LH Mikl-Leitner überreichte „Innovation Award“ an junge Forscherinnen und Forscher

St. Pölten (OTS) – Bereits zum sechsten Mal wurde heute, Donnerstag,
der „tecnet accent
Innovation Award“ vergeben. Die Preisverleihung fand im
Millenniumssaal des Landhauses in St. Pölten statt. Ausgezeichnet
wurden herausragende Forschungsprojekte mit hohem wirtschaftlichem
und gesellschaftlichem Potenzial. Der Award wird von tecnet equity,
dem accent Inkubator sowie der Universität für Weiterbildung Krems
vergeben und richtet sich an alle wissenschaftlichen Einrichtungen am
Campus Krems. Ziel ist es, junge Forschende frühzeitig für
unternehmerisches Denken zu sensibilisieren und den Transfer von
Forschungsergebnissen in die Praxis zu fördern. Die prämierten
Projekte zeigen einmal mehr die große Bandbreite und Qualität der
Forschung am Standort Krems – von innovativen Anwendungen in der
Medizintechnik über neue Ansätze in der regenerativen Medizin bis hin
zu zukunftsweisender Nanotechnologie mit vielfältigem
Einsatzpotenzial.

Die Preise wurden von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
überreicht, die die Bedeutung von Innovation für die
Weiterentwicklung des Landes hervorhob: „Innovation entsteht dort, wo
kluge Köpfe zusammenkommen, und den Mut haben, Neues zu denken und
umzusetzen. Genau diese Dynamik brauchen wir, um Niederösterreich als
starken Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln.
Unser Ziel ist es, dass aus Forschung konkrete Anwendungen entstehen
– und daraus neue Wertschöpfung und Arbeitsplätze.“ Der Innovation
Award sei dabei ein wichtiger Beitrag, „Ideen und
Forschungsergebnisse in die Umsetzung zu transferieren und dadurch
das Leben der Menschen besser zu machen“, so die Landeshauptfrau, die
den Preisträgerinnen und Preisträgern wünschte, „dass sie Ihre
Erfolgsgeschichte weiter schreiben können“, denn „Ihr Erfolg ist auch
der Erfolg Niederösterreichs“.

Der erste Preis ging an Youbin Zheng von der Danube Private
University. Er hat ein spezielles Pflaster entwickelt, das man
einfach auf die Haut kleben kann. Dieses Pflaster hat winzige Nadeln,
die kaum zu spüren sind und ganz schmerzfrei funktionieren. Damit
kann man Natrium-Ionen im Körper ständig messen – und das ohne Blut
abnehmen zu müssen. Die neue Technik ist bereits patentiert und kann
helfen, Krankheiten frühzeitig zu erkennen oder Behandlungen besser
zu steuern.

Auch seitens der Universität für Weiterbildung Krems wird der
Award als wichtiger Impulsgeber gesehen. „Die Forschung am Campus
Krems leistet einen wesentlichen Beitrag zur Lösung aktueller
gesellschaftlicher Herausforderungen. Der Innovation Award macht
diese Leistungen unter besonderem Augenmerk auf junge, aufstrebende
Forschende sichtbar und unterstützt dabei, Forschungsergebnisse
gezielt in die Anwendung zu bringen“, betont Viktoria Weber, Rektorin
der Universität für Weiterbildung Krems.

Der zweite Preis wurde zweimal vergeben. Zunächst an Sophie
Roffeis (Universität für Weiterbildung Krems/AC2T research), sie hat
mit „SparePlug“ ein neues Knorpel-Implantat entwickelt, das bei
Gelenkschäden helfen soll. Dieses Implantat besteht aus Materialien,
die aus dem Meer gewonnen werden und ist besonders umweltfreundlich.
Darüber hinaus wurde Markus Rothammer (Universität für Weiterbildung
Krems) für „Printsicles“ ausgezeichnet. Dahinter steckt ein
neuartiges Verfahren, mit dem man Knorpel mithilfe eines 3D-Druckers
herstellen kann. Das soll Menschen mit Gelenkproblemen bei der
Heilung ihrer geschädigten Knorpel helfen.

Der dritte Preis ging an Yolanda Salinas Soler von der IMC
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Krems. Ihr Team hat
Nanomaschinen (Nano-Moleküle) entwickelt, die sich selbst bewegen
können und sich nach einer gewissen Zeit von selbst auflösen.
Zukünftig könnte das dabei helfen, Krankheiten wie Krebs gezielt zu
behandeln oder auch dabei, schädliche Stoffe wie Mikroplastik aus dem
Wasser zu entfernen. Die Erfindung hat also das Potenzial, sowohl für
unsere Gesundheit als auch für die Umwelt sehr nützlich zu sein.

Doris Agneter, Geschäftsführerin von tecnet equity, unterstreicht
die strategische Bedeutung des Awards: „Unser Ziel ist es, dass sich
junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler frühzeitig mit der
wirtschaftlichen Verwertung ihrer Forschung auseinandersetzen. Der
Innovation Award schafft Bewusstsein dafür und zeigt konkrete
Perspektiven für die Umsetzung von Ideen auf.“

Auch Michael Moll, Geschäftsführer des accent Inkubators, sieht
in den ausgezeichneten Projekten großes Potenzial: „Die eingereichten
Projekte zeigen eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft am Campus
Krems vorhanden ist. Wir freuen uns, diese Entwicklungen mit unserer
Erfahrung begleiten zu dürfen und so den Weg von der Idee zur
Umsetzung zu unterstützen.“

Der tecnet accent Innovation Award wurde 2009 ins Leben gerufen
und wird seit 2017 auch am Campus Krems vergeben. Insgesamt wurden
bereits rund 100 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler
ausgezeichnet. Ziel ist es, den Transfer von Wissenschaft in
wirtschaftliche Anwendungen zu stärken und damit neue Impulse für
Innovation und Unternehmensgründungen in Niederösterreich zu setzen.

Nähere Informationen: tecnet equity, Beatrice Weisgram, Tel.:
0676/83086310, [email protected] .