Wien (OTS) – Unter dem Motto „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
einer
Erfolgsstory“ fand das erste Kooperationssymposium des
Interuniversitären Forschungsinstitut für Agrarbiotechnologie (IFA-
Tulln) über den Dächern Wiens statt. Die zentrale Botschaft: Das IFA-
Tulln ist und bleibt der zentrale Leuchtturm für interdisziplinäre
Agrarbiotechnologie und interuniversitäre Forschung in Österreich.
Als das IFA-Tulln im September 1994 gegründet wurde, galt das
Modell als mutiges Experiment: Erstmals arbeiteten mit der BOKU, der
TU Wien und der Veterinärmedizinischen Universität Wien drei
Universitäten eng verzahnt an einem gemeinsamen Standort „unter einem
Dach“.
Zwtl.: Vom Experiment zum internationalen Spitzenfeld
Mehr als drei Jahrzehnte später hat sich diese Kooperation als
international sichtbares Erfolgsmodell etabliert. Die Entwicklung
lässt sich auch anhand konkreter Kennzahlen belegen:
– Wissenschaftliche Exzellenz: Rund 200 interuniversitäre SCI-
Publikationen dokumentieren Forschung auf internationalem
Spitzenniveau – etwa im Bereich der Lebensmittelsicherheit, der
global zu den Top 0,001 % zählt.
– Wirtschaftlicher Impulsgeber: Das IFA-Tulln fungiert als zentraler
Motor für den Wissenschaftsstandort Tulln mit über 1.200
Arbeitsplätzen im Forschungs- und Universitätsbereich sowie
erfolgreichen Spin-offs, allen voran die Firma Agrobiogel.
– Starke Drittmitteleinwerbung: Mehr als 50 gemeinsame nationale
Projekte wurden umgesetzt; allein in den vergangenen fünf Jahren
konnten – einschließlich COMET-Zentren – rund 40 Millionen Euro
eingeworben werden.
Zwtl.: Breites Forschungsspektrum und starke Partnerschaften
Das Symposium bot im TUtheSky-Saal der TU Wien neben einem
eindrucksvollen Blick über Wien auch Einblicke in die thematische
Vielfalt des IFA-Tulln. Die Forschung reicht von molekularer
Diagnostik über Biotoxinforschung bis hin zu Kreislaufwirtschaft in
der Lebensmittel- und Textilproduktion.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit spiegelt sich auch in etablierten
Kompetenzzentren wider, darunter das Austrian Centre of Industrial
Biotechnology (ACIB), Bioenergy 2020 sowie das Kompetenzzentrum
FFoQSI (Austrian Competence Centre for Feed and Food Quality, Safety
& Innovation). Ergänzt wird dies durch bislang fünf bewilligte
Christian-Doppler-Labors.
Zwtl.: Blick nach vorn: IFA 2030+
„Wir wollen sicherstellen, dass man auch in 30 Jahren sagen wird:
Die Entscheidung, die interuniversitäre Forschungsplattform für
Agrarbiotechnologie IFA-Tulln weiterzuführen, war eine
hervorragende“, so BOKU-Rektorin Eva Schulev-Steindl. In Anwesenheit
von Vizerektorin Nora Sikora-Wentenschuh (BOKU), Rektor Matthias
Gauly und Vizerektorin Martina Marchetti-Deschmann (VetMedUni) sowie
Gastgeber Vizerektor Peter Ertl (TU Wien) und über 70 Wissenschafter*
innen wurde der klare Rückhalt der drei Partneruniversitäten
weiterhin unterstrichen: Das IFA-Tulln hat seine Brückenfunktion
zwischen den drei Gründeruniversitäten sowie zu den Industrie- und
Forschungspartnern (wie Biomin/DSM) hervorragend unter Beweis
gestellt.
Die 2025 erfolgte Eingliederung des IFA-Tulln in das neu
gegründete BOKU-Department für Agrarwissenschaften markiert seit rund
einem Jahr ein neues Kapitel in der Geschichte des IFA-Tulln. Und der
bahnbrechende Geist der Gründerväter von 1994 ist lebendiger denn je.
Ziel ist es, das Vorzeigemodell am BOKU-Standort Tulln als
Interuniversitäre Forschungsplattform für Agrarbiotechnologie IFA
nicht nur zu erhalten, sondern auch – etwa auf den Bereich der
Agrartechnologie – auszuweiten. Mit einer fokussierten
Forschungsagenda – von der Wasser- und Toxinanalytik, über die
Lebensmittelsicherheit bis hin zur Bioenergetik, Bioraffinerie &
Umweltbiotechnologie – ist das IFA-Tulln bestens gerüstet, um
weiterhin über den sprichwörtlichen Tellerrand zu blicken und
zukunftsweisende interdisziplinäre Forschung am Campus Technopol
Tulln durchzuführen.