NEOS Wien/Währing: Schulsanierung statt überdimensioniertem Umbau am Aumannplatz

Wien (OTS) – Das von Bezirksvorsteherin Silvia Nossek vorgestellte
Grobkonzept zur
Neugestaltung des Aumannplatzes stößt bei den NEOS in Währing auf
Kritik. Zwar finden sie eine Aufwertung und Begrünung des
öffentlichen Raums prinzipiell begrüßenswert – die aktuelle
finanzielle Lage des Bezirks macht eine Umsetzung laut ihnen jedoch
unmöglich, da das Geld für wichtigere Projekte gebraucht wird. Auch
die geplante Verkehrsführung sehen sie problematisch.

„Der Aumannplatz ist ein wichtiger öffentlicher Raum in unserem
Bezirk, der zweifellos eine Aufwertung verdient“, erklärt Manuela-
Anna Sumah-Vospernik, Bezirkssprecherin von NEOS Währing. „Doch
angesichts knapper Budgets müssen wir Prioritäten setzen – und für
uns steht fest: Investitionen in Bildung und die Sanierung unserer
Schulen haben Vorrang. Die Mittel, die für den Umbau benötigt werden,
sollten lieber in die dringend notwendige Sanierung von Schulen im
Bezirk, wie etwa der Mittelschule Schop79, fließen. Denn gut
ausgestattete und sichere Bildungseinrichtungen sind die Grundlage
für die Zukunft unserer Kinder – und damit für den gesamten Bezirk“,
so Sumah-Vospernik.

Einer Aufwertung zu einem späteren Zeitpunkt oder Teilmaßnahmen,
um die Aufenthaltsqualität vor Ort zu verbessern, stehen NEOS offen
gegenüber. Das Gesamtkonzept, dessen Finanzierung bislang unklar ist
und auch keine deutliche Verbesserung der Verkehrssituation mit sich
bringt können sie zum derzeitigen Zeitpunkt jedoch nicht
unterstützen.

„Wir befürworten die Aufwertung des Aumannplatzes im Sinne der
Ergebnisse der Bürger:innenbeteiligung“, ergänzt Johannes Mühlbacher,
Klubvorsitzender von NEOS Währing. „Die Attraktivierung des Parks und
die Wiedererrichtung einer öffentlichen Toilette sind wichtige
Maßnahmen, die wir ausdrücklich befürworten. Allerdings ist zu
erwarten, dass die Gesamtkosten für das vorgestellte Projekt sehr
hoch ausfallen werden, während die Finanzierung dafür bislang völlig
unklar ist und es noch nicht einmal einen Kostenrahmen gibt.“

Zusätzlich wollen NEOS eine ganzheitliche Betrachtung der
Verkehrssituation im Bezirk. Zwar würde die Neugestaltung den
Aumannplatz aufwerten, doch die vorgeschlagene neue Verkehrsführung
würde den gesamten stadteinwärts führenden Kfz-Verkehr über die
Währinger Straße leiten, anstatt wie bisher über die Gentzgasse. Die
Währinger Straße ist die wichtigste Einkaufsstraße im Bezirk und
verdient laut NEOS Währing eine Aufwertung – nicht eine zusätzliche,
erhebliche Verkehrsbelastung. Die absehbare zusätzliche Blockierung
der Straßenbahnlinien lehnen NEOS Währing klar ab.