Wien (OTS) – Der Mittelschüler-Kartell-Verband (MKV) unterstützt die
Position des
Katholischen Laienrats Österreichs und bekräftigt das Recht der
Eltern auf religiöse Kindererziehung sowie die Bedeutung des
konfessionellen Religionsunterrichts.
Die aktuellen Überlegungen des Europarates, religiöse Bildung
ausschließlich „objektiv und nicht konfessionell“ zu gestalten, sieht
der MKV kritisch. Dieses Verständnis greift zu kurz und widerspricht
aus Sicht des MKV grundlegenden Freiheitsrechten, wie sie in der
Europäischen Menschenrechtskonvention verankert sind.
„Die heimischen Lehrpläne besitzen eine ausgewogene Breite von
Themenfeldern und behandeln in keiner Weise nur die katholische
Konfession. Der Religionsunterricht eröffnet den Schülern einen
tiefen Einblick in die anderen Weltreligionen und -anschauungen.
Zudem werden eine Vielzahl von ethischen und philosophischen Themen
behandelt. Hinzu kommt die Beschäftigung mit Kirchen- und
Kunstgeschichte. Der konfessionelle Religionsunterricht ist einer der
vielseitigsten geisteswissenschaftlichen Gegenstände, der im
Fächerkanon keiner Schule fehlen darf!“ – führen Dr. Tassilo Lorenz
CanReg, Kartellseelsorger und Mag. Arno Gerig, Religionsreferent des
MKV, aus, beide sind langjährige AHS-Religionslehrer.
Konfessioneller Religionsunterricht und objektive
Wissensvermittlung stehen einander nicht entgegen, sondern können
gemeinsam zur Persönlichkeitsbildung sowie zu Respekt und
Dialogfähigkeit beitragen.
Der MKV fordert daher eine Überarbeitung des vorliegenden
Entwurfs und betont die zentrale Rolle religiöser Bildung für eine
demokratische und pluralistische Gesellschaft.