Wien (OTS) – Auch beim 25. Wiener Töchtertag war das AIT Austrian
Institute of
Technology wieder beteiligt und lud am 23. April rund 30 Mädchen aus
Oberstufen-Klassen zu einem Ausflug in die Welt von Wissenschaft und
Forschung ins AIT ein.
Unter dem Motto „Discover your Future“ öffnete das AIT seine
Türen. Im Jubiläumsjahr des Töchtertags erwartete die jungen
Besucherinnen ein besonders spannendes und facettenreiches Programm
mit Fokus auf MINT-Forschung (Mathematik, Informatik,
Naturwissenschaften, Technik). „Der Töchtertag am AIT ist eine
großartige Möglichkeit, Mädchen zu vermitteln, wie vielfältig der
Berufsalltag in der Forschung ist. Abseits von klassischen Rollen-
Stereotypen zeigen wir, dass junge Mädchen und Frauen alle Chancen
dieser Welt haben. Am AIT haben wir sehr viele Forscherinnen im MINT-
Bereich, die heute auch beim Töchtertag mitwirken“, betonte AIT-
Geschäftsführerin und Sprecherin der Geschäftsführung Brigitte Bach,
die selbst studierte Physikerin ist. „Ich freue mich, wenn ihr Freude
an Naturwissenschaften und Technik habt. Und vielleicht ist der
heutige Besuch bei uns am AIT auch eine Chance, zu entdecken, dass
Forschung ein ganz wunderbares Betätigungsfeld ist“, sagte Bach in
ihrer Begrüßung zu den Mädchen.
Zwtl.: Quantenforschung und Stadt der Zukunft
Beim Besuch im AIT Photonik und Quanten-Labor des AIT Center for
Digital Safety & Security konnten die Mädchen sich mit vielfältigen
Aspekten der Quantenforschung auseinandersetzen. Wie funktioniert
eine Glasfaser? Was kann man mit optischen Technologien wie LiFi (
Light Fidelity) und LiDAR (Light Detection and Ranging) eigentlich
machen? Diese Fragen wurden in Demo-Stationen im Quantenlabor
beantwortet. Highlight: Jede Teilnehmerin konnte den Durchmesser
eines Haars in Mikrometer vermessen lassen.
Viel Anklang fand das Thema „Stadt der Zukunft“, das vom AIT Center
for Innovation, Systems & Policy präsentiert wurde. Gemeinsam mit AIT
-Expertin Dana Wasserbacher wurde diskutiert, welche Themen in der
urbanen Entwicklung wichtig sind und welche Wünsche und Erwartungen
die Schülerinnen dazu haben. Sie lernten dabei auch, wie die
Forschung die Politik bei ihren Entscheidungen unterstützen kann.
Zwtl.: Von Industrie-Automatisierung bis zu Molekular-Diagnostik
Den Schwerpunkt zum Thema Automatisierung in der Industrie und in
der Mobilität präsentierten Expertinnen vom AIT Center for Vision,
Automation & Control. Die Schülerinnen erhielten detaillierte
Einblicke, wie autonome Maschinen und Fahrzeuge wie z.B. ein
Gabelstapler funktionieren – und was heute schon technisch möglich
ist. Geforscht wird auch an kleineren Anwendungen, wo autonome
Fahrzeuge oder digitale Mobilitätskonzepte die Effizienz verbessern.
So wurde am AIT eine autonome Rollstuhllösung entwickelt, die
Fluggästen mit eingeschränkter Mobilität ein neues Maß an
Selbstständigkeit und Sicherheit bietet und gleichzeitig die Prozesse
für Flughäfen deutlich effizienter macht.
Beim Besuch im Molekular-Diagnostik-Labor des AIT Center for
Health & Bioresources demonstrierte AIT-Forscherin Manuela Hofner die
modernen Analyse-Möglichkeiten, mit denen es heute gelingt,
Krankheiten auf molekularer Ebene präzise zu identifizieren, zu
charakterisieren und Therapien zu personalisieren. In diesem AIT
Labor sind alle Schritte von der Zellkultur bis zur Isolierung,
Prozessierung, Detektion und Quantifizierung von diversen
Biomolekülen (Nukleinsäuren und Proteine) aus unterschiedlichsten
biologischen Proben (Gewebe, Blut und Speichel) durchführbar. Es
machte den Mädchen sichtlich Spaß, im Labor ihre eigene DNA anhand
von Speichel zu extrahieren.
Zwtl.: Innovatives Erste-Hilfe-Training und sensibler Umgang mit
Daten
Im TX.Lab am AIT Center for Technology Experience erwartete die
Mädchen ein immersiver Einstieg in den Bereich „XR for Challenging
Environments“. Extended Reality (XR) bietet großartige Möglichkeiten,
die reale Welt mit der digitalen Welt zu kombinieren. Die Mädchen
konnten selbst die KI-gestützte Mixed-Reality Erste-Hilfe-
Trainingslösung „Green Manikin“ ausprobieren, die diese Woche mit dem
Houskapreis ausgezeichnet worden ist.
Last but not least zeigte die Station “Datensouveränität im
Alltag verstehen“, dass es gerade im Zeitalter von Digitalisierung
und Künstlicher Intelligenz wichtig ist, darauf zu achten, sensibel
mit den eigenen Daten umzugehen. Insbesondere Social Media und KI-
Tools wie ChatGPT verleiten vielfach zum sorglosen Umgang mit den
eigenen Daten.
Der Töchtertag ist eine Initiative der Stadt Wien und das AIT ist
seit vielen Jahren Partner des Wiener Töchtertags mit dem Ziel, junge
Mädchen und Frauen für Forschung zu begeistern.
www.toechtertag.at
Über das AIT