„Thema“: Machtdemonstration durch unerwünschte Fotos, Betrugsfalle Polizistentrick und vegane Kochlehre

Wien (OTS) – Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag,
dem 27. April
2026, um 21.10 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON folgende Beiträge:

Dick-Pics – Machtdemonstration durch unerwünschte Fotos

„Seit ich 14 Jahre alt bin, bekomme ich regelmäßig unerwünschte
Dick-Pics von fremden Männern geschickt“, sagt Frederika Ferková. Sie
ist damit nicht allein. Rund jede dritte Frau hat bereits ungefragt
ein Foto des Geschlechtsorgans eines Mannes geschickt bekommen. Seit
September 2025 ist das ungefragte Versenden von Genitalbildern
strafbar. Doch obwohl eine Frau in Wien Anzeige erstattet hat und die
Männer geständig waren, kam es zu keinem Verfahren. Wie kann das
sein? Und was wollen Männer mit sogenannten Dick-Pics bewirken?
Savanka Schwarz berichtet.

Die Millionen-Masche – Betrugsfalle Polizistentrick

„Bei mir rufen keine Betrüger mehr an“, sagt Leopoldine Zöhrer
aus Rechnitz im Burgenland. Schon zweimal haben falsche Polizisten
versucht, ihr Geld herauszulocken. Aber jedes Mal hat sie die
Kriminellen in eine Falle gelockt, was zu deren Verhaftung geführt
hat. Erst vergangenen Donnerstag hat ein 88-jähriger
Niederösterreicher falschen Polizisten Gold und Schmuck im Wert eines
sechsstelligen Betrags übergeben. Obwohl die Polizei laufend warnt,
erschleichen sich die Täter immer wieder sogar Beträge in
Millionenhöhe. Sonja Hochecker und Anne-Maria Neubauer sprechen für
„Thema“ mit Opfern und echten Polizisten.

Vegane Kochlehre – ein Lehrberuf, der polarisiert

„Es sind so kreative Rezepte, die da rauskommen und meistens
einfach Geschmacksexplosionen“, sagt Kerstin Helmlinger. Die 23-
Jährige ist eine von elf vegan-vegetarischen Kochlehrlingen in
Österreich. Köchin darf sie sich nach der dreijährigen Ausbildung
trotzdem nicht nennen, sondern nur vegan-vegetarische Fachkraft.
Rafael Pils ist nicht begeistert vom neuen Lehrberuf. Der Gastwirt
betreibt in sechster Generation ein Wirtshaus in Eschenau in
Niederösterreich: „Wir sind ein kleiner Betrieb, da ist es finanziell
nicht machbar, dass einer nur für Gemüse zuständig ist.“ Michaela
Rädler über die neue Ausbildung, die manche für unnötig, andere für
längst überfällig halten.

Im Rausch der Blumen

„Ich nenne sie Soulflowers, Blumen für die Seele“, sagt Katharina
Reckendorfer. Sie ist Blumenbäuerin in Schönkirchen im Weinviertel.
Die studierte Grafikdesignerin baut im Nebenerwerb Tulpen,
Pfingstrosen und Dahlien ohne Pestizide an. „Es gibt kaum etwas
Schöneres als einen Strauß verwelkender Tulpen“, sagt Franz-Josef
Wein. In seiner Meisterklasse im Stift Zwettl wird der Blick für das
Ungewöhnliche geschult. Ein luftiger Strauß aus Wiesenblumen und
Unkraut zum Beispiel. „Nichts berührt uns so sehr wie Blumen“, sagt
er. Sonja Hochecker über die Sehnsucht nach Natur, die kunstvoll in
Szene gesetzt wird.