Personalnot ist lösbar!

Wien (OTS) – Schwerpunktwoche “Personalnot ist lösbar” startet:

Die Woche vom 11. bis 15. Mai steht ganz im Zeichen der
Initiative “Personalnot ist lösbar” (
https://fairsorgen.at/personalnot-ist-loesbar/ ). Das gleichnamige
Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, kirchlichen
Initiativen und Interessensvertretungen, auch aus dem
gewerkschaftlichen Bereich, macht mit einer Schwerpunktwoche auf die
dramatische Personalnot im Care-Bereich, insbesondere in Pflege,
Elementarbildung, Sozialer Arbeit und Inklusion aufmerksam – und
zeigt zugleich konkrete Lösungen auf.

Dem Bündnis gehören an: Attac Österreich, >AUGE Wien,
FAIRSorgen!, Inklusion Österreich, Interessensgemeinschaft
Social/GPA, Katholische Frauenbewegung Österreich, NeBÖ – Netzwerk
Elementare Bildung Österreich, Projekt Pflegestützpunkt, Team mensch&
arbeit (KAB Oberösterreich) sowie Treffpunkt Pflegepersonal der
Diözese Linz.

“Die Personalnot ist kein Naturgesetz, sondern Ergebnis
politischer Entscheidungen. Gute Versorgung für alle ist möglich –
wenn die Bundesregierung endlich konsequent handelt” , betont das
Bündnis.

Drei Videos zu konkreten Lösungsansätzen

Im Rahmen der Schwerpunktwoche veröffentlicht das Bündnis drei
Kurzvideos zu zentralen Care-Bereichen:

– 12. Mai – Internationaler Tag der Pflege:
“Personalnot ist lösbar in der Pflege”;

– 13. Mai:
„Personalnot ist lösbar in der Elementarbildung“;

– 15. Mai:
“Personalnot ist lösbar in der Sozialen Arbeit und Inklusion”;

Die Videos machen die Dringlichkeit der Situation sichtbar und
fordert zum Handeln auf. Bessere Arbeitsbedingungen, mehr Personal,
ausreichende öffentliche Finanzierung und echte Mitbestimmung können
die Situation nachhaltig verbessern.

Aufruf an die Bundesregierung

Begleitend zur Schwerpunktwoche ruft das Bündnis die Bevölkerung
dazu auf, sich direkt an die Mitglieder der Bundesregierung zu wenden
und politische Maßnahmen gegen die Personalnot einzufordern.

“Jede und jeder von uns ist irgendwann auf Pflege, Betreuung,
Bildung oder soziale Unterstützung angewiesen. Die Frage ist nicht ob
– sondern ob jemand da ist, wenn wir Unterstützung brauchen”, heißt
es im gemeinsamen Aufruf.

Das Bündnis fordert konkret:

Im Bereich der Pflege:

– Investitionen in bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege: weniger
Bürokratie, mehr Zeit für Menschen sowie wirksame
Gesundheitsförderung für längeren Verbleib im Berufsleben;

– Mehr Personal, insbesondere im Nachtdienst sowie das Ende von
Einzeldiensten;

– Gerechte Bezahlung in der Pflege: Absicherung des Pflegebonus und
Angleichung der Bezahlung der Langzeitpflege an den Akutbereich.

Im Bereich der Elementarpädagogik:

– Arbeitsbedingungen, die sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen
orientieren – insbesondere durch deutlich kleinere Gruppen, eine
bessere Relation von Pädagog*innen zu Kindern sowie
multiprofessionelle Teams,

– einen qualitativ hochwertigen Kindergartenplatz für alle Kinder im
Sinne der Inklusion.

Im Bereich der Sozialen Arbeit und Inklusion:

– stabile Finanzierung und ausreichend Personal in der Sozialen
Arbeit und Inklusion in allen Lebensbereichen;

– ein inklusives Schulsystem und einen Rechtsanspruch auf inklusive
Bildung während der gesamten Pflichtschulzeit – ohne
Sondergenehmigungen,

– die Stärkung der sozialen Arbeit durch bessere Rahmenbedingungen
und mehr Personal.

Das Positionspapier “Personalnot ist lösbar!” wird gemeinsam mit
dieser Presseaussendung veröffentlicht: https://fairsorgen.at/wp-
content/uploads/2026/05/Personalnot-ist-loesbar-Hintergrundpapier.pdf

Weitere Informationen zur Schwerpunktwoche, zum Bündnis sowie
Materialien und Mitmachmöglichkeiten finden sich unter: FAIRSorgen! –
Personalnot ist lösbar .