Wien (OTS) – Der aktuelle Sparkurs bei den Universitäten muss
gestoppt werden.
Universitäten brauchen eine nachhaltige und ausreichende
Finanzierung. Der überwältigende Andrang von Studierenden,
Universitätspersonal und Unterstützer_innen heute macht deutlich,
dass Kürzungen nicht akzeptiert werden. Die bestehende
Unterfinanzierung an den Universitäten dürfe nicht weiter verschärft
werden: überfüllte Lehrveranstaltungen, zu geringe
Betreuungskapazitäten und wachsende soziale Unsicherheit für
Studierende.
Die ÖH fordert daher von der Bundesregierung im Rahmen der
anstehenden Budgetverhandlungen ein klares Umsteuern und ein
verbindliches Bekenntnis zur langfristigen Absicherung der
Universitätsbudgets. „ Das Budget muss jetzt nachhaltig abgesichert
werden. Denn was hier gerade passiert, ist ein direkter Angriff auf
unsere Hochschulen, auf unsere Bildung und auf die Zukunft von uns
allen “, betont Selina Wienerroither aus dem ÖH-Vorsitz in der Rede
des ÖH-Vorsitzteams vor der Universität Wien.
Während das Universitätsbudget gekürzt werde, blieben große
Vermögen und Erbschaften unangetastet. Gleichzeitig fließen weiterhin
mehrere Milliarden jährlich in klimaschädliche Subventionen. „ Die
Entscheidung, ob bei Frauen, Erwerbslosen und Studierenden gespart
wird, oder man sich das Geld bei den Konzernen, fossilen Subventionen
und Überreichen holt, ist eine politische “, so Viktoria Kudrna aus
dem ÖH-Vorsitz vor der Uni Wien. Die ÖH fordert eine gerechte
Besteuerung von Vermögen und den sofortigen Stopp von
klimaschädlichen Subventionen, um die Budgetkrise zu bewältigen.
Die Vertagung der Entscheidung über die Universitätsbudgets
ändert für die ÖH nichts an der Situation. Die milliardenschweren
Kürzungen stünden weiterhin im Raum. Es brauche jetzt Klarheit, statt
bis Oktober in Unsicherheit zu leben: „ Die Vertagung auf den Herbst
schafft keine Sicherheit. Es braucht jetzt klare Entscheidungen und
eine zukunftsorientierte Prioritätensetzung in der Budgetpolitik „,
erklärt Umut Ovat aus dem ÖH-Vorsitz beim Redebeitrag abschließend.
Die heutige Demonstration ist damit ein deutliches politisches
Signal: Der Sparkurs muss gestoppt werden. Die ÖH fordert ein klares
Statement der Bundesregierung zur Zukunft der
Universitätsfinanzierung und kündigt an, den Druck weiter zu erhöhen,
sollte dieses ausbleiben.
Bereits morgen werden die Proteste in den Bundesländern
fortgesetzt – in Linz, Graz, Salzburg und Klagenfurt. Mehr Infos hier
.
Fotos von der Demo sind unter diesem Link zur freien Verwendung (
© ÖH) abrufbar.