Statement der ACOM zur geplanten Streaming-Abgabe

Wien (OTS) – Internationale Streaming- und Technologieplattformen
erzielen
erhebliche Umsätze mit audiovisuellen Inhalten, Musik, Werbung und
Daten. Grundlage dieses Erfolgs sind jedoch immer vor allem die
kreativen Leistungen von Urheber:innen, Komponist:innen, Autor:innen
und Filmschaffenden. Gerade diese Leistungen werden in der digitalen
Wertschöpfungskette bislang jedoch nicht ausreichend abgebildet.

Eine Streaming-Abgabe ist daher ein wichtiger und sachlich
gerechtfertigter Schritt, um dieses Ungleichgewicht zu korrigieren.
Wer in Österreich mit kulturellen und audiovisuellen Inhalten
wirtschaftlich erfolgreich ist, sollte auch einen angemessenen
Beitrag zur heimischen Kreativwirtschaft leisten. Es geht dabei nicht
um Technologiefeindlichkeit, sondern um faire Rahmenbedingungen in
einem Markt, der sich in den vergangenen Jahren stark zugunsten
großer Plattformen verschoben hat.

Für Komponist:innen ist diese Frage von zentraler Bedeutung.
Musik ist ein wesentlicher Bestandteil audiovisueller Werke und trägt
maßgeblich zu deren Wirkung, Wiedererkennbarkeit und kommerziellem
Erfolg bei. Wenn Plattformen von diesen Werken profitieren, muss ein
Teil dieser Wertschöpfung auch wieder dorthin zurückfließen, wo
Inhalte entstehen: zu den Urheber:innen, in die Produktion neuer
Werke und in die kulturelle Vielfalt Österreichs.

Austrian Composers Association- ACOM

Die ACOM ist die Standesvertretung in Österreich wirkender
Komponist:innen mit über 700 Mitgliedern.