Die Nominierungen zum Österreichischen Filmpreis 2026

Wien (OTS) – Die Nominierungen zum Österreichischen Filmpreis 2026
wurden heute,
15.April 2026, im Rahmen einer Pressekonferenz im Wiener Ringturm
bekanntgegeben.

Insgesamt wurden für 17 Preiskategorien 20 Filme und 94
Filmschaffende mit Nominierungen bedacht. PERLA führt die Liste der
nominierten Filme mit 13 Nominierungen an, gefolgt von VIER MINUS
DREI und WELCOME HOME BABY mit jeweils 8 Nominierungen und MOTHER’S
BABY mit 6 Nominierungen. HOW TO BE NORMAL AND THE ODDNESS OF THE
OTHER WORLD sowie WENN DU ANGST HAST NIMMST DU DEIN HERZ IN DEN MUND
UND LÄCHELST erhielten je 3 Nominierungen. Die Dokumentarfilme GIRLS
& GODS, NOCH LANGE KEINE LIPIZZANER und WISE WOMEN – FÜNF HEBAMMEN,
FÜNF KULTUREN sowie die Spielfilme HAPPY und WHITE SNAIL wurden in
jeweils 2 Kategorien nominiert.
Die Liste mit allen Nominierungen finden Sie hier .

Die Präsidentschaft der Akademie, Verena Altenberger und Arash T.
Riahi , konnte aus beruflichen Gründen nicht anwesend sein,
gratulierte jedoch allen Nominierten sehr herzlich.

Der 16. Österreichische Filmpreis findet am 18. Juni 2026 in den hq7
studios in Wien unter dem Motto „Eine Bühne für den Film“ statt. Für
die künstlerische Leitung des Abends konnten Julia Edtmeier (
Schauspielerin, Regisseurin, Theaterleiterin) und Alexander Pschill (
Schauspieler, Regisseur, Autor) gewonnen werden. Edtmeier (bereits
2022 Co-Moderatorin des Österreichischen Filmpreises) und Pschill
verbindet eine langjährige künstlerische Partnerschaft: Im gemeinsam
gegründeten Theater Bronski & Grünberg (Edtmeier ist künstlerische
Leiterin, Pschill Hausregisseur) widmet man sich unter anderem
unkonventionellen Filmadaptionen wie „Das Boot“.

Das künstlerische Konzept wolle man noch nicht spoilern. Die
Inszenierung der diesjährigen Gala möchte jedenfalls die Abgrenzungen
zwischen Film, TV und Theater überwinden, so Edtmeier/Pschill: „Es
scheint ein größeres Bedürfnis zu geben, dass alles zusammenwächst.
Wenn uns das gelingt, könnte unser Beitrag zur Gala ein Symbol für
die Überwindung dieser Grenzen sein.“ Bei der Gestaltung und
Umsetzung des Filmpreises wird die künstlerische Leitung in diesem
Jahr tatkräftig vom Vorstand der Akademie unterstützt, der als
Kollektiv in vielen Bereichen mitwirkt.

Die digitale Pressemappe steht auf unserer Website zum Download
bereit. Eine Auswahl an Pressefotos können Sie hier herunterladen.
Zusätzliches Bildmaterial finden Sie an dieser Stelle ; die Auswahl
wird laufend ergänzt.

Moderiert wurde die Pressekonferenz von Schauspieler,
Drehbuchautor und Akademie-Vorstandsmitglied Faris Rahoma .

hq7-Geschäftsführer Anu Shanker freut sich, die heimische Branche
bereits zum zweiten Mal in der Simmeringer Location willkommen zu
heißen. Akademie-Geschäftsführerin Katharina Albrecht bedankte sich
gemeinsam mit Akademie-Obfrau Mercedes Echerer bei allen
Partner:innen, Förderinstitutionen und Sponsor:innen. Alexandra
Valent , Projektleiterin Österreichischer Filmpreis, verkündete neuen
Einreichrekord und wies auf Neuerungen hin: In der Kategorie Bester
Kurzfilm wird aber heuer nicht nur die Beste Regie, sondern auch die
Beste Produktion ausgezeichnet. Zudem gibt es nun eine Altersgrenze
in den Schauspielkategorien: Die Schauspielenden müssen zum Zeitpunkt
des Drehs 15 Jahre alt sein.

Die Forderung nach einer Investmentobligation und Streamingabgabe (
Levy) für Streamingdienste zog sich durch einen Großteil der Reden.
Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler betonte, dass Vizekanzler und
Kulturminister Andreas Babler im Rahmen der Berlinale ein starkes
Bekenntnis zum heimischen Film und zur Streamingabgabe abgelegt habe.
Man werde es schaffen, Kultur und Filmkunst zu ermöglichen, wenn man
zusammenstehe, so Kaup-Hasler.

Iris Zappe-Heller , die stellvertretende ÖFI-Direktorin, verwies auf
die fulminante Präsenz österreichischer Filme auf internationalen
Festivals. Filmförderung solle hierfür optimale Bedingungen gestalten
sowie für Planungs- und Standortsicherheit sorgen – auch mit den
Mitteln einer Streamingabgabe. Andreas Robert Herz , Vizepräsident
der Wirtschaftskammer Österreich, betonte, dass wertvolle Dinge wie
Kultur bei Budgetverhandlungen beschützt werden müssen. Die
Streamingabgabe sei fair und müsse eingeführt werden. Margarete Kriz-
Zwittkovits , Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Wien, betonte die
wirtschaftliche Wertschöpfung durch die Filmbranche – Inhalte müssten
in Zeiten von KI geschützt werden.

Alexander Dumreicher-Ivanceanu , Obmann des Fachverbands der Film-
und Musikwirtschaft, freute sich über Festival- und Publikumserfolge
heimischer Filme, betonte aber, dass die aktuellen Erfolge auf der
Finanzierung der Vorjahre basierten. Streamingdienste
erwirtschafteten rund 600 Millionen pro Jahr in Österreich, davon
müsse ein fairer Anteil in den österreichischen Film fließen. VdFS-
Geschäftsführer Gernot Schödl merkte an, dass der europäische
Mediensektor 140 Milliarden Euro schwer sei, allerdings von
ausländischen Streamern dominiert sei. Eine faire Abgabe sei wichtig.
Michael Kavouras (Geschäftsführer VAM) und Christian Dorfmayr (
Geschäftsführer VGR) betonten die Wichtigkeit von gerechter
Verteilung.

Christine Dollhofer , Geschäftsführerin des Filmfonds Wien, lobte die
von der Akademie initiierte Sendung Trailer.AT , die mehrmals pro
Jahr im ORF ausgestrahlt wird: Durch das Kinomagazin würden auch
Filmberufe einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Dollhofer
dankte der Akademie für die kontinuierliche Arbeit während des
gesamten Kalenderjahres. Theresia Niedermüller ( Sektionsleiterin
Kunst und Kultur im BMWKMS) verwies auf die Strahlkraft, die der
Filmpreis heimischen Produktionen verleihe. Regina Rusz (
Sektionsleiterin Internationale Kulturangelegenheiten, BMEIA) freute
sich, dass man mit der Akademie seit vielen Jahren durch das Projekt
Österreichische Kurzfilmschau verbunden sei, in deren Rahmen man
heimische Filme auf eine Reise durch die Welt schicke.

Katharina Schenk (Fernsehfilmchefin ORF) betonte, dass der ORF auch
in Zukunft hinter der österreichischen Kinobranche stehen werde – man
werde nicht schwanken, egal, wie stark der Wind sei. Peter Schöber
bedankte sich bei den Filmschaffenden, von denen ein großer Teil des
ORF-Programms komme.

Neben Statements rund um das österreichische Filmschaffen wurden
die Nominierungen von Akademie-Partner:innen aus Kultur, Politik,
Wirtschaft und Medien verlesen:

Veronica Kaup-Hasler , Amtsführende Stadträtin für Kultur und
Wissenschaft in Wien
Theresia Niedermüller , Sektionsleiterin Kunst und Kultur,
Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport i.V.
von Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler
Regina Rusz , Sektionsleiterin Internationale Kulturangelegenheiten,
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
i. V. von Staatssekretär für Deregulierung Josef Schellhorn
Christine Dollhofer , Geschäftsführerin Filmfonds Wien
Andreas Robert Herz , Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich
Margarete Kriz-Zwittkovits , Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer
Wien
Alexander Dumreicher-Ivanceanu , Obmann des Fachverbands der Film-
und Musikwirtschaft, Wirtschaftskammer Österreich
Iris Zappe-Heller , Stellvertretende Direktorin des Österreichischen
Filminstituts
Gernot Schödl , Geschäftsführer der VdFS – Verwertungsgesellschaft
der Filmschaffenden
Veit Heiduschka und Michael Kavouras , Geschäftsführer der VAM –
Verwertungsgesellschaft für audiovisuelle Medien
Christian Dorfmayr , Geschäftsführer der VGR –
Verwertungsgesellschaft Rundfunk GmbH
Katharina Schenk , Fernsehfilmchefin ORF
Peter Schöber , Programmgeschäftsführer ORF III

Die Akademie des Österreichischen Films wurde durch folgende
Vorstandsmitglieder vertreten: Mercedes Echerer (Obfrau), Faris
Rahoma (Obfrau-Stellvertreter), Marion Rossmann (Kassierin), Jürgen
Karasek, Michael Kreihsl, Thomas Kürzl, Christine Ludwig.

Im zweiten Wahlgang des notariell überwachten Wahlverfahrens
entscheiden die ordentlichen Akademie-Mitglieder über die Preise, die
bei der Gala im Sommer an die Filmschaffenden verliehen werden. Mit
umfassender Berichterstattung und ausgezeichneten Filmen steht auch
das TV-Programm in ORF 1, ORF 2 und ORF III rund um die Veranstaltung
wieder ganz im Zeichen des Österreichischen Filmpreises.

Der Abend der Nominierten wird am 8. Juni in Purzl’s Paradiesgarten
auf dem Gelände der Interspot Film stattfinden. Nur mit persönlicher
Einladung!

Die Akademie freut sich sehr über die Fortführung der
Premiumpartnerschaft mit den Österreichischen Lotterien ! Im Rahmen
der Kooperation findet am 12. November wieder der „ Lotterien Tag:
Filmpreis on tour “ statt. In Programmkinos in ganz Österreich werden
vier Preisträger:innenfilme bei freiem Eintritt gezeigt. Herzlichen
Dank an Generaldirektor Erwin van Lambaart ! Weiteren herzlichen Dank
an Doris Wendler , Vorstandsdirektorin der Wiener Städtische
Versicherungsgesellschaft, für die Gastfreundschaft im Ringturm!