Sport machen und Strom tanken?

Wien (OTS) – Was auf den ersten Blick verwundert, hat auf den zweiten
durchaus
Sinn. 90 Prozent der Sportvereine in Österreich liegen im ländlichen
Raum. Sie haben in der Regel Parkplätze vor dem Clubhaus. Was wäre,
so die »Big Idea«, wenn man hier – in der Zeit, in der man ein paar
Bälle schlägt oder dem Junior beim Wettkampf zuschaut – Strom tanken,
sprich den Akku seines Elektroautos aufladen könnte? So jedenfalls
die Überlegungen des Allgemeinen Sportverbandes Österreich (ASVÖ) vor
gut einem Jahr. Heute ist das Projekt, »ASVÖ e-Power« genannt, so gut
wie in trockenen Tüchern, ist die einhundertste (!) »Stromtankstelle«
beim Skiklub Sölden in Tirol installiert und an die Betreiber
übergeben.

»Ein Sportdachverband«, so ASVÖ-Präsident Peter Reichl , »muss
seinen Mitgliedsvereinen Angebote machen!« Dass es am Ende die
richtigen und rundum wasserdichten Angebote sind, dafür hat dann der
Generalsekretär des Verbandes, Wilhelm Blecha , gesorgt. Immerhin
sind für das Projekt »ASVÖ e-Power« einige Hard- und Software-Player
an einen gemeinsamen Tisch zu bringen. »Wir haben gemeinsam mit den
anderen Dachverbänden«, so Blecha, »auch beim Minister Peter Hanke –
bekanntlich zuständig für Innovation, Mobilität und Infrastruktur –
offene Türen vorgefunden . Der Minister ist mehr wie angetan und hat
für die Zukunft entsprechende Fördermittel in Aussicht gestellt.«

Dass die Zukunft »mehr Strom und weniger Öl« heißt, hat einmal
mehr auch die Fachtagung »Wiener Motorensymposium« Ende April
bestätigt. Und wir hätten die jüngste Krise am Golf nicht gebraucht,
um drastisch vor Augen geführt zu bekommen, was Abhängigkeit
bedeutet. In letzter Konsequenz geht es aber, neben den nach wie vor
Nummer-eins-Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit, um unser aller
Gesundheit. Und spätestens hier sind wir wiederum beim Sport: 2,7
Millionen Österreicherinnen und Österreicher besuchen regelmäßig die
rund 15.000 Sportvereine im Land. Und sie machen das vorrangig aus
gesundheitlichen Gründen. Und Gesundheit, so die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist »ein dynamisches Zusammenspiel
aus körperlichem, psychischem und sozialem Wohlbefinden.« Sie setzt
auf ein ganzheitliches Verständnis, betont Prävention sowie
gesellschaftliche Verantwortung! Aus gutem Grund schreibt daher der
Gesetzgeber in das Sportfördergesetz, dass sich diese 15.000
Sportvereine mit dem weit über 25-Prozent-Anteil an der
Gesamtbevölkerung um Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit
kümmern mögen.

Dass Sportvereine mit dem Betreiben von »Stromtankstellen« –
rechtlich abgesichert – eine weitere Einnahmemöglichkeit bekommen
können, darf zu guter Letzt hier auch Erwähnung finden. »Diese auch
ökonomisch interessante Maßnahme«, so der ASVÖ-Tirol-Präsident Hubert
Piegger , »ist ein weiterer Beleg dafür, dass wir als
Sportdachverband gemeinsam mit unseren Vereinen umwelttechnologisch
auf der Höhe der Zeit sind«.

Zwtl.: Der Allgemeine Sportverband Österreich (ASVÖ) – Wir machen
Sport!

Der ASVÖ vertritt österreichweit seit 1949 überparteilich,
unabhängig und nachhaltig die Interessen von 5.544 Vereinen mit rund
1.000.000 Mitgliedern in mehr als 120 Sportarten und sichert damit
die Grundlagen für starken Breiten- und Gesundheitssport sowie
erfolgreichen Spitzensport in Österreich. Der ASVÖ unterstützt
Vereine im Sportbetrieb und bei der Erhaltung von Sportanlagen,
organisiert Lehrgänge, Wettkämpfe und Fortbildungen und entwickelt
Programme zur Gesundheitsförderung. Mit gezielten Förderungen stärkt
der ASVÖ die Basis des Sports und ermöglicht es dadurch Menschen in
ganz Österreich, quer durch alle Alters- und Leistungsstufen, ihre
persönliche Leidenschaft und Sportbegeisterung zu leben. www.asvoe.at