„Report“: Pensionsdilemma, Wirtschaftskammer-Reformprozess, AKW-Renaissance und Cybertrading-Betrug

Wien (OTS) – Yilmaz Gülüm präsentiert den „Report“ am Dienstag, dem
21. April
2026, um 21.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON mit folgenden Themen:

Pensionsdilemma: Budgetsanierung oder Wählerstimmen?

„Es ist nicht so furchtbar schwer, ein bisschen mutiger zu sein“,
sagte WIFO-Chef Gabriel Felbermayr vergangene Woche in der ORF-
„Pressestunde“. Damit meinte er, dass die Regierung auch Einsparungen
bei den Pensionen in Betracht ziehen sollte, um das Budget wieder in
den Griff zu bekommen. Rund um die aktuell laufenden
Budgetverhandlungen bringen sich die Pensionistenvertreter jedoch
bereits in Stellung und pochen darauf, dass gerade hier nicht gespart
wird. Doch ist das angesichts des aktuellen Budgetdefizits
finanzierbar? Das Wählerpotenzial bei den Seniorinnen und Senioren
haben jedenfalls auch die Freiheitlichen mittlerweile erkannt. Sie
unterstützen das private Pensionsvolksbegehren eines ehemaligen
Bundesverwaltungsrichters, das die volle Inflationsabgeltung für
Pensionen fordert. Die Koalition steckt damit in einem Dilemma: Kann
man in der derzeitigen Budgetsituation auf Einsparungen bei den
Pensionen verzichten, nur um diese Wählergruppe nicht zu verstimmen?
Und was heißt das für alle Erwerbstätigen? Denn irgendwo muss der
Gürtel enger geschnallt werden. Laura Franz und Sophie-Kristin
Hausberger haben sich auf die Suche nach Antworten begeben.

Wirtschaftskammer – Warten auf Reformen

Rund fünf Monate nach dem öffentlichen Aufschrei über üppige
Gehaltserhöhungen von Wirtschaftskammerfunktionären und dem
darauffolgenden turbulenten Rücktritt von Harald Mahrer startet die
neue Präsidentin Martha Schultz einen breit angelegten Reformprozess.
Alle Fraktionen sind eingebunden. Doch reicht das, um echte
Veränderungen anzustoßen? Manche Unternehmerinnen und Unternehmer
zweifeln weiterhin am tatsächlichen Reformwillen. Martin Pusch und
Alexandra Nöbauer besuchen Betriebe, sprechen mit Unternehmen sowie
der Politik und fragen: Kommt jetzt der große Wurf – oder bleibt es
bei kleinen Schritten?

Dazu im Interview mit Eva Linsinger: Martha Schultz, neue
Wirtschaftskammerpräsidentin

AKW-Renaissance

Vor 40 Jahren kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer
Katastrophe. Österreich fühlte sich daraufhin in seinem Anti-AKW-Kurs
bestätigt. Doch angesichts steigender Energiepreise und
geopolitischer Konflikte gewinnt die Kernkraft in Europa wieder an
Attraktivität. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen
bezeichnete die Abkehr von der Atomenergie jüngst als strategischen
Fehler. In Deutschland pocht die Union auf ein „Aus vom Atom-Aus“ und
auch Frankreich plant, die Atomkraft in den kommenden Jahren deutlich
auszubauen. Ulla Kramar-Schmid und Barbara Krivanek gehen der Frage
nach, ob sich auch in Österreich die Stimmung wandelt.

Der Betrug mit dem schnellen Geld

Hohe Gewinne durch Cybertrading wurden versprochen – doch das
Geld ist weg. Allein in Österreich werden rund 3.000 Opfer vermutet,
so das Bundeskriminalamt. Die Dunkelziffer: ungewiss. Elfriede Sixt
hat in Wien mittlerweile eine Opferschutzgruppe gegründet. Sie weiß,
dass es jeden treffen hätte können: „Wir haben Lehrer, wir haben
Polizisten, wir haben Unternehmer. Wir haben natürlich auch den
Lastwagenfahrer und die Putzfrau. Es ist keiner gefeit.“ Edgar
Verheyen hat sich auf die Suche nach den weit verzweigten
Betrugsfirmen gemacht.