Mit der Biomassestrategie aus der Energieabhängigkeit

Wien (OTS) – Der Konflikt im Nahen Osten, blockierte Transportrouten
und
Rekordpreise an den Zapfsäulen zeigen uns einmal mehr die
Verwundbarkeit unseres von fossilen Energieimporten aus Kriegs- und
Krisengebieten abhängigen Energiesystems auf. Wie der Ausstieg aus
fossilen Energien mithilfe der Bioökonomie umgesetzt werden kann,
gibt die im Vorjahr von der Österreichischen Energieagentur erstellte
Biomassestrategie vor. Bei der Veranstaltung „Biomasse 2040:
Bioökonomie.Waldumbau.Energiewende“ am 17. Juni 2026 in der Wiener
Urania wird die überarbeitete Version der Biomassestrategie
vorgestellt, die noch bis 1. Mai 2026 zur Begutachtung aufliegt. Im
Fokus der Fachtagung steht die Bedeutung der Biomassestrategie für
die Wertschöpfungskette Forst und Holz, den Einsatz von Bioenergie
sowie den Ausstieg aus Öl und Gas.

Zwtl.: Der Beitrag der Wälder zum Klimaschutz

Der heimische Wald liefert den wichtigsten Rohstoff für die
Bioökonomie und die Energiewende. Anstatt zu hoffen, dass durch die
Klimaerhitzung instabil gewordene Bestände durch Aufgabe ihrer
Bewirtschaftung immer mehr CO 2 aus der Atmosphäre aufnehmen, können
diese Bestände aktiv in resiliente Mischwälder aus klimafitten
Baumarten umgewandelt werden. Die Mobilisierung der hohen Holzvorräte
hat positive Effekte für Holzbau und Energiewende. Mit der
Waldbewirtschaftung im Klimawandel und Auswirkungen auf
Holzsortimente und den Wald von morgen setzt sich Silvio Schüler,
Leiter des Instituts für Waldwachstum und Waldbau am
Bundesforschungszentrum für Wald, auseinander. Noch weiter in die
Zukunft blickt Professor Michael Obersteiner von der Universität
Oxford, der Klimaschutzszenarien bis ins Jahr 2500 präsentiert und
darstellt, welche Ableitungen für die Forstwirtschaft und die
Bioökonomie diese mit sich bringen.

Zwtl.: Bedarfsspitzen im Winter: Größte Herausforderung für die
Energiewende

Beim Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energieträger kann
Biomasse einen wesentlichen Beitrag für die Wärmeversorgung, die
Entlastung der Stromnetze und die Mobilität leisten. Mit
Herausforderungen und Chancen für ein erneuerbares Energiesystem
aufgrund massiver Bedarfsspitzen und großer Erzeugungslücken bei
erneuerbarer Wärme und Strom im Winter beschäftigt sich Maximilian
Meißnitzer von der Österreichischen Energieagentur. Angesichts
prognostizierter Einbrüche beim Scheitholzeinsatz und der
Konzentration der Holzkraftwerke auf die Stromerzeugung in der kalten
Jahreszeit stellt Christoph Pfemeter vom Österreichischen Biomasse-
Verband die Frage, ob sich die hohen Bioenergiepotenziale ohne
offensive Förderprogramme heben lassen.

Zwtl.: Publikumsdiskussion mit Experten aus Praxis, Wissenschaft und
Forschung

Warum Staubemissionen aus Kleinfeuerungen in Zukunft laut einer
neuen Studie um 90 Prozent zurückgehen werden, ohne dass
Emissionsgrenzwerte verschärft werden, präsentiert Markus Schwarz vom
Forschungszentrum BEST. In einer Publikumsdiskussion sind die
Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung dazu eingeladen, mit
Experten aus Praxis, Wissenschaft und Forschung darüber zu
diskutieren, auf welche Weise die Bioökonomie und unsere Wälder ihre
Wirkung für den Klimaschutz am besten entfalten können.

Zur Veranstaltung werden etwa 150 bis 200 Teilnehmerinnen und
Teilnehmer aus Land- und Forstwirtschaft, Bioenergiebranche,
Energiewirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft, Umwelt-NGOs sowie Presse
erwartet.

Biomasse 2040: Bioökonomie.Waldumbau.Energiewende

Wie der Ausstieg aus fossilen Energien mithilfe der Bioökonomie
umgesetzt werden kann, gibt die im Vorjahr von der Österreichischen
Energieagentur erstellte Biomassestrategie vor. Bei der
Veranstaltung „Biomasse 2040: Bioökonomie.Waldumbau.Energiewende“ am
17. Juni 2026 in der Wiener Urania wird die neue Version der
Biomassestrategie vorgestellt. Im Fokus der Fachtagung steht die
Bedeutung der Biomassestrategie für die Wertschöpfungskette Forst
und Holz, den Einsatz von Bioenergie sowie den Ausstieg aus Öl und
Gas. In einer Publikumsdiskussion sind die Teilnehmenden dazu
eingeladen, mit Experten aus Praxis, Wissenschaft und Forschung
darüber zu diskutieren, auf welche Weise die Bioökonomie und unsere
Wälder ihre Wirkung für den Klimaschutz am besten entfalten können.

Datum: 17.6.2026, um 13:00 Uhr
Ort: Urania Wien
Uraniastraße 1, 1010 Wien
Url: https://eventmaker.at/oesterreichischer_biomasse-verband/biomasse_2040