Wien (OTS) – Die Grundsteuer in Österreich ist seit Jahrzehnten nicht
mehr
angepasst worden – und das hat Folgen: Viele Gemeinden kämpfen mit
knappen Budgets, während wichtige Investitionen in Schulen,
Kindergärten, Kultur und Sport auf der Strecke bleiben.
younion _ Die Daseinsgewerkschaft spricht sich klar für eine faire
Erhöhung der Grundsteuer aus. Denn: Wer von Grund und Boden
profitiert, soll auch einen gerechten Beitrag für das Gemeinwohl
leisten.
„Unsere Mitglieder erleben täglich, wie schwierig es ist, mit
immer weniger Mitteln immer mehr leisten zu müssen. Die Grundsteuer
ist ein wichtiger Hebel, um die Finanzierung der Daseinsvorsorge
langfristig abzusichern“, betont Christian Meidlinger, Vorsitzender
der younion _ Die Daseinsgewerkschaft.
Die Gewerkschaft fordert, dass die Mehreinnahmen gezielt in die
Verbesserung öffentlicher Dienstleistungen fließen – etwa in die
Sanierung von Schulen, den Ausbau von Kultur- und Sporteinrichtungen
und die Stärkung sozialer Angebote. Gleichzeitig muss sichergestellt
werden, dass die Erhöhung sozial verträglich gestaltet wird und
kleine Haushalte nicht überfordert.
„Fast die Hälfte der Gemeinden schreibt zurzeit ein Minus. Das
liegt nicht am schlechten Wirtschaften, sondern an Machtspielen der
Länder. Sie wollen die Gemeinden finanziell abhängig halten, damit
sie ihren Einfluss nicht verlieren. Dieses finanzielle Aushungern
bekommen die Bürgerinnen und Bürger aber immer mehr zu spüren. Was es
jetzt braucht, sind starke Gemeinden mit einer soliden finanziellen
Basis. Nur so können sie auch in Zukunft ein gutes Leben für alle
sichern“, so Meidlinger abschließend.