MedAT: ÖH fordert sozial gerechten Zugang und mehr Mittel

Wien (OTS) – Heute wurde die Zahl der Bewerber_innen für den
Medizin-Aufnahmetest
2026 bekanntgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Aufnahmequote
und liegt bei rund 11,6 Prozent. Die steigende Konkurrenz erschwere
die Situation vor allem für jene Bewerber_innen, die weniger
Ressourcen in die Vorbereitung investieren können: „ Wer sich teure
Vorbereitungskurse leisten kann, hat deutlich bessere Chancen auf
einen Platz als jene, die sich alleine durchschlagen müssen. Ob du
letztlich erfolgreich bist, hängt auch von deinen finanziellen
Möglichkeiten ab ”, erklärt Selina Wienerroither aus dem ÖH-Vorsitz.

Wer aufgrund einer Erwerbsarbeit oder Care-Verpflichtungen
mehrfach belastet ist, kann auch weniger Zeit in die Vorbereitung
stecken. In seiner jetzigen Form verstärkt der MedAT damit soziale
Ungleichheiten, die schon vor Studienbeginn existieren. Der MedAT
müsse kritisch evaluiert und sozial selektive Hürden beseitigt
werden: “ Wer aus nicht-akademischen Haushalten kommt, wird
systematisch benachteiligt. Statt sozialer Filter bei der Zulassung,
müssen wir Ausgleichsmechanismen schaffen – damit alle Bewerber_innen
eine faire Chance haben “, fordert Viktoria Kudrna aus dem ÖH-
Vorsitz.

Gesundheit darf nicht dem Sparzwang untergeordnet werden. Es
brauche zusätzliche Investitionen in die medizinischen Universitäten,
wie Umut Ovat aus dem ÖH Vorsitz abschließend betont: „ Der Staat
muss Geld in die Hand nehmen, um einen sozial gerechten Zugang
sicherzustellen und gleichzeitig die Qualität im Medizinstudium
hochzuhalten. ” Das beinhaltet Verbesserungen bei der Ausstattung,
der Campus-Infrastruktur sowie in Lehre & Forschung.