Brüssel (OTS) – Die heute veröffentlichten Recherchen internationaler
Medien und der
Organisation Climate Whistleblowers werfen schwere Vorwürfe gegen den
Motorradhersteller KTM auf. Demnach sollen Motorräder systematisch
entdrosselt worden sein, wodurch Emissions- und Lärmgrenzwerte
umgangen worden sein könnten.
Dazu sagt die grüne EU-Abgeordnete Lena Schilling: „Sollten sich
diese Vorwürfe bestätigen, wäre das nichts weniger als ein neuer
Abgasskandal, nur diesmal auf zwei Rädern. Zehn Jahre nach Dieselgate
müsste eigentlich klar sein: Wer Emissionsregeln systematisch umgeht,
schmeißt Gesundheit, Klima und das Vertrauen der Menschen unter die
Räder. Es wäre schwer erklärbar, wenn ein Konzern einerseits von 1,8
Millionen Euro europäischer Solidarität profitiert, gleichzeitig aber
offenbar europäische Umweltregeln umgeht. Von EU-Geldern profitiert,
aber EU-Regeln missachten – das darf es nicht geben. Es kann nicht
sein, dass Konzerne Profite über geltendes Recht stellen, während
Gesundheit, saubere Luft und eine lebenswerte Zukunft auf der Strecke
bleiben.“
„Jetzt braucht es eine lückenlose Aufklärung. Die Menschen haben
ein Recht darauf zu erfahren, ob hier systematisch Umweltregeln
umgangen wurden und warum bestehende Kontrollmechanismen das offenbar
nicht verhindert haben“, fordert Schilling abschließend.