Wien (OTS) – Mit klaren Worten reagiert die Vorsitzende der
ÖGB-Pensionist:innen,
Monika Kemperle, auf die laufenden Diskussionen rund um mögliche
Einsparungen bei Pensionen im Zuge der Verhandlungen zum
Doppelbudget.
„Es ist inakzeptabel, dass bei jeder Budgetdebatte automatisch
auf die Pensionist:innen losgegangen wird. Wir sind nicht die
Zahlmeister der Nation. Wer jahrzehntelang gearbeitet, Beiträge
geleistet und dieses Land aufgebaut hat, verdient Respekt“, so die
Gewerkschafterin.
Kemperle stellt klar, dass ältere Menschen bereits Beiträge zur
Sanierung des Budgets geleistet haben: „Während Pensionist:innen viel
zur Haushaltssanierung beitragen, werden große Vermögen, Konzerne und
Banken weiterhin geschont. Diese Schieflage ist nicht länger
hinnehmbar.“
Die ÖGB-Pensionist:innen fordern:
–
Einführung einer Erbschafts- und Vermögensteuer
–
Anhebung und Verlängerung der Bankenabgabe
–
Progressive Gestaltung der KESt, damit Gewinne aus Wertpapieren
je nach Höhe nicht für alle gleich hoch besteuert werden
„Es kann nicht sein, dass jene, die am meisten haben, am
wenigsten beitragen – während Pensionist:innen sich im Alltag immer
weniger leisten können. Wer das Budget sanieren will, muss endlich
dort ansetzen, wo das Geld ist“, so Kemperle.