WKÖ-Schultz: EU-Einigung im Zollkonflikt mit den USA muss Unternehmen jetzt dauerhaft Rechtssicherheit bringen

Wien (OTS) – Die Einigung auf EU-Ebene zur Umsetzung der
Zollvereinbarung mit den
USA ist aus Sicht der österreichischen Exportwirtschaft grundsätzlich
ein positives Signal. Auch wenn der erzielte Kompromiss mit den USA
nach wie vor für viele heimische Unternehmen schmerzhaft bleibt, muss
die Einigung zumindest die dringend benötigte Klarheit und
Rechtssicherheit für Exportunternehmen bringen. Gerade in
wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sind stabile und verlässliche
Rahmenbedingungen entscheidend.

„Wichtig ist vor allem, dass eine weitere Eskalation des
Handelsstreits verhindert werden konnte und es zu keinen zusätzlichen
Zollerhöhungen für wichtige Industriebereiche kommt“, betont WKÖ-
Präsidentin Martha Schultz. Die USA bleiben Österreichs
zweitwichtigster Exportmarkt und damit auch in Zukunft ein zentraler
Handelspartner für heimische Unternehmen.

Gleichzeitig mahnt die Wirtschaft, dass die Vereinbarung nun auch
dauerhaft Bestand haben müsse. Schultz: „Das Abkommen muss jetzt
rasch auf EU-Ebene formal beschlossen werden, aber es muss sich auch
in der Praxis bewähren. Es kann nicht sein, dass bei jeder
Meinungsverschiedenheit erneut mit höheren Zöllen gedroht und damit
die Wirtschaft verunsichert wird.“

Rund 2.000 Beratungen für heimische Unternehmen

Die Unsicherheiten rund um die US-Zölle haben den Informations-
und Beratungsbedarf österreichischer Unternehmen in den vergangenen
Monaten massiv erhöht. Seit den ersten Zollankündigungen Anfang 2025
verzeichnete die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der WKÖ tausende Kontakte
und Beratungen zu US-Zöllen. Allein das AußenwirtschaftsCenter
Washington wurde rund 2.000 Mal von österreichischen Unternehmen
kontaktiert. Auch die AußenwirtschaftsCenter in New York und Los
Angeles unterstützten mehr als 350 Unternehmen bei Fragen zu den
komplexen Zollregelungen.

Zusätzlich hat die WKÖ bereits im Frühjahr 2025 einen eigenen
Online-Infopoint unter www.wko.at/us-zoelle eingerichtet. Dort finden
Unternehmen laufend aktuelle Informationen, Quellenübersichten sowie
Webinare zu den neuesten Entwicklungen im transatlantischen Handel. (
PWK230/ST)