Eisenstadt (OTS) – Dabei werden österreichweite Zahlen und allgemeine
Vorwürfe
herangezogen, die der tatsächlichen Situation im Burgenland nicht
gerecht werden. Tatsache ist: In den vergangenen fünf Jahren gab es
im Burgenland keine einzige Meldung über schwere Missstände in
Lehrbetrieben.
Pauschale Darstellungen zeichnen ein verzerrtes Bild der
burgenländischen Unternehmerinnen und Unternehmer und blenden die
großen Anstrengungen aus, die heimische Betriebe täglich in die
Ausbildung junger Menschen investieren. Gerade im Burgenland leisten
viele Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und
bieten Jugendlichen hochwertige Ausbildungs- und Karrierechancen.
„Wahr ist vielmehr, dass wir in den vergangenen fünf Jahren keine
Meldungen über schwere Mängel in Lehrbetrieben von der
Arbeitsinspektion oder der Kinder- und Jugendanwaltschaft erhalten
haben. Ebenso liegen uns keine Informationen über rechtskräftige
Entzüge von Ausbildungsberechtigungen vor. Aussagen wie diese sind
Negativ-Propaganda, die am Ende des Tages keinem einzigen Lehrling
oder Betrieb helfen“, betont Wirtschaftskammerdirektor Harald
Schermann.
Zur Forderung nach weiteren Anhebungen der Lehrlingseinkommen
hält die Wirtschaftskammer fest, dass diese in den vergangenen Jahren
bereits überproportional gestiegen sind. „Das ist mit ein Grund
dafür, dass es sich viele Betriebe zunehmend nicht mehr leisten
können, Lehrlinge auszubilden. Zusätzliche Belastungen gefährden
Ausbildungsplätze und damit die Fachkräfte von morgen“, heißt es aus
der Wirtschaftskammer.
„Wer österreichweite Durchschnittswerte ungefiltert auf das
Burgenland umlegt, ignoriert regionale Unterschiede und wird den
Leistungen unserer Betriebe nicht gerecht. Unsere Unternehmen sind
vielfach familiengeführt, regional verwurzelt und übernehmen
tagtäglich Verantwortung für Beschäftigung und Ausbildung“, betont
Wirtschaftskammerpräsident Andreas Wirth.
Die Wirtschaftskammer Burgenland hat in den vergangenen Jahren
gezielt in die Attraktivierung der Lehre investiert. Neben
Lehrlingscastings in allen Bezirken wurde mit der „Future Factory“
ein modernes Ausbildungs- und Erlebniszentrum geschaffen, um junge
Menschen verstärkt für die duale Ausbildung zu begeistern und die
Chancen einer Lehre sichtbar zu machen.
„Unsere Betriebe leisten Enormes – oft unter schwierigen
Rahmenbedingungen. Statt sie unter Generalverdacht zu stellen,
verdienen sie Anerkennung und Unterstützung“, so Schermann und Wirth
abschließend.