Wien (OTS) – ORF III ist gelebter öffentlich-rechtlicher Auftrag,
daher ist der
Erhalt des Senders unverzichtbar. Derzeit befindet sich ORF III in
der schwierigsten und herausforderndsten Zeit seit der Gründung. Der
Sender ist Gegenstand medialer Negativ-Berichterstattung, die dem
gesamten Ansehen der Sendermarke, dem ORF insgesamt und der Arbeit
der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter massiv schadet. Der Unmut und
die Verunsicherung in der Belegschaft sind groß. Wir wollen
Aufmerksamkeit durch unsere inhaltliche Arbeit und nicht durch
Skandale erregen. Es darf in Zukunft nicht einmal mehr der Eindruck
von käuflicher Berichterstattung entstehen. Redaktionelle Integrität
und wertschätzendes Führungsverhalten müssen unverhandelbar sein.
Wir benötigen die Wiederherstellung eines vertrauensvollen
Arbeitsumfelds, das es uns ermöglicht, uns mit ganzer Kraft unseren
Aufgaben zu widmen.
ORF III erfüllt seit vielen Jahren in hohem Maße den öffentlich-
rechtlichen Programmauftrag. Es ist ein Auftrag, dem wir uns
verpflichten und dem wir uns mit großem Engagement und Enthusiasmus
widmen. Unser höchstes Gut, das Vertrauen unseres Publikums, steht
auf dem Spiel.
Die ORF-III-Betriebsversammlung appelliert an ORF-
Generaldirektorin Ingrid Thurnher, die angekündigte Prüfung zu den
Vorwürfen gegen die ORF-III-Programmgeschäftsführung rasch zum
Abschluss zu bringen und dem Ergebnis entsprechende Maßnahmen zu
setzen, um wieder ein professionelles und von gegenseitigem Respekt
getragenes Umfeld zu schaffen.