Wien (OTS) – Wie lässt sich über gerechtere und nachhaltigere Zukunft
sprechen,
ohne die Gegenwart auszublenden? Und wer hat überhaupt die
Möglichkeit, Zukunft zu entwerfen?
Diesen Fragen widmet sich am Samstag, den 9. Mai im Weltmuseum
Wien das Panel „Planetary Conditions 2126“. Im Rahmen der Closing
Days der Klima Biennale Wien bringt das Weltmuseum Wien gemeinsam mit
dem Klima-Kunst-Festival vier internationale künstlerische Positionen
zusammen, die aktuell präsentiert werden bzw. demnächst eröffnet
werden. Anab Jain ( SUPERFLUX: The Craftocene , Weltmuseum Wien),
Nabukenya Allen alias Njola ( Njola Impressions: Kiteezi ,
Theseustempel, ab 29.5.), Amanda Piña ( Sensorisches Kunstlabor ,
Klima Biennale Wien) und Indah Arsyad ( The Ultimate Breath ,
Weltmuseum Wien) arbeiten an der Schnittstelle von Kunst, Design und
gesellschaftlicher Praxis und setzen sich in ihren Projekten mit
Klimakrise, Ressourcenverteilung, historischen Machtverhältnissen
sowie Verantwortung auseinander.
Sithara Pathirana, Festivalleiterin der Klima Biennale Wien, und
Stella Asiimwe, Kunstvermittlerin im Weltmuseum Wien und Kuratorin
der kommenden Installation Njola Impressions. Kiteezi! sprechen mit
ihren Gästen darüber, wie künstlerische und gestalterische Ansätze
auf Ausbeutung und Zerstörung unserer Umwelt reagieren können.
Diskutiert werden unter anderem Konzepte wie „More-than-Human“-
Perspektiven ebenso wie der Umgang mit historischen Lasten
ethnologischer Sammlungen, ohne bestehende Narrative zu
reproduzieren.
Zwischen spekulativen Entwürfen und gelebter Realität eröffnet
das Gespräch Raum für neue Erzählungen. Dabei versteht sich das Panel
ausdrücklich auch als kritische Bestandsaufnahme: Welche Stimmen
finden in den aktuellen Zukunftsdiskursen Gehör, und welche bleiben
dabei unterrepräsentiert?
Planetary Conditions 2126: Art Across Climate, Exploitation,
Colonial Legacies and Care (auf Englisch)
Datum: Samstag, 9. Mai, 2026, 14:00–15:30 Uhr
Art der Veranstaltung: Panel
Ort: Weltmuseum Wien, WMW Forum
Eintritt frei
Anmeldung erforderlich
Auf dem Panel:
Anab Jain, Ausstellung SUPERFLUX. The Craftocene , Weltmuseum
Wien
Nabukenya Allen, Njola Impressions. Kiteezi (Theseustempel /
Weltmuseum Wien, ab 29.5.2026)
Amanda Piña, (Sensorisches Kunstlabor, Klima Biennale Wien)
Indah Arsyad, The Ultimate Breath , Weltmuseum Wien (remote)
Moderation:
Sithara Pathirana, Festivalleiterin Klima Biennale Wien
Stella Asiimwe, Kuratorin Njola Impressions. Kiteezi , Weltmuseum
Wien
Über die Künstlerinnen:
Anab Jain wuchs in Ahmedabad im indischen Bundesstaat Gujarat
auf, wo sie am National Institute of Design Film studierte. Die
Designerin, Filmemacherin und Dozentin ist Mitbegründerin des
preisgekrönten Designstudios Superflux in London, eines der ersten
Studios, das sich auf spekulatives Design, kritische
Zukunftsforschung, Design-Fiction und erlebnisorientierte
Zukunftsvisionen für Unternehmen spezialisiert hat. Die Ausstellung
Superflux: The Craftocene (bis 16.8.) untersucht, wie sich Handwerk,
Technologie und ökologische Intelligenz zu neuen Formen des
Zusammenlebens verbinden lassen.
Nabukenya Allen , bekannt unter ihrem Künstlernamen Njola, ist
eine ugandische Künstlerin, Modedesignerin, Umweltaktivistin und
Gründerin des nachhaltigen Labels Njola Impressions. In ihren
Arbeiten vereinen sich kreatives Design mit Umweltbewusstsein und
werden Abfallmaterialien in einzigartige, farbenprächtige und
funktionale Stücke verwandelt. Ihre Installation Njola Impressions.
Kiteezi im Theseustempel startet am 29.5.; von Mai bis Juni nimmt die
Künstlerin in Kooperation mit dem Weltmuseum Wien am PART
International Art Residency Austria in Wien teil.
Amanda Piña ist eine chilenisch-mexikanische, in Wien lebende
Künstlerin und Forscherin, deren Praxis sich an den Schnittstellen
von Bewegung, Ökologie, und dekolonialem Denken bewegt. Ihre Arbeit
basiert auf indigenen Wissenssystemen sowie auf Weltentwurfs- und
welterhaltenden Praktiken, die Alternativen zu den dominierenden
Paradigmen der heutigen sozio-ökologischen Krise bieten. Amanda Piñas
Workshop-Format Donau – Fließende Science-Fictionen ist im Rahmen der
SOHO STUDIOS / SOHO in Ottakring in Kooperation mit dem KunstHaus
Wien (Sensorisches Kunstlabor) zu erleben.
Indah Arsyad ist indonesische Landschaftsarchitektin und
Umwelttechnologin. In ihrer Ausstellung The Ultimate Breath (bis
25.5.) befasst sie sich mit den Themen Klimawandel, Umweltzerstörung
und Pandemien, wobei sie persönliche Erfahrung, wissenschaftliche
Daten und jahrhundertealte Mythologien miteinander in einer
poetischen wie eindringlichen Multimedia-Installation verbindet.