Wien (OTS) – Seit acht Jahren bietet ZARA als Beratungsstelle
Betroffenen von Hass
im Netz kostenlose Beratung an, kann als trusted flagger die Löschung
problematischer Postings direkt bei den Plattformen fordern und macht
durch die systematische Dokumentation der Vorfälle die
dahinterliegenden Strukturen sichtbar.
Durch einen Förderstopp des bisher zuständigen
Familienministeriums stand die anerkannte Beratungsstelle kurz vor
der Schließung.
„Die Arbeit von ZARA ist unverzichtbar. Wir haben uns in der
Regierung darauf verständigt Frauen und Mädchen vor Gewalt zu
schützen und wer Frauenpolitik und Gewaltschutz ernst nimmt, der kann
die Schließung solcher Organisationen nicht einfach hinnehmen“, so
Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler.
Die Bundesregierung hat ein umfassendes Verständnis von
Gewaltschutz, das natürlich auch so wichtige Einrichtungen wie die
ZARA-Beratungsstelle gegen Hass im Netz inkludiert.
„Hass im Netz, digitale Gewalt ist Lebensrealität für viele.
Diese Gewalt passiert jederzeit und überall: in WhatsApp-Gruppen von
Schülerinnen und Schülern, auf Snapchat, in Gaming-Chats. Dieser Hass
trifft vor allem Frauen. Und genau diese Mädchen und Frauen müssen
sich darauf verlassen können, dass es funktionierende und leicht
zugängliche Schutzmechanismen gibt“, so Frauenministerin Eva-Maria
Holzleitner.
Seit 2021 beauftragt das Justizministerium den Verein ganz
gezielt mit der juristischen und psychologischen Unterstützung von
Betroffenen.
„ZARA ist eine tragende Säule unserer Zivilgesellschaft und
leistet unverzichtbare Arbeit gegen Hass und Ausgrenzung. Dass wir
diese Förderung nun in einem gemeinsamen Kraftakt abgesichert haben,
ist ein wichtiges Signal. Die Bundesregierung hat sich klar zum Kampf
gegen Hasskriminalität bekannt – und dazu gehört auch der Nationale
Aktionsplan gegen Hate Crime. Gerade weil das Problem in unserer
Gesellschaft immer bedrohlicher wird, wäre es völlig falsch,
ausgerechnet hier den Sparstift anzusetzen“, so Justizministerin Anna
Sporrer.
Für das kommende Jahr wurde die Finanzierung von rund 300.000
Euro durch das Medienministerium und das Frauenministerium zu jeweils
150.000 Euro sichergestellt.
„Vorerst war es wichtig schnell zu handeln und die Finanzierung
für das laufende Jahr sicherzustellen. Hier geht es nicht um einzelne
Ressorts. Dieses Thema geht uns alle an“, so die Minister:innen
abschließend.