5. Mai: Behindertenrat verweist zum Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen auf sein aktuelles Positionspapier 2026

Wien (OTS) – Anlässlich des Europäischen Protesttages zur
Gleichstellung von
Menschen mit Behinderungen am 5. Mai verweist der Österreichische
Behindertenrat (ÖBR) auf sein aktuelles Positionspapier 2026. Seit
1992 macht dieser Aktionstag europaweit auf Ausgrenzung, Barrieren
und fehlende Chancengleichheit aufmerksam. Im Mittelpunkt stehen
gleiche Rechte, Selbstbestimmung, Barrierefreiheit und die volle
Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen.

„Gleichstellung darf nicht beim Bekenntnis stehen bleiben. Zum
Europäischen Protesttag am 5. Mai fordern wir konkrete Fortschritte:
Die Vorschläge liegen mit unserem Positionspapier 2026 auf dem Tisch.
Jetzt braucht es den politischen Willen von Bund, Ländern und
Gemeinden, Barrieren abzubauen, Diskriminierung wirksam zu bekämpfen
und volle Teilhabe von Menschen mit Behinderungen endlich konsequent
umzusetzen“, erklärt Klaus Widl, Präsident des Österreichischen
Behindertenrats.

Der Österreichische Behindertenrat ist die gesetzlich verankerte
Interessenvertretung von Menschen mit Behinderungen in Österreich. In
regelmäßigen Abständen veröffentlicht er Positionspapiere mit
zentralen Forderungen und Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der
Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen. Das aktuelle
Positionspapier wurde im April 2026 verabschiedet und bündelt
Maßnahmen an Bund, Länder und Gemeinden für eine
menschenrechtskonforme Behindertenpolitik.

Behandelt werden darin unter anderem die Bereiche
Behindertenpolitik, Antidiskriminierung, umfassende Barrierefreiheit,
inklusive Bildung, Arbeit und Existenzsicherung, selbstbestimmtes
Leben, Gesundheit, Rehabilitation, Pflege, Steuerrecht sowie die
Situation von Frauen mit Behinderungen.

Das Positionspapier enthält zahlreiche konkrete Forderungen. Dazu
zählen etwa bundesweit einheitliche Unterstützungsleistungen, bessere
Rahmenbedingungen für inklusive Bildung und einen inklusiven
Arbeitsmarkt, barrierefreie Gesundheitsversorgung sowie wirksame
Maßnahmen gegen Diskriminierung und Armut. Mit dem aktuellen ÖBR-
Positionspapier liegen konkrete Vorschläge vor, wie notwendige
Verbesserungen umgesetzt werden können.

„Artikel 28 der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet
Österreich zu sozialem Schutz und einem angemessenen Lebensstandard.
Gerade jetzt darf bei Menschen mit Behinderungen nicht gespart
werden. Wer hier kürzt, verschärft Armut und verhindert Teilhabe.
Hier ist die Politik in der Pflicht zu handeln“, so Klaus Widl.

Der Behindertenrat fordert Politik und Öffentlichkeit auf, die
notwendigen Maßnahmen rasch umzusetzen. Das Positionspapier 2026
steht auf der Website des Österreichischen Behindertenrats zur
Verfügung.