ÖVP-Kircher: Wir müssen die Marke Europa im Tourismus stärker positionieren

Straßburg (OTS) – Eine klare Vision für den Tourismus der Zukunft
wird mit dem heutigen
Beschluss eines Forderungskatalogs des Europäischen Parlaments
formuliert. Dieser soll als Grundlage für die erste EU-
Tourismusstrategie dienen, die noch dieses Jahr erwartet wird. „Das
ist ein wichtiger Schritt, um dem Tourismus in Brüssel und Straßburg
endlich eine stärkere Stimme zu geben und seine Interessen bei
sämtlichen relevanten EU-Gesetzen konsequent zu berücksichtigen“,
sagt die Europaabgeordnete Sophia Kircher, ÖVP-Tourismussprecherin im
EU-Parlament.

„Die EU ist weltweit die Nummer eins Tourismusdestination mit
mehr als drei Milliarden Nächtigungen jährlich. Der Tourismus macht
dabei rund zehn Prozent der EU-Wirtschaftsleistung aus und etwa jeder
zehnte Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt an dieser Branche.
Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen der vergangenen Jahre
wächst der Sektor weiter stark und ist ein zentraler
Wirtschaftsfaktor“, betont Kircher, stv. Vorsitzende des Tourismus-
und Verkehrsausschusses im Europaparlament.

„Europa muss seine Führungsrolle als Weltmeister im Tourismus
behaupten. Dafür müssen wir Tourismus stärker europäisch denken:
nicht national nebeneinander, sondern koordinierter und aus einer
gemeinsamen tourismuspolitischen Perspektive. Gerade weil der
Tourismus wie kaum eine andere Branche horizontal mit vielen EU-
Politikbereichen verknüpft ist. Zudem kommen unsere potenziellen
Gäste mittlerweile von überall auf der Welt und nehmen Europa als
eine Destination wahr, nicht als einzelne Regionen. Deshalb müssen
wir die Marke Europa noch stärker positionieren“, skizziert Kircher.

Zugleich hätten sich die Erwartungen der Reisenden deutlich
verändert: „Die Menschen wollen einfache, durchgängige Lösungen,
nicht zehn Apps, fünf Tickets und drei Systeme. Das setzt
Tourismusorganisationen unter Druck. Hier kann und soll die EU eine
stärkere koordinierende Rolle übernehmen, insbesondere bei der
Datennutzung, um Tourismusströme besser zu steuern und Hotspots zu
entzerren“, erläutert Kircher. Sie sieht Österreich dabei als
Vorreiter: “Wir zeigen, wie nachhaltiger Tourismus funktioniert, mit
dem Fokus auf Qualität statt Masse und hoher regionaler
Wertschöpfung. Das muss zur Leitlinie für ganz Europa werden. ”

Abschließend unterstreicht Kircher, die auch ÖVP-
Verkehrssprecherin im Europaparlament ist, die zentrale Rolle der
Mobilität: “Der Urlaub beginnt nicht erst im Hotel, sondern schon bei
der Anreise. Gäste erwarten nahtlose, flexible und barrierefreie
Mobilität von der Buchung bis zur Heimreise. Wer das nicht bietet,
wird im Wettbewerb zurückfallen.” (Schluss)