Wien/Brüssel (OTS) – Nach dem offiziellen Ende der EU-weiten
Konsultation zum Verbot der
gefährlichen Ewigkeitschemikalien (PFAS) fordert die
Umweltschutzorganisation Greenpeace Österreich ein rasches und
konsequentes Handeln gegen PFAS. In den vergangenen Monaten konnten
Unternehmen, Organisationen und Bürger:innen bei der Europäischen
Chemikalienagentur (ECHA) Stellungnahmen einreichen. Greenpeace hat
sich mit einer umfassenden Stellungnahme zum Schutz der Umwelt und
Zivilbevölkerung an dem Verfahren beteiligt. Die
Umweltschutzorganisation warnt nun vor einer Verwässerung der Pläne
durch die Industrie-Lobby und verlangt ein schnelles Verbot ohne
Verzögerungen.
Madeleine Drescher, Konsumexpertin bei Greenpeace: „PFAS verschwinden
nicht einfach, sie bleiben über Generationen in unserer Umwelt und in
unseren Körpern. Dass die EU sie jetzt endlich umfassend regulieren
will, ist längst überfällig. Die Wissenschaft zeigt klar: Ein breites
Verbot ist möglich und nötig. Jetzt darf das Gesetz nicht auf den
letzten Metern durch Ausnahmen für die Industrie zerpflückt werden.“
In der eingereichten Stellungnahme begrüßt Greenpeace die
Entscheidung für ein EU-weites Verbot als beste Maßnahme gegen die
durch PFAS ausgehenden Risiken. Greenpeace belegt mit eigenen
Labortests und Marktanalysen aus den Jahren 2025 und 2026, dass
fluorfreie Alternativen im Konsumbereich längst bereitstehen.
Untersuchungen von Lebensmittelverpackungen, Textilien und Kosmetika
zeigen: Der Markt stellt sich bereits erfolgreich um. Greenpeace
warnt vor langen Übergangsfristen, da diese vorausschauende Vorreiter
-Unternehmen finanziell bestrafen. Die Umweltschutzorganisation
fordert von der EU einen schnellen und umfassenden Schutz der Umwelt
und der Bürger:innen vor PFAS. Daher lehnt Greenpeace die
fortlaufende PFAS-Produktion in der EU entschieden ab.
PFAS stecken in Alltagsprodukten wie Kleidung, Kosmetik oder
Verpackungen. Die über 10.000 extrem langlebigen Chemikalien reichern
sich dauerhaft in der Natur an. Sie schädigen das Immunsystem und
können Krebs erregen. Besonders Kinder reagieren empfindlich auf
diese Ewigkeitsgifte. Greenpeace Österreich fordert von der
Bundesregierung, sich auf EU-Ebene für ein schnelles und konsequentes
Verbot einzusetzen. Sollte die EU nicht rasch handeln, muss
Österreich ein nationales PFAS-Verbot umsetzen: Nach dem Vorbild von
Dänemark und Frankreich braucht es eigenständige, heimische Verbote
für PFAS in Konsumgütern sowie strengere Grenzwerte für das
Trinkwasser.
Die gesamte Konsultation von Greenpeace finden Sie hier:
https://act.gp/49h0QC9
Die SEAC-Einschätzung der Europäischen Chemikalienagentur zu PFAS
finden Sie hier: https://act.gp/4dyexhj
Hintergrundinformationen zur EU-Konsultation zum PFAS-Verbot:
https://act.gp/PFAS-Konsultation