Greenpeace überprüft Asbest-Fundorte: Niederösterreich handelt, Burgenland und Steiermark nicht

Wien (OTS) – Greenpeace hat an positiv auf Asbest getesteten
Standorten überprüft,
ob Maßnahmen gesetzt wurden. Der Check zeigt: Während in
Niederösterreich bei fast allen Asbest-Fundorten bereits gehandelt
wurde, haben das Burgenland und die Steiermark bislang kaum Maßnahmen
gesetzt. So liegen noch immer teils faustgroße Asbest-Brocken beim
Gehweg vor der Kinderkrippe Oberwart. Auch der Asbest-Asphalt beim
Skatepark in Rechnitz wurde noch nicht entfernt. Bei der Klinik
Oberwart ist mittlerweile zwar die asbesthaltige Baustellenfläche
abgedeckt – neben den Parkplätzen beim Krankenhaus liegt aber nach
wie vor asbestbelasteter Schotter offen im Bankett. Greenpeace
fordert die burgenländische und steirische Landesregierung auf,
endlich zu handeln und das asbestbelastete Material vor allem an
sensiblen Orten fachgerecht zu entfernen.

Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster sagt: “Es ist unverständlich,
dass die öffentlichen Stellen im Burgenland und der Steiermark bis
auf wenige positive Ausnahmen nicht handeln. Unternehmen wie etwa
McDonalds, ASFINAG, Hofer und ÖBB haben asbestbelastetes Material
längst gesichert oder entfernt – die Landesregierungen und Behörden
im Burgenland und in der Steiermark handeln bisher kaum und reden das
Problem klein.” Das einzige positive Beispiel in der Steiermark
bislang ist Neudau. Dort hat der Bürgermeister den asbesthaltigen
Rollsplitt umgehend entfernen lassen. In Hartberg hingegen liegt der
Asbestschotter noch immer so dort, wie Greenpeace ihn im Februar zum
ersten Mal gesehen hat. Lob findet Greenpeace für Niederösterreich:
“Fast alle bisher bekannten Asbestfunde in Niederösterreich wurden
bereits fachgerecht gesichert oder saniert.”

Der Greenpeace-Check beim oft diskutierten Skatepark in Rechnitz
offenbarte diesmal das gesamte Ausmaß des Problems: “Die Sportanlage
zeigt massive Kratzspuren durch Fahrradpedale – genau dort, wo sich
die Asbesteinschlüsse im Asphalt befinden. Das war bei unserer
Probenahme im Jänner schneebedingt nicht zu sehen” , so Schuster.
Greenpeace fordert die umgehende Sperre und Sanierung dieser Anlage,
ebenso wie die Sicherung und Entfernung aller anderen problematischen
Asbestfundstellen innerhalb und außerhalb des Burgenlandes.

Greenpeace unterstützt die gestrige Forderung der burgenländischen
Landesregierung an den Umweltminister, rechtliche Klarheit für den
Verkauf von Asbestschotter zu schaffen. Der Bund muss auch weitere
Schritte setzen: Auch etwa die Frage der Entsorgung des
Asbestmaterials und die Finanzierung der Sanierungen sind
Bundesagenden. “Der Bund muss handeln. Aber das Land Burgenland darf
die Verantwortung für die dringend notwendigen Maßnahmen im
Burgenland nicht auf die Bundesregierung abschieben. Die Menschen im
Burgenland brauchen endlich Lösungen” , so Schuster.

Factsheet: https://act.gp/Factsheet-Lokalaugenschein

Forderungskatalog an die Bundesregierung: https://bit.ly/4rVqrXA

Fotomaterial: https://act.gp/Fotos-Asbest-Lokalaugenschein
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