Neuer Elsevier-Länderreport belegt: Österreichs Universitäten liefern Weltklasse-Forschung für Innovation und Wohlstand

Wien (OTS) – Eine Analyse von Elsevier , einem weltweit führenden
Anbieter
qualitätsgesicherter Informations- und Entscheidungsunterstützung für
Wissenschaft und Gesundheitswesen, zeigt eindeutig: Österreich ist
zwar eine kleine, zugleich aber exzellente Wissenschafts- und
Technologienation.

Mit rund 0,1 Prozent der Weltbevölkerung erzeugen wir etwa 0,8
Prozent der globalen wissenschaftlichen Produktion und erreichen mit
einem Field-Weighted Citation Impact (FWCI, ein Maß für
Forschungsqualität) von 1,54 eine Sichtbarkeit, die 54 Prozent über
dem weltweiten Durchschnitt liegt. Forschung „Made in Austria“ wirkt
also über Institutionen, Disziplinen und Regionen hinweg und sendet
ein eindeutiges Zeichen an die öffentliche Hand: Investitionen in
Wissenschaft und Forschung lohnen sich. Das bedeutet, dass auch
angesichts von hohem Druck auf die öffentlichen Haushalte,
verlässliche Universitätsbudgets aufgestellt werden müssen, um
Österreichs und Europas Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Der vorliegende Länderbericht ist Teil der „Science Nation“ –
Reihe von Elsevier, die vergleichende Datenanalysen nationaler und
regionaler Forschungs- und Innovationssysteme liefert. Diese Berichte
zielen darauf ab, die Leistung eines Landes im internationalen
Kontext zu ermitteln, Stärken zu bewerten und Bereiche für weitere
Entwicklung zu definieren:

– Download Website TU Austria: Elsevier-Länderreport „Austria as a
science and technology nation” [pdf, 2026, english]

– Download Website Elsevier https://www.elsevier.com/academic-and-
research-leader/science-nation

Zwtl.: Value for money: starke Publikations- und Patent-Leistung der
Universitäten

Die Leistungsfähigkeit der öffentlich finanzierten Universitäten
(Anm.: Mitglieder der Universitätenkonferenz uniko ) zeigt sich
eindrucksvoll in den aktuellen Berichtsdaten: Laut Elsevier sind im
Zeitraum 2020 – 2024 die Universitäten für rund 75 Prozent aller
wissenschaftlichen Publikationen in Österreich maßgeblich
verantwortlich, die öffentlich finanzierten Fachhochschulen für 3
Prozent.

Ebenso manifestieren sich lohnende Investitionen der öffentlichen
Hand in der starken Rolle der Universitäten im Innovationsbereich:
Laut einer Studie des Österreichischen Patentamts aus 2025 stellen
Universitäten mit 74 Prozent (4.179 Anmeldungen) den mit Abstand
größten Anteil an Patenten und Gebrauchsmustern unter den
Forschungseinrichtungen seit dem Jahr 2000. Außeruniversitäre
Einrichtungen folgen mit 23,4 Prozent (1.323 Anmeldungen),
Fachhochschulen mit 2,5 Prozent (142 Anmeldungen). Diese Zahlen
unterstreichen die zentrale Bedeutung der Universitäten als tragende
Säule des Wissenschafts- und Innovationsstandorts Österreich.

Zwtl.: TU Austria: Österreichs Deep-Tech-Motor

Die TU Austria – die Allianz aus TU Wien, TU Graz,
Montanuniversität Leoben und den assoziierten Partnern BOKU und den
Technischen Fakultäten der Universität Innsbruck und JKU Linz –
bündelt komplementäre Stärken zu einem Ökosystem, das einzelne
Universitäten allein nicht erreichen könnten. Das schafft kritische
Masse, senkt Transaktionskosten für Großkonsortien und macht
Österreich international anschlussfähig.

Zwtl.: Messbarer Wettbewerbsvorteil: Wertschöpfung durch Wissenschaft
–Wirtschafts- und Industrie-Kooperation

Österreichs Forschungsleistung basiert auf Kooperation: 67
Prozent aller Publikationen entstehen durch internationale
Zusammenarbeit – deutlich über dem EU-27-Schnitt von 43 Prozent.
Diese Offenheit verleiht Sichtbarkeit, beschleunigt Wissensaustausch
und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit in europäischen Förderprogrammen.
Patentbezogene Indikatoren und starke Wissenschaft-Industrie-
Koautor_innenschaft zeigen: Technische Forschung ist tief in der
Industrie eingebettet und fließt in Erfindungen und
Technologieentwicklung, was besonders relevant für
Ingenieurwissenschaften ist.

Diese enge Verknüpfung zwischen Industrieunternehmen und den
heimischen Forschungsstätten zeigt sich auch darin, dass 8,8 Prozent
der österreichischen Publikationen gemeinsam mit Unternehmenspartnern
entstehen (EU: 3,9 Prozent, global: 2,6 Prozent). Die TU-Austria-
Allianz liegt mit einem Wert von 10,2 Prozent noch einmal deutlich
höher – ein klarer Beleg für die enge Verzahnung von
Grundlagenforschung und Anwendung sowie für ein tragfähiges
Innovationsökosystem. Technische Universitäten wie etwa die TU Graz
erreichen Spitzenwerte bei Co-Publikationen mit Industriepartnern,
was die direkte Umsetzung in nutzbare Technologien deutlich macht.
Dieses Muster ist strukturell: Technische Einrichtungen sind
besonders dort stark, wo Forschung unmittelbar mit Innovation
verknüpft ist.

Zwtl.: Schlüsseltechnologien: hohe Forschungsintensität in Österreich

Österreich weist in Schlüsselbereichen eine über dem weltweiten
Durchschnitt liegende Forschungsintensität auf:

– Im Bereich der Künstlichen Intelligenz bilden die TU Wien (1.032
Publikationen, FWCI 1,87) und die TU Graz (724 Publikationen, FWCI
1,86) das Rückgrat der österreichischen KI-Forschung, wobei die
Unternehmenspartner der TU Austria (Silicon Austria Labs, Infineon
Technologies Austria AG, AVL List GmbH) eine zentrale Schnittstelle
zwischen Wissenschaft und Industrie bilden.

– Im Bereich der Quantentechnologien liegt Österreich über dem
weltweiten und dem EU-Durchschnitt (1,2 Prozent des österreichischen
Outputs gegenüber 0,8 Prozent weltweit und in der EU), wobei die
Zitierleistung alle G7-Länder übertrifft; die Universität Innsbruck
ist Österreichs zweitproduktivste Einrichtung im Bereich der
Quantentechnologie (507 Publikationen, FWCI 2,45).

– Im Bereich Werkstoffe (advanced materials and critical materials)
belegen die Montanuniversität Leoben, die TU Wien und die TU Graz die
ersten drei Plätze. Die TU Austria verzeichnet die höchste Anzahl an
zitierten Patenten in diesem Bereich, wobei die voestalpine AG der
führende Industriepartner ist.

Zwtl.: Von Evidenz zur Wirkung: Österreichische Forschung relevant
für politische Entscheidungen und die Erreichung gesellschaftlicher
Ziele

8,9 Prozent der österreichischen Forschung werden in Policy-
Dokumenten (Berichte aus Regierungen, NGOs oder internationalen
Organisationen, Think Tanks usw.) zitiert – über EU-Durchschnitt und
deutlich über dem globalen Referenzwert. Das zeigt: Unsere
Universitäten liefern evidenzbasierte Beiträge für politische
Entscheidungen und Rahmenbedingungen. Universitäten tragen damit
nicht nur zur Technologieentwicklung, sondern auch zu kritischem
Denken, evidenzbasiertem Diskurs und demokratischer Resilienz bei.
Eine Stärke, die in geopolitisch unsicheren Zeiten strategisch an
Bedeutung gewinnt. Zudem positionieren SDG- und Politik-Signale die
Universitäten als umsetzungsorientierte Systempartner für
Energiewende, Klimaschutz, industrielle Transformation und resiliente
Städte. Alles Bereiche mit hoher technischer Komplexität und langen
Investitionshorizonten.

Zwtl.: Ein wichtiger Erfolgsfaktor: ein arbeitsteiliges und
komplementäres Hochschulsystem

Österreichs Hochschulsystem ist ein Ökosystem der Arbeitsteilung:
Volluniversitäten sichern Breite, medizinische Universitäten
verbinden hohe Publikationsintensität mit durchgehend starker
Zitierwirkung, technische Universitäten und außeruniversitäre
Forschungseinrichtungen sind besonders stark, wo Forschung direkt mit
Industrie und Innovation verknüpft ist. Diese Rollenverteilung
erklärt, wie Österreich in mehreren Dimensionen gleichzeitig
überdurchschnittlich performt.

Zwtl.: Fokus, Talente, Stabilität: nachhaltige Rahmenbedingungen sind
Grundvoraussetzung

Die Daten sprechen eine klare Sprache: Österreichs Universitäten
zeigen wissenschaftliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche
Wirkung weit über Systemgrenzen hinaus. Damit das so bleibt,
benötigen sie stabile Rahmenbedingungen, nachhaltige Talentförderung
und eine konsolidierte, offene Forschungs- und Technologiepolitik.
Die Industrie investiert bereits stark und trägt einen maßgeblichen
Anteil der gesamtstaatlichen F&E-Ausgaben, aber die Investition in
Projekte mit den Universitäten geht spürbar zurück. Um
Innovationskraft und technologische Souveränität Österreichs zu
sichern, müssen sich die Forschungs- und Lehrinstitutionen auf
verlässliche öffentliche Budgets stützen, die als starker Hebel für
private Investitionen und als Garant für Spitzenforschung und
Wettbewerbsfähigkeit dienen.

Der aktuelle Länderreport stellt zudem einen datengestützten
Beitrag zur aktuell in Arbeit befindlichen „Hochschulstrategie 2040“
des BMFWF dar, die acht Themenbereiche umfasst und auf einer breiten
Beteiligung der Interessengruppen basiert. Der quantitative
Schwerpunkt des Berichts liegt vor allem auf den Themenbereichen, zu
denen die Bibliometrie einen Beitrag leisten kann (internationale
Sichtbarkeit, Exzellenz, Wissenstransfer, politische Umsetzung) und
sollte im Zusammenhang mit ergänzenden Erkenntnissen zu Lehr- und
Studienbedingungen, Inklusion, Karrierewegen, Governance und
Finanzierung gelesen werden.

Österreich ist ein „Hidden Champion“ in Wissenschaft und
Technologie mit international sichtbarer, hoher Qualität, starker
Vernetzung und direkter Wirkung auf Wirtschaft und Politik. Jeder
investierte Euro in unsere Universitäten und das gesamte
Hochschulsystem trägt zu Exzellenz, Innovation sowie
gesellschaftlichem Fortschritt und Wohlstand bei. Die TU Austria und
ihre Partner stehen bereit, die österreichische Forschungs- und
Innovationslandschaft weiterhin aktiv mitzugestalten, um
Wertschöpfung zu generieren, Resilienz zu fördern und Europas
technologische Souveränität zu sichern.