KV Chemische Industrie: keine Einigung in fünfter Runde

Wien (OTS) – Die fünfte Verhandlungsrunde für die rund 50.000
Beschäftigten der
Chemischen Industrie wurde heute, Freitag, von einer Kundgebung der
Beschäftigten vor der Wirtschaftskammer Österreich in Wien begleitet.

Das Angebot der Arbeitgeber einer Einmalzahlung in Höhe von 250
Euro, das heute zum zweiten Mal nicht aufgebessert wurde, wurde von
den Gewerkschaften GPA und PRO-GE weiterhin als nicht ausreichend
erachtet und abgelehnt. Die Gewerkschaften beraten nun über weitere
Maßnahmen ++++

Die Verhandler der Arbeitnehmer:innenseite, Mario Mayrwöger (GPA)
und Hubert Bunderla (PRO-GE) kommentieren die heutigen Verhandlungen:
„Die Arbeitgeber legen eine Blockadehaltung an den Tag und wollen es
offenbar drauf ankommen lassen. Mit einer Einmalzahlung von 250 Euro
lassen wir uns sicher nicht abspeisen.“

„Das Angebot der Arbeitgeber ist respektlos und eine Missachtung
der guten Arbeit, die die Beschäftigten jeden Tag leisten, um den
Unternehmenserfolg zu gewährleisten. Während beim Kollektivvertrag
die Sparstrümpfe getragen werden, haben die Arbeitgeber bei den
Managementvergütungen die Spendierhosen an. Die Beschäftigten werden
sich das nicht bieten lassen“, sagen Mayrwöger und Bunderla.

„Wir beraten nun über weitere Maßnahmen. Wir sind
verhandlungsbereit. Ein stumpfes Beharren am bisherigen Angebot ist
aber alles andere als eine Verhandlung“, so die Gewerkschafter
abschließend.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 21.05.2026 statt.