FPÖ-Keyl: „Freie Kirche in freiem Staat heißt auch: keine parteipolitische Kanzel und keine Kirchensteuer“

Sankt Pölten (OTS) – „Mittlerweile ist ein klares parteipolitisches
Muster bei
österreichischen Bischöfen erkennbar. Erst Erzbischof Franz Lackner
mit seiner wenig durchdachten Kritik an FPÖ-Bundesparteiobmann
Herbert Kickl, nun Bischof Hermann Glettler mit parteipolitischen
Anspielungen von der Kanzel. Das hat mit einer freien Kirche in einem
freien Staat nichts mehr zu tun“, kommentiert FPÖ Niederösterreich
Verfassungssprecher LAbg. Hubert Keyl die Debatte rund um Glettlers
Predigt bei der Feldmesse am Gauder Fest im Zillertal.

Wenn nun im Zusammenhang mit Glettler von Anstand die Rede sei,
dann solle dieser Anstand auch von den Kirchenvertretern selbst
eingefordert werden. „Wenn ein Bischof FPÖ-Wähler in einer Predigt
herabsetzt oder parteipolitisch belehrt, dann soll er zumindest so
viel Anstand zeigen, auf deren Kirchenbeiträge zu verzichten. Alles
andere ist Heuchelei“, betont Keyl.

Für Keyl ist die Trennung von Kirche und Staat keine
Einbahnstraße: „Eine freie Kirche in einem freien Staat bedeutet
nicht, dass Bischöfe und Erzbischöfe politisch gegen die FPÖ predigen
und danach empört reagieren, wenn es Widerspruch gibt. Wer Politik
macht, muss politische Kritik aushalten.“

„Keine ORF-Zwangssteuer und keine Kirchensteuer – das nenne ich
Freiheit. Der Kirchenbeitrag ist das letzte Relikt einer sehr dunklen
Zeit und gehört abgeschafft. Das ist mein Verständnis von einer
freien Kirche in einem freien Staat“, so Keyl weiter.

„Den Einnahmenausfall können dann ja jene ersetzen, für die
manche Kirchenvertreter offenbar Wahlkampf machen. Die FPÖ-Wähler
brauchen jedenfalls keine moralische Bevormundung von der Kanzel,
während ihnen gleichzeitig jedes Jahr der Kirchenbeitrag
vorgeschrieben wird“, schließt Hubert Keyl.