Wien (OTS) – Das neu erschienene “Handbuch Rechtsextremismus in
Österreich” des
Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands (DÖW) bietet
auf über 500 Seiten einen umfassenden Überblick über Ideologien,
Netzwerke, Organisationen und Strategien der extremen Rechten in
Österreich und Europa. “Gerade in Zeiten zunehmender Radikalisierung
und einer Normalisierung rechtsextremer Positionen ist die
wissenschaftliche Arbeit des DÖW von enormer Bedeutung. Das neue
Handbuch liefert eine fundierte Analyse rechtsextremer Strukturen und
zeigt klar auf, wie wichtig entschlossenes demokratisches Handeln
ist”, erklärt Sabine Schatz, SPÖ-Sprecherin für Erinnerungskultur. **
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„Seit Jahren erleben wir einen massiven Anstieg rechtsextremer
Straftaten und eine zunehmende Radikalisierung. Das neue erschienene
Handbuch dokumentiert unter anderem auch die ideologischen und
personellen Überschneidungen zwischen rechtsextremen Netzwerken und
der FPÖ. Damit wird wissenschaftlich untermauert, dass es
mittlerweile keine glaubwürdige Abgrenzung der FPÖ zum rechtsextremen
Milieu mehr gibt. Diese Entwicklungen gefährden Demokratie und
gesellschaftlichen Zusammenhalt“, so Schatz.
Bereits kommende Woche wird der aktuelle Rechtsextremismusbericht
der Bundesregierung in der Nationalratssitzung diskutiert. Dieser
zeige erneut deutlich, dass entschlossenes Handeln notwendig sei.
Parallel dazu arbeitet die Bundesregierung derzeit am Nationalen
Aktionsplan gegen Rechtsextremismus, den die SPÖ seit Jahren fordert.
„Der Nationale Aktionsplan soll konkrete, nachhaltige und wirksame
Maßnahmen enthalten, die von Prävention und politischer Bildung bis
hin zum konsequenten Vorgehen gegen rechtsextreme Netzwerke und
Radikalisierung reichen”, betont Schatz abschließend. (Schluss) ah/ff