Wien (OTS) – „Frauen und Männer sollen endlich in der Forschung, in
der
medizinischen Vorsorge und in der Behandlung gleichberechtigt sein“,
so SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Ruth Manninger anlässlich des
Internationalen Tages für Frauengesundheit am 28. Mai. Die
medizinische Forschung war viel zu lange am männlichen Körper
orientiert. Das hat gravierende Folgen: Medikamente, die nicht
wirken, Diagnosen, die zu spät kommen, Schmerzen, die nicht ernst
genommen werden. ****
Einige Fakten:
Nur 4 Prozent der Studien an medizintechnischen Geräten haben
ihre Ergebnisse getrennt nach Geschlecht ausgewertet.
Frauen leiden um 53 Prozent häufiger an Nebenwirkungen von
Medikamenten. Frauen bekommen oft dieselben Dosen wie Männer
verschrieben, obwohl ihr Körper Medikamente anders aufnimmt, anders
verarbeitet und länger im System behält.
Frauen müssen 30 Minuten länger auf Schmerzmittel in der
Notaufnahme warten. Sie bekommen sie auch deutlich seltener.
18 Prozent weniger häufig werden Frauen nach einem Herzstillstand
auf einer Intensivstation aufgenommen. Frauen werden weniger häufig
reanimiert, seltener ins Spital gebracht, seltener untersucht und
behandelt.
8 Jahre dauert es im Schnitt, bis Endometriose, eine chronische
Erkrankung mit starken Schmerzen, richtig diagnostiziert wird. Etwa 1
von 10 Frauen ist von Endometriose betroffen.
„Das Patriarchat ist kein Naturgesetz. Ändern wir das
gemeinsam!“, so Manninger.
Weitere Infos gibt es in der Broschüre der SPÖ-Frauen „Unser
Körper, ihr System. Medizin als patriarchales Machtinstrument“:
https://frauen.spoe.at/aktuelles/unser-koerper-ihr-system/
(Schluss) bj