Wien (OTS) – Der heute im Parlament diskutierte Rechnungshofbericht
zur
energetischen Sanierung der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) sei
ein Offenbarungseid der schwarz-rot-pinken Verlierer-Koalition,
kritisierte heute der stellvertretende FPÖ-Wirtschaftssprecher NAbg.
Michael Fürtbauer. Der Bericht zeige ein Totalversagen bei der
Umsetzung von Sanierungsprojekten und entlarve die massive Kluft
zwischen theoretischen Versprechen und der harten Realität. „Zwischen
Anspruch und Wirklichkeit liegen einfach Welten. Auf dem Papier ist
grundsätzlich alles wunderbar, da werden Einsparungen berechnet,
Wirkungsziele formuliert, aber entscheidend ist ja nicht, was am
Reißbrett ausgerechnet wird, sondern was am Ende tatsächlich beim
Energieverbrauch herauskommt“, so Fürtbauer.
Besonders skandalös sei laut Fürtbauer die mangelhafte Kontrolle
und Datenlage. Es werde nicht einmal systematisch überprüft, ob die
groß angekündigten Einsparungen überhaupt erreicht werden. „Der Staat
schafft es bei sich selbst mit seinen eigenen Organisationen nicht,
dass Daten gesammelt werden, die er brauchen kann, schreibt aber
Privaten ständig vor, dass sie das tun müssen“, so Fürtbauer. Als
Paradebeispiel für dieses Versagen nannte er eine Schule in Kärnten,
bei der 77 Prozent Energieeinsparung versprochen, aber nur 20 Prozent
erreicht wurden, weil man das Dach des Turnsaals einfach unsaniert
ließ: „Drei Viertel der angekündigten Einsparungen haben sich
sozusagen in Luft aufgelöst. Jeder Hausbesitzer weiß, eine thermische
Sanierung, bei der das Dach nicht saniert wird, ist großteils
umsonst. In der Regel beginnt der normale Häuslbauer mit dem Dach und
nicht mit den Seitenwänden. Da stellt sich für mich schon die Frage,
wie ernst nimmt man solche Projekte eigentlich?“
Diese Politik sei an Heuchelei nicht zu überbieten. Während
private Hausbesitzer mit immer strengeren und teureren Auflagen
gegängelt werden, kapituliere der Bund vor seinen eigenen Gebäuden,
insbesondere bei denkmalgeschützten Objekten. „Wenn man den Bürgern
Auflagen macht, die man selbst nicht erfüllt, ist das auch nicht
wirklich glaubhaft“, betonte Fürtbauer. Die Sanierungsrate der BIG
von nur 0,5 Prozent pro Jahr führe die Klimaziele der Regierung
endgültig ad absurdum. „Wenn man mit diesem Tempo weitermacht,
braucht man ungefähr 200 Jahre, bis man durchsaniert hat. Auch an
diesen Zahlen sieht man, dass die momentan geltenden Klimaziele kaum
oder nicht erreicht werden können“, rechnete Fürtbauer vor.
Abschließend richtete der stellvertretende FPÖ-
Wirtschaftssprecher eine klare Botschaft an die Regierung: „An alle
Theoretiker und Reißbrettsanierer: Am Ende zählt nicht, was berechnet
wurde, sondern was tatsächlich eingespart wird und was in
realistischer Weise auch möglich ist!“