KI-Fähigkeiten nur in Cloud-Umgebungen verfügbar sind“ ,
erklärt Robert Kaup, Geschäftsführer von Tieto Österreich, die
wichtigsten Voraussetzungen. Darüber hinaus müssen Mitarbeitende bei
der KI-Transformation aktiv begleitet werden, denn mehr als ein
Viertel (29 %) der Befragten ortet einen Mangel an fachlicher
Expertise im Unternehmen, rund ein Viertel (22 %) beklagt fehlendes
Change & Adoption Management bei der KI-Einführung. „Trotz aller
Technologie sind die größten Hebel die strategische Verankerung in
der Organisation und Skilling: Hier setzen wir an und unterstützen
die Führungsebene nicht nur bei ihrer KI-Strategie, sondern begleiten
den Wandel auch aktiv mit Schulungen für Mitarbeitende. Sonst bleibt
KI oft im Pilotstadium stecken“ , so Kaup.

Zwtl.: Jede vierte Führungskraft sieht keine Wettbewerbsvorteile
durch KI

Trotz aller Hemmnisse hat der Einsatz von KI in einigen
Arbeitsbereichen bereits positive Ergebnisse generiert. Zu den Top-
Anwendungen zählen laut den befragten Führungskräften
„Wissensmanagement und interne Informationssuche“ (38 %) sowie die
„Steigerung der Effizienz“ (30 %), wie z. B. durch die automatische
Auslesung von Rechnungen oder Bestellungen. Wenig Vorteile beim KI-
Einsatz erkennen sie hingegen für die „datengetriebene
Entscheidungsfindung (z. B. Marktanalysen, Risikomanagement,
Predictive Analytics)“: Nur 11 Prozent der heimischen Befragten
nannten diesen Bereich, während er in Deutschland für 44 Prozent der
Befragten zu den Top-Anwendungen von KI zählt. Ebenso wenig wird KI
für Innovations- und Geschäftsmodellentwicklung eingesetzt, nur jeder
Zehnte (10 %) sieht darin einen Nutzen. Überraschenderweise gibt
zudem jede vierte Führungskraft (26 %) in Österreich an, dass KI „in
keinem Bereich“ positive Ergebnisse oder Wettbewerbsvorteile
generiert hat. Zum Vergleich: In Deutschland sieht dies nur ein
Prozent der Befragten so.

„Viele Unternehmen haben das volle Potenzial von KI als
datengetriebener Motor der Innovation und Wettbewerbsfähigkeit noch
nicht ausgeschöpft. Entscheidend ist jetzt, rasch vom ‚proof of
concept‘ zum ‚proof of value‘ zu kommen und KI überall dort
einzusetzen, wo sie einen messbaren Mehrwert und einen wesentlichen
Beitrag zur Wertschöpfung leistet“ , betont Andreas Wagner,
Geschäftsführer von SAP Österreich. „Und als nächstes Level müssen
wir Unternehmen fit für die beginnende Revolution der KI-Agenten
machen, die ganze Prozessketten autonom ausführen.“

Zwtl.: Tieto verbindet Microsoft- und SAP-Technologien zu KI-Lösungen
mit Mehrwert

Genau hier setzt Tieto an. Als „Frontier Firm“-Partner von
Microsoft und „Silver Partner“ von SAP begleitet der Tech-Consulting-
Dienstleister heimische Unternehmen verstärkt bei der
Weiterentwicklung zu Vorreitern mit breitem KI-Einsatz – von der
strategischen Ausrichtung über den Aufbau moderner Cloud- und
Datenarchitekturen bis hin zur Operationalisierung komplexer Software
-Ökosysteme. Tieto agiert dabei technologieagnostisch und verbindet
unter anderem SAP- und Microsoft-Technologien zu KI-basierten
Gesamtlösungen, wie das Beispiel des international tätigen
Industrieunternehmens Greiner aus Oberösterreich zeigt: Der
Kunststoff- und Schaumstoffhersteller wickelt von jährlich rund
240.000 manuell erfassten Bestellungen künftig mindestens 50 Prozent
mittels KI-Automatisierung ab. Im Zentrum der Lösung steht das
„Microsoft Document Intelligence Studio“, welches eingehende PDF-
Bestellungen intelligent ausliest und die relevanten Daten in die
Azure Cloud überträgt. Mithilfe einer direkten Schnittstelle zu SAP
werden die Aufträge automatisch im ERP-System erstellt. „Das zeigt,
wie sich repetitive Prozesse schnell durch KI automatisieren lassen,
um den manuellen Arbeitsaufwand deutlich zu senken und messbare
Kosteneinsparungen zu erzielen“, so Kaup abschließend.

Über die Studie

Die Ergebnisse stammen aus einer Umfrage, die von TQS Research &
Consulting im Auftrag von Tieto durchgeführt wurde. Die Erhebung
erfolgte im Zeitraum April bis Mai 2026 mittels CATI (Computer
Assisted Telephone Interviews). Befragt wurden 100 KI-Verantwortliche
und Führungskräfte aus Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden in
Österreich, vor allem aus den Branchen produzierende Industrie,
Finanzwirtschaft, Telekom und Energie. Parallel wurden 202 Interviews
in Deutschland geführt.

Über Tieto Tech Consulting

Tieto Tech Consulting ist ein führender Digital Engineering-
Dienstleister mit nordeuropäischen Wurzeln und rund 8.000
Mitarbeitenden weltweit. In Zentraleuropa betreibt Tieto einige
Standorte in Österreich (Wien, Linz und Graz) und Deutschland (
Regensburg). Das Unternehmen steht für sinnvolle Innovationen und
maßgeschneiderte Technologien rund um KI, Data & Cloud,
Softwareengineering und Enterprise Applications. Tieto unterstützt
Unternehmen dabei, neue Technologien in Kernprozesse zu
implementieren und sich so zur Frontier Firm zu entwickeln. Der
Technologiedienstleister ist Implementierungspartner von u. a. SAP
und Microsoft und fungiert als Digitalisierungs- und
Automatisierungspartner der Industrie, der Finanzwirtschaft, des
öffentlichen Sektors und weiterer Branchen. Zu den Kund:innen zählen
Bosch, BAWAG, ÖBB, ASFiNAG, ÖAMTC, Semperit, Wienerberger, Stadt Wien
u.v.m. Diversität und Agilität sind zentrale Werte des
internationalen Unternehmens. Weitere Informationen auf
www.tietoevry.com/at

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