St. Pölten (OTS) – Am gestrigen Samstagabend wurde das neue
Feuerwehrhaus Hadres-
Untermarkersdorf offiziell eingeweiht. Zahlreiche Fest- und
Ehrengäste – allen voran Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die
die Festrede hielt – nahmen am Festakt teil. „Mit dem neuen
Feuerwehrhaus in Hadres-Untermarkersdorf wurde ein modernes Zentrum
für Einsatz, Ausbildung und Gemeinschaft geschaffen“, sagte die
Landeshauptfrau gleich eingangs. Besonders beeindruckt zeigte sie
sich von der enormen Eigenleistung: „Unglaubliche 17.500 Stunden
Eigenleistung – das sind Abende, Wochenenden, Zeit mit der Familie –
Zeit, die ihr der Gemeinschaft geschenkt habt.“
Das Feuerwehrhaus sei weit mehr als nur ein funktionales Bauwerk,
führte sie aus. „Es ist ein Ort, der für Einsatzbereitschaft,
Kameradschaft und Jugend steht. Ein Ort, an dem Zukunft entsteht.“
Insgesamt 156 Mitglieder würden hier nun ein gemeinsames Zuhause mit
eigenen Räumen für die Feuerwehrjugend, moderner Infrastruktur und
besten Voraussetzungen für Einsätze und die Tageseinsatzbereitschaft
finden.
Ein solches Projekt brauche engagierte Menschen, die
Verantwortung übernehmen, unterstrich die Landeshauptfrau. „So ein
Projekt entsteht nicht von selbst. Es braucht Motoren – Menschen, die
organisieren und anpacken.“ Ihr Dank galt hier Kommandant Matthias
Widl, seinem Stellvertreter Mario Lachmann sowie allen Kameradinnen
und Kameraden, Helferinnen und Helfern, der Gemeinde rund um
Bürgermeister Josef Fürnkranz und allen Partnern.
Für die Landeshauptfrau sei das neue Feuerwehrhaus zudem ein
starkes Zeichen, dass Veränderungen notwendig seien – „weil man, um
Gutes für die Zukunft zu bewahren, auch Dinge, die früher gut und
richtig waren, weiterentwickeln muss.“ Diese Bereitschaft zur
Weiterentwicklung präge auch zentrale Zukunftsbereiche des Landes.
Sie verwies hier auf die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung
im Weinviertel. In den kommenden zehn bis 15 Jahren bleibe die
bestehende Struktur unverändert, bevor eine neue
Gesundheitsarchitektur umgesetzt werde – mit zwei
Schwerpunktkrankenhäusern in Stockerau und Mistelbach, einer Ambulanz
in Gänserndorf, einem Ausbildungscampus für Gesundheitsberufe in
Korneuburg sowie einem Gesundheits- und Pflegecampus in Hollabrunn.
„Und genauso wie das Feuerwehrhaus, das wir heute hier eröffnen, alle
Stückerln spielt, kann ich versichern, dass das auch die neue
Gesundheitsarchitektur tun wird“, sagte Mikl-Leitner.
Bürgermeister Josef Fürnkranz bedankte sich „für die beachtliche
Förderung seitens des Landes für den Bau dieses Feuerwehrhauses und
für die enorme Eigenleistung unserer Feuerwehrleute.“ Auch er selbst
habe mitangepackt, so Fürnkranz, der einige Anekdoten aus der Zeit
des Baus zum Besten gab. Unter anderem erzählte er vom Fund einer
russischen Fliegerbombe während der Grabungsarbeiten am neuen
Grundstück.
Kommandant Matthias Widl gab bei der Eröffnungsfeier, die unter
dem Motto „Es ist geschafft“ stand, einen Überblick über die letzten
Jahre. Er sprach über die Projektabstimmung und die Fusionierung der
beiden Wehren, die mit einer Zustimmung von rund 90 Prozent
beschlossen wurde, bis hin zum Baubeginn 2024. „Besonders beeindruckt
hat mich in der Zeit des Baus der Zusammenhalt und Einsatz unserer
Feuerwehrleute, die selbst an Wochenenden und unter der Woche bis
tief in die Nacht gearbeitet haben.“ Widl hob auch die
Baustellenaktion hervor, „bei der wir fast 100.000 Euro für den Bau
des neuen Feuerwehrhauses eingenommen haben.“ Besonders erwähnte er
auch die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger, die für die
Verköstigung der Bauarbeiter gesorgt haben.
Der Präsident des Bundesfeuerwehrverbandes, Robert Mayer,
gratulierte zur Indienststellung des neuen Feuerwehrhauses, das viel
mehr als nur ein Gebäude sei. „Es ist Einsatz- und
Sicherheitszentrum, Jugendzentrum, Lage-, Ausbildungs- und
Kommunikationszentrum, ein Gemeinschaftszentrum und eine Brücke
zwischen den Gemeinden Hadres und Untermarkersdorf.“
Zu Wort kam auch Alois Zaussinger, Bezirksfeuerwehrkommandant
Hollabrunn, der den Feuerwehrkameraden viel Erfolg im neuen Haus
wünschte.
Baumeister Andreas Höfer sprach über technische Eckdaten des
neuen Feuerwehrhauses und sagte, es sei „ein moderner Baukörper, der
der Bevölkerung Aufbruchstimmung, aber auch Sicherheit vermitteln
soll.“
Die Segnung des neuen Feuerwehrhauses Hadres-Untermarkersdorf
nahm Ehrenkanonikus Willibald Steiner vor, musikalisch gestaltet
wurde der Festakt von der Dorfmusik Hadres. Im Rahmen des Festaktes
wurden außerdem zehn Feuerwehrauszeichnungen durch Kommandant
Matthias Widl und seinen Stellvertreter Mario Lachmann verliehen.