Greenpeace-Marktcheck zu Eiscreme: Nur drei Prozent Bio

Wien (OTS) – Vor den heißen Sommermonaten hat Greenpeace das
Speiseeis-Sortiment
in den österreichischen Supermärkten unter die Lupe genommen.
Bewertet wurde dabei nach Umweltkriterien. Das Ergebnis ist
enttäuschend: Nur etwa drei Prozent der Eiscreme-Produkte, vom
Stieleis bis hin zur Familienpackung, sind in Bio-Qualität verfügbar.
Auch herkömmliches Eis, das ohne Gentech-Futter hergestellt wurde,
ist Mangelware. Rein pflanzliches Eis – darunter Wasser-Eis und
Frucht-Sorbet – ist mit über zehn Prozent im Kühlregal vertreten.
Greenpeace fordert von den Herstellern und Supermärkten, das
umweltfreundliche Angebot auszubauen. Am besten schneidet beim
Sortimentsvergleich Interspar ab.

Gundi Schachl, Leiterin des Greenpeace-Marktchecks: „Wer beim
Eisgenuss auf die Umwelt achten möchte, muss im Supermarkt lange
suchen: Biologisches und rein pflanzliches Eis ist besser für Mensch
und Natur, bleibt aber die Ausnahme im Kühlregal.” Bereits 2022 hat
Greenpeace das Eissortiment des Handels geprüft. Der Vergleich zeigt:
Während die Kühlregale mit durchschnittlich 160 Produkten prall
gefüllt sind, ist das Bio-Angebot sogar rückläufig – von 3,8 Prozent
auf 2,8 Prozent. Diese Entwicklung ist unverständlich, denn die
aktuellen Zahlen der AMA -Marketing belegen, dass die Nachfrage nach
Bio-Lebensmitteln im Supermarkt gestiegen ist. Auch das
gentechnikfreie Eis-Sortiment ist überschaubar: Ähnlich wie bei den
Marktcheck-Ergebnissen vor vier Jahren kann nur bei 20 Prozent der
Produkte der Einsatz von gentechnisch veränderten Futtermitteln
ausgeschlossen werden. Darunter fällt Eis, das biologisch hergestellt
ist, rein pflanzliche Zutaten enthält und Eiscreme mit Milch aus
Österreich. In Österreich landet bereits seit 2010 kein Gentech-Soja
aus Regenwaldzerstörung mehr im Futtertrog der Milchkühe. Unilever,
das mit bekannten Marken wie Eskimo, Cremissimo und Twinni mehr als
die Hälfte des Angebots ausmacht, gibt keine Auskunft über die
Herstellung und Herkunft der Zutaten und bietet auch kein Bio-Produkt
an.

Wer beim Eiskonsum auf Bio setzen will, wird vorwiegend bei den
Handelsmarken wie „Ja! Natürlich“, „Spar Natur pur“ oder „Zurück zum
Ursprung“ fündig. Das umweltfreundlichste Angebot an Eiscreme hat
Interspar und belegt damit auch den ersten Platz beim Greenpeace-
Marktcheck. Spar und Hofer belegen die Plätze zwei und drei.
Schlusslicht ist der Rewe-Diskonter Penny, der weder Bio-Eis noch
rein pflanzliche Optionen im Sortiment führt. „Wir fordern die
Supermärkte und Konzerne wie Unilever auf, auch bei Eiscreme
Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen und mehr biologisch
hergestellte sowie rein pflanzliche Produkte ins Kühlregal zu
bringen“ , sagt Schachl.

Den zusammenfassenden Websiteartikel finden Sie hier:
https://greenpeace.at/marktcheck/eiscreme-mai26/

Bildmaterial und Audio-O-Töne sowie weiterführende Informationen
finden Sie unter diesem Link: https://act.gp/Eiscreme
Unter Angabe der Credits © Mitja Kobal / Greenpeace stehen die Fotos
kostenfrei zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung.