Wien (OTS) – Der Baustart im Projekt „Attraktivierung der
Verbindungsbahn“ ist ein
entscheidender Moment für die zukünftige Mobilität in Hietzing und im
gesamten Westen Wiens. Im Endausbau wird es drei Stationen in
Hietzing geben und eine Anbindung der S80 an alle fünf U-Bahnlinien,
im 15-Minuten-Takt.
„Bei einem derartig großen Projekt ist die laufende Information
der Bevölkerung unbedingt notwendig. Daher ist es wichtig, dass es
eine Ombudsstelle geben wird. Eine niederschwellige
Kommunikationsstruktur ist entscheidend, um Vertrauen zu stärken und
Konflikte frühzeitig zu entschärfen. Ich freue mich auch, dass die
ÖBB bereits zugesagt haben, den Infopoint in der Speisinger Straße
als zentrale Anlaufstelle wieder zu eröffnen. Auf der zweiten Schiene
benötigt es aber auch einen regelmäßigen Informationsaustausch
zwischen Bezirkspolitik und ÖBB. Hier ist die ÖVP Hietzing gefordert,
die Arbeitsgruppen in der Bezirksvertretung schnellstens wieder zu
starten, da es notwendig ist, eine inhaltliche Diskussion über die
Gestaltung der Stationen, Plätze und über den Bereich unter der
kommenden Hochtrasse, zu führen. In den ersten Projektabschnitt fällt
der Bau der Station Hietzinger Hauptstraße, hier ist es wichtig, sich
rechtzeitig in die Umfeldgestaltung einzubringen“, betont der
stellvertretende Bezirksvorsteher Marcel Höckner (SPÖ).
„Besondere Aufmerksamkeit verdient die Gestaltung der Bereiche
unter der Hochtrasse. Diese Räume dürfen nicht zu dunklen,
ungenutzten Zonen verkommen, im Gegenteil sollten sie für die
Allgemeinheit geöffnet, gut beleuchtet und einladend gestaltet
werden. Die Schaffung einer öffentlichen Parkanlage und von
ausreichenden Möglichkeiten zur Querung unterhalb Bahntrasse zu Fuß
und mit dem Rad wären eine sinnvolle Nutzung. So würden wir auch
einen Mehrwert für das Grätzl schaffen“, ergänzt SPÖ-Bezirksrat
Flavio Schily.
Für die SPÖ Hietzing ist klar, dass der Fokus auch auf die
Ersatzpflanzungen gelegt werden muss. „Es ist verständlich, dass die
neuen Stationen Platz benötigen und dem öffentlichen Verkehr eine
wichtige Rolle zukommt. Gleichzeitig verbessert jeder Baum das
Mikroklima und die Aufenthaltsqualität im Bezirk. Daher ist es uns
ein Anliegen, möglichst viele Bäume im öffentlichen Raum zu erhalten
und zusätzliche Grünräume zu schaffen“, hält der stellvertretende
Bezirksvorsteher Marcel Höckner fest.
„Eine große Herausforderung ist sicherlich die Sperre der S80 bis
Ende 2027. Allerdings ist die Anbindung der Hietzinger Hauptstraße
mit einer Station im Schienenersatzverkehr eine gute Lösung, da auch
später dort eine der neuen S-Bahn-Stationen stehen wird. Eine weitere
Verbesserung für die Anrainerinnen und Anrainer bringt die
Herstellung eines Lärmschutzes entlang der gesamten Strecke“, so die
beiden Bezirkspolitiker abschließend. (Schluss)