Wien (OTS) – Mit großer Sorge reagiert Wiens Kultur- und
Wissenschaftsstadträtin
Veronica Kaup-Hasler auf die angekündigten Kürzungen im
Hochschulbereich. Die geplanten Einsparungen gefährden nicht nur die
Qualität und Freiheit von Forschung und Lehre, sondern schwächen auch
den Wissenschafts- und Forschungsstandort Wien nachhaltig: „Wien ist
eine internationale Wissenschaftsmetropole und Universitätsstadt.
Unsere Hochschulen leisten Tag für Tag Herausragendes in Forschung,
Lehre, Innovation und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Gerade deshalb
ist es der falsche Weg, ausgerechnet jetzt bei Hochschulen,
Wissenschaft und Forschung zu sparen“, so Kaup-Hasler.
Zugleich betont die Stadträtin, dass Wien auch unter schwierigen
budgetären Rahmenbedingungen weiterhin konsequent in Wissenschaft,
Forschung und Bildung investieren werde. Kürzungen in diesen
Bereichen werde es im kommenden Wiener Budget nicht geben. „Gerade in
wirtschaftlich herausfordernden Zeiten müssen wir Zukunftsbereiche
absichern, statt sie zu schwächen“, erklärt Kaup-Hasler.
Die Stadträtin verweist darauf, dass die Gespräche auf
Bundesebene noch laufen, und stärkt Wissenschaftsministerin Eva-Maria
Holzleitner den Rücken. „Mir ist bewusst, dass die budgetären
Rahmenbedingungen derzeit äußerst herausfordernd sind und die
Wissenschaftsministerin vor schwierigen Entscheidungen steht. Gerade
deshalb braucht es jetzt den gemeinsamen politischen Willen der
Bundesregierung und des Bundeskanzlers, Hochschulen, Wissenschaft und
Forschung als zentrale Zukunftsbereiche abzusichern“, so Kaup-Hasler.
Hochschulen stärken Innovation, gesellschaftlichen Fortschritt
und den Standort Wien – Superreiche sollen fairen Beitrag leisten
Besonders problematisch wäre aus Sicht der Stadträtin, wenn die
Unabhängigkeit von Forschung und Wissenschaft unter Druck geriete:
„Wer bei Hochschulen spart, spart an der Zukunft unseres Landes.
Forschung und Wissenschaft müssen unabhängig bleiben und dürfen nicht
zum Spielball kurzfristiger Budgetpolitik werden. Gerade jetzt müssen
jene einen stärkeren Beitrag zur Bewältigung der Budgetkrise leisten,
die es sich auch leisten können. Es ist an der Zeit, dass Superreiche
einen fairen Beitrag leisten, anstatt Zukunftsinvestitionen zu
gefährden“, so Kaup-Hasler.
Die Wiener Hochschulen seien zentrale Partnerinnen für die
Entwicklung der Stadt – etwa in den Bereichen Innovation,
Digitalisierung, Gesundheit, Kunst und Kultur sowie
gesellschaftlicher Fortschritt. Tausende Studierende, Forschende und
Mitarbeiter:innen prägen Wien als offene, internationale und
zukunftsorientierte Metropole. Kaup-Hasler unterstützt damit auch die
klare Position von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, der zuletzt
betont hatte, dass Wien weiterhin konsequent in Zukunftsbereiche
investieren werde und Bildung, Forschung und Innovation entscheidend
für die wirtschaftliche und soziale Stärke des Standorts seien:
„Universitäten und Hochschulen sind Orte des Wissens, des kritischen
Denkens und des gesellschaftlichen Fortschritts. Wien steht daher
klar und solidarisch an der Seite seiner Universitäten,
Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen“, betont die Stadträtin
abschließend.