Salzkammergut (OTS) – Als Wiege der Sommerfrische mit
landschaftlicher Schönheit,
kultureller Vielfalt und gelebtem Brauchtum: Dafür ist das
Salzkammergut international bekannt. Keine Grenzen kennt die Region
auch geografisch, verbindet sie doch gleich drei Bundesländer
miteinander: Oberösterreich, das SalzburgerLand und die Steiermark.
Mit der Initiative „Salzkammergut verbindet“ wird diese besondere
Einheit nun auch touristisch konsequent gemeinsam gedacht und
vermarktet.
Vertreter aus Politik und Tourismus präsentierten am Dienstag im
Rahmen eines Medientermins am Wolfgangsee die Hintergründe, Ziele und
inhaltlichen Schwerpunkte der neuen, grenzübergreifenden Kampagne.
Passend zum Thema fand die Präsentation auf einem Schiff statt: Der
Wolfgangsee, eingebettet zwischen Oberösterreich und Salzburg, steht
sinnbildlich für das, was das Salzkammergut ausmacht – eine Region,
die so viel verbindet, für Einheimische und Gäste aus aller Welt.
Zwtl.: Touristisches Bündnis über Bundesländergrenzen
Ins Leben gerufen wurde „Salzkammergut verbindet“ anlässlich des
Kulturhauptstadt-Projekts Bad Ischl – Salzkammergut. Getragen wird
die Initiative von Oberösterreich Tourismus und SalzburgerLand
Tourismus sowie auf steirischer Seite vom Ausseerland Tourismus .
Gemeinsam mit dem TVB Salzkammergut und der damit verbundenen
Salzkammergut Tourismus Marketing GmbH entstand eine starke „Task
Force“ für den Tourismus, die – wie die Projektpartner betonen –
nicht nur der großen gemeinsamen Tourismusgeschichte in der Region
Rechnung trägt, sondern vor allem das zukünftige Potenzial des
Tourismus im Salzkammergut verstärken soll.
Dementsprechend stehen auch die politisch Verantwortlichen der
drei Bundesländer voll hinter dem Projekt. „Das Salzkammergut wurde
vor rund 500 Jahren erstmals urkundlich erwähnt – es ist keineswegs
zu spät, diese Region auch touristisch noch stärker gemeinsam zu
denken und zu entwickeln“, sagt Oberösterreichs Wirtschafts- und
Tourismuslandesrat Markus Achleitner .
„Zudem sprechen wir hier von jener Region mit der größten
Tourismusgeschichte in Österreich. Die Sommerfrische hat hier ihren
Ursprung und ist tief in allen Teilen des Salzkammerguts verankert –
als Lebensgefühl und als kulturelles Phänomen.“
Zwtl.: Prädestiniert für Ganzjahrestourismus
Was vor mehr als 100 Jahren schon hitzegeplagte Gäste aus der
Großstadt, Künstler auf der Suche nach inspirierenden Landschaften
und sogar die Kaiserfamilie anzog, ist heute aktueller denn je. Die
Sommerfrische erfährt ein echtes Revival und ist dementsprechend auch
eine tragende thematische Säule der aus der Initiative
hervorgegangenen Kampagne – aber nicht nur. „Vor allem geht es uns
darum, die Attraktivität des Salzkammerguts das ganze Jahr über zu
kommunizieren“, so Landesrat Achleitner. „Diese Region ist
prädestiniert für Ganzjahrestourismus: Wandern und Radfahren haben
hier von Frühjahr bis Spätherbst Saison. Und sogar im Winter gibt es
mit den beliebten Adventmärkten oder nun mit dem Alpinen Ski-Weltcup
in Dachstein West immer mehr Reise-Anreize.“
Zwtl.: Internationale Tourismusmarke mit großem Potenzial
Das Ziel der gemeinsamen Bewerbung ist daher klar: Die
Nebensaisonen stärken, damit die touristische Wertschöpfung in der
Region heben und vor allem den Betrieben mehr Auslastung und gute
Argumente verschaffen, noch länger offen zu halten.
Ein Blick in die Statistik zeigt: vergangenen Tourismusjahr
verzeichnete das Salzkammergut bundesländerübergreifend rund 5,6
Millionen Nächtigungen – das entspricht einem Wachstum von 24 Prozent
innerhalb der letzten zehn Jahre. Die größten und wichtigsten
Herkunftsmärkte sind Österreich mit einem Nächtigungsanteil von gut
45 Prozent, gefolgt von Deutschland mit rund 28 Prozent. Dahinter
folgen Länder wie Tschechien, die Niederlande und Ungarn. Aber auch
Großbritannien und Fernmärkte wie die USA und China finden sich in
den Top-10 der Herkunftsmärkte.
„Egal ob Kulinarik, Tradition, Weltkulturerbe, Aktivitäten oder
klassische Sommerfrische: Im Salzkammergut findet jeder genau das,
was er sucht. Die Region bündelt aber nicht nur das gesamte
touristische Spektrum, sondern verbindet zugleich drei Bundesländer.
Uns ist allen bewusst, dass sich unsere Gäste aus aller Welt nicht um
Grenzen kümmern, sondern das Salzkammergut als Ganzes genießen. Umso
wichtiger ist die gemeinsame Kooperation in diesem ganz besonderen
Dreiländereck“, sagt Stefan Schnöll, Landeshauptfrau-Stv. und
Tourismus-Landesrat in Salzburg . „Es freut mich sehr, dass wir
unsere Kräfte bündeln und Synergien nutzen, um gemeinsam die Basis
dafür zu schaffen, dass das Salzkammergut sowohl für Einheimische als
auch für Besucher aus aller Welt weiterhin ein Ort der Erholung und
Inspiration bleibt.“
Zwtl.: Gemeinsamer Lebens- und Kulturraum
Dass auch die Steiermark mit dem Ausseerland ein starker Partner
der Initiative ist, liegt für Landtagsabgeordnete Eva-Maria Kroismayr
-Baier, die bei dem Medientermin den steirischen Landeshauptmann
Mario Kunasek vertrat, auf der Hand: „Das Salzkammergut war für uns
immer ein gemeinsamer Lebens- und Kulturraum. Gerade im Ausseerland
zeigt sich, wie stark Traditionen und Brauchtum bis heute gelebt
werden. Diese Identität macht die Region unverwechselbar – und sie
endet nicht an Bundesländergrenzen.“
Darüber hinaus hebt Kroismayr-Baier die kulinarische Stärke der
Region hervor: „Das Salzkammergut ist ein Feinkostladen mit enormer
Vielfalt. Jede Region bringt ihre eigenen Spezialitäten ein – vom
fangfrischen Fisch aus den Seen über hochwertige Almprodukte bis hin
zu Wild und regionalen Köstlichkeiten. In Kombination mit den
typischen Produkten aus der gesamten Steiermark, etwa unseren
qualitätsvollen Weinen, entsteht ein kulinarisches Angebot, das
seinesgleichen sucht.“
Zwtl.: Drei Säulen tragen die gemeinsame Kampagne
All diese Stärken tragen die aus der Initiative hervorgegangenen
Kampagne „Salzkammergut verbindet“, die auf drei inhaltlichen Säulen
steht: Die vielfältigen Angebote rund um Aktivitäten in der Natur,
Kunst und Kultur sowie Genuss und Kulinarik. Ganz nach dem Motto
„Salzkammergut verbindet“ wird sie von den Projektpartnern mit
vereinten Kräften gestaltet und auch medialisiert wird.
Die Kampagne richtet sich gezielt an Gäste aus Österreich und
Deutschland, insbesondere aus urbanen Räumen wie Wien, München oder
der Metropolregion Nordrhein-Westfalen. Gerade hier ist die Sehnsucht
nach naturnahen Erlebnissen, Erholung und authentischen Angeboten
schließlich besonders groß. Geworben wird aufmerksam- und
reichweitenstark u.a. mit Megaboards und digitalen Screens an
zentralen Plätzen, großen Kampagnen auf Bahnhöfen (die gleich mit
konkreten Bahn-Anreiseangebote verbunden sind) sowie auf führenden
Online- und Social-Media-Portalen.
Zwtl.: Rad & Bike im Fokus: Weite Aussichten, breites Angebot
„Wir setzen dabei jedes Jahr einen besonderen Fokus. Heuer ist es
das Thema Rad in allen Ausprägungen – von Genussrad über Rennrad und
Gravelbike bis Mountainbike. Radfahren verbindet im wahrsten Sinne
des Wortes: Viele unserer Radwege und -angebote verlaufen ja ganz
selbstverständlich über Landesgrenzen hinweg“, erklärt Andreas
Winkelhofer, Geschäftsführer von Oberösterreich Tourismus und einer
der Initiatoren von „Salzkammergut verbindet“.
„Routen wie der Berge-Seen eTrail, die Dachsteinrunde oder der
Salzkammergut Radweg verbinden die schönsten Plätze entlang von Seen
und in den Bergen. So weit wie die Aussicht, so breit ist das
Angebot: Wir begeistern mit unserer Kampagne Genussradler ebenso für
das Salzkammergut wie ambitionierte Sportler, die bei Events wie der
der Salzkammergut Mountainbike Trophy, dem King of the Lake rund um
den Attersee, dem Mondsee 5Seen Radmarathon oder dem Gravel Around
Salzkammergut – als Teil des legendären Race Around Austria und der
Ultracycling-WM – voll auf ihre Kosten kommen.“
Kulinarik: Regionale Qualitätsküche von der Alm bis zum Stern
„Auch kulinarisch zeigt sich die Region ihren Gästen von ihrer
allerbesten Seite“, betont Leo Bauernberger, Geschäftsführer von
SalzburgerLand Tourismus. “Spitzenköche wie Dominik Edlinger im
Restaurant SeeSushi in Strobl, Dominik Utassy auf der Geiger Alm in
Altaussee, Lukas Nagl im Bootshaus in Traunkirchen oder Stefan
Fischer im Atelier Fischer in St. Gilgen schöpfen ihre Inspiration
direkt aus der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft des
Salzkammerguts. Gleichzeitig beliefern erstklassige Produzenten die
Restaurants und Wirtshäuser mit hochwertigen Zutaten aus der
unmittelbaren Region. Dazu kommen handgemachte Spezialitäten von den
Almen, die jede Wanderung oder Mountainbike-Tour auch kulinarisch zu
einem besonderen Erlebnis machen.”
Zwtl.: Kultur: Mozart, Kaiser und Narzissen
Die kulturelle Vielfalt schließlich reicht von international
renommierten Festivals bis hin zu tief verwurzeltem Brauchtum. Mario
Seebacher, Vorsitzender von Ausseerland Tourismus, betont diese
besondere Kombination: „Das Salzkammergut vereint Hochkultur und
gelebte Tradition auf einzigartige Weise. Große kulturelle Ereignisse
stehen hier gleichberechtigt neben regionalen Festen und Bräuchen,
die seit Generationen gepflegt werden. Diese Bandbreite zeigt sich im
gesamten Jahreslauf.“
Das Narzissenfest in Bad Aussee zählt zu den bekanntesten
Brauchtums-veranstaltungen Österreichs, Veranstaltungen wie die
Kaisertage in Bad Ischl oder der Wolfgangseer Advent vereinen
gelebtes Brauchtum mit besonderer Atmosphäre. Gleichzeitig setzt die
Region auch international kulturelle Akzente: Die Salzburger
Festspiele, das diesjährige Mozart-Jubiläumsjahr mit Programmen in
Salzburg und St. Gilgen sowie Formate wie die Salzkammergut
Festwochen in Gmunden belegen ein Angebot von Weltformat.
Zwtl.: Welterbe-Region als touristisches Erlebnis
Reich ist die Region auch an kulturellem Erbe, das für Gäste auf
vielfältige Weise erlebbar gemacht wird: Die Kulturlandschaft
Hallstatt-Salzkammergut wurden ebenso wie die prähistorischen
Pfahlbauten am Attersee und Mondsee zum UNESCO Welterbe ernannt. Zum
immateriellen Kulturerbe der Region zählen u.a. Fetzenzug und
Glöcklerlauf in Ebensee sowie das Keramik-Handwerk aus Gmunden.
Zwtl.: Starke Perspektiven durch Zusammenarbeit
Durch die Initiative wird diese Vielfalt nun noch stärker als
gemeinsames Ganzes positioniert. Stefan Brandlehner, seit Beginn des
Jahres Geschäftsführer des Tourismusverbands Salzkammergut, sieht
darin großes Potenzial: „Was mir nach kurzer Zeit schon besonders
auffällt, ist der starke Wille zur Zusammenarbeit innerhalb der
Region. Große Leitbetriebe bis hin zu kleinen, feinen Angebotsträgern
– alle brennen für die gemeinsame Sache und dafür, unser
Salzkammergut als attraktive Urlaubsdestination qualitativ
weiterzuentwickeln. Initiativen wie ‚Salzkammergut verbindet‘ sind
genau für dieses Ziel der richtige Turbo – weil durch gemeinsame
Anstrengung Kräfte und Marktpotenziale mobilisiert werden, die jeder
einzelne Partner alleine nicht in der Form stemmen könnte.“
„Salzkammergut verbindet“ steht damit für mehr als eine Kampagne
– es ist ein klares Bekenntnis zur gemeinsamen Zukunft einer der
bedeutendsten Tourismusregionen Österreichs.