Globaler Windkraft-Rekord und starkes erstes Quartal in Europa – Ausbau gewinnt in Zeiten fossiler Krise an Tempo

Wien (OTS) – Zeitgleich zu anhaltenden Preisschocks auf den Öl- und
Gasmärkten im
Rahmen der fossilen Krise durch die blockierte Straße von Hormus
verzeichnet die Windenergie weltweit einen Rekord und auch europaweit
im ersten Quartal 2026 deutliches Wachstum.

21.04.2026 : Der kürzlich veröffentlichte Global Wind Report 2026
des Global Wind Energy Council (GWEC) zeigt abermals ein Rekordjahr
für die Windenergie: Im Jahr 2025 wurden weltweit 165 GW neue
Windkraftleistung installiert – ein Plus von 40 % gegenüber dem
Vorjahr . Damit erreicht die globale Windkraft aktuell fast 1,3
Terawatt Gesamtkapazität . Treiber ist dabei einmal mehr China,
gefolgt von Indien und Europa, wo die Windkraft zuletzt stark
zugelegt hat. Im vergangenen Jahr machten erneuerbare Energien fast
die Hälfte der weltweiten Stromerzeugungskapazität aus. Der weltweite
Anstieg installierter Windkraftkapazität wurde laut GWEC von der
starken Nachfrage nach neuen Windkraftanlagen an Land getragen, die
um 42 % auf 155,3 GW stieg.

Zwtl.: Zweithöchste Steigerung in Geschichte Deutschlands

Windkraft an Land hat im Vorjahr in Europa gegenüber 2024 um 23 %
zugenommen . Größter Treiber in Europa war einmal mehr Deutschland –
mit einem Zubau an Onshore-Windkraft von 5,2 GW , der zweithöchsten
Steigerung in der Geschichte des deutschen Ausbaus. „Der Ausbauschub
in Deutschland ist auf verbindliche Länderziele und
Verfahrensbeschleunigung zurückzuführen. Auch durch die konsequente
Umsetzung der europäischen Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III)
”, so IG Windkraft-Geschäftsführer Florian Maringer zu dieser
beeindruckenden Entwicklung. „Andere Länder in Europa sind wiederum
oft säumig, Flächen auszuweisen. Die Staaten sind gefordert,
Investitions- und Planungssicherheit herzustellen. Etwa durch
Entbürokratisierung und ambitionierte Ziele.“

Zwtl.: Wind Europas wichtigste erneuerbare Stromquelle

Auch der aktuelle europäische Strommarktbericht sieht zeitgleich
zur fossilen Krise im Nahen Osten einen klaren Trend: In Europa hat
die Windkraft im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vergleichszeitraum
2025 deutlich zugelegt und ist mit einem Zuwachs von 22 % auf 173,7
TWh erneut die wichtigste erneuerbare Stromquelle. Insgesamt
erreichte die erneuerbare Stromerzeugung (Wind, PV, Wasserkraft) in
Europa mit 384,9 TWh einen neuen Quartalsrekord , was maßgeblich dazu
beitrug, Preisspitzen am Gasmarkt abzufedern.

Ein zentraler Treiber dieser Entwicklung ist auch die hohe
Wirtschaftlichkeit der Windenergie: Onshore-Windenergie weist
mittlerweile die weltweit niedrigsten durchschnittlichen
Stromgestehungskosten (LCOE) aller erneuerbaren Technologien auf.
Zwischen 2010 und 2024 sind diese Kosten um rund 70 % gesunken.

Gerade vor dem Hintergrund der erneut angespannten geopolitischen
Lage – vom Großkonflikt im Nahen Osten bis zu weiteren Unsicherheiten
bei globalen Energieflüssen – zeigt sich die strategische Bedeutung
der Windkraft deutlich: Mehr erneuerbarer Strom reduziert die
Abhängigkeit von fossilen Importen und stabilisiert Energiemärkte.

„Vermeintlich offen – dann wieder zu. Fest steht: die Straße von
Hormus wird über Wochen und Monate eine dire strait bleiben. Das
zeigt deutlich die Bedrohung durch fossile Energie. Heimische und
regionale Energie vor Ort, insbesondere die Windkraft, sind ein
zentraler Baustein für Versorgungssicherheit und Preisstabilität –
weltweit und ganz besonders in Europa“, betont Florian Maringer,
Geschäftsführer der IG Windkraft.

Zwtl.: Windkraft wird zum Stabilitätsfaktor in unsicheren
Energiemärkten

Der GWEC-Bericht weist auf zentrale Herausforderungen hin:
unzureichende Netzinfrastruktur, lange Genehmigungsverfahren sowie
Engpässe bei Finanzierung und Fachkräften. Bis 2030 wird die
Windenergie weltweit rund 628.000 zusätzliche Fachkräfte für Bau und
Betrieb von Windkraftanlagen schaffen.

Für Europa ergibt sich daraus ein klarer Handlungsauftrag: Der
Ausbau der Windkraft muss mit dem steigenden Strombedarf, der
Elektrifizierung und den energiepolitischen Sicherheitszielen Schritt
halten. „Die Windkraft liefert heute schon einen wesentlichen Beitrag
zu Versorgungssicherheit, Standortstabilität und
Wettbewerbsfähigkeit.Wir sind bereit noch mehr zu leisten.
Entscheidend ist, dass die politischen Rahmenbedingungen das
ermögliche“, so Maringer abschließend.

Zwtl.: Über die IG Windkraft

Die IG Windkraft ist die Interessenvertretung der
österreichischen Windbranche. Heimische Windräder versorgen schon
heute rund 2,75 Millionen Haushalte im Land mit sauberem,
unabhängigem und günstigem Strom. Nach einer aktuellen,
repräsentativen Umfrage befürworten 83 % der Österreicher: innen den
Ausbau der Windenergie. Die IG Windkraft repräsentiert rund 180 in
den Regionen verankerte, meist mittelständische Unternehmen entlang
der gesamten Wertschöpfungskette der Energieform – von der
Herstellung über die Planung und Errichtung bis hin zu Betrieb und
Wartung. Die österreichische Windbranche beschäftigt etwa 8.000
Menschen und hat in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt 1,2
Milliarden Euro pro Jahr erwirtschaftet. Durch Milliarden-
Investitionen stärkt sie den heimischen Wirtschaftsstandort.