Aktuelle Branchenanalyse zeigt: Gastronomie weiterhin unter Druck

Wien (OTS) – „Die aktuelle Analyse zur Lage der österreichischen
Gastronomie zeigt
deutlich, dass es erneut vor allem die vielen kleinen Betriebe sind,
die infolge von Preissteigerungen und den gestiegenen
Mitarbeiterkosten am meisten unter Druck stehen. Höhere Umsätze
helfen wenig, wenn sie aufgrund gestiegener Vorleistungen rein
preisgetrieben sind, während das operative Ergebnis und die
Gästefrequenz weiterhin unter dem Vor-Pandemie-Niveau verharren. Zwar
konnte sich die Branche dank Verbesserungen bei Effizienz und
Sparsamkeit in einzelnen Kennzahlen stabilisieren, insgesamt steht
sie jedoch weiterhin vor großen Herausforderungen“ , fasst Alois
Rainer, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der Wirtschaftskammer
Österreich (WKÖ), die Ergebnisse des neuen Gastronomie-Fitness-Checks
der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (OeHT), Prodinger und
Kohl & Partner zusammen.

Die aktuelle Branchenanalyse verdeutlicht insbesondere die
strukturellen Unterschiede innerhalb der Gastronomie: Größere
Betriebe mit über 100 Sitzplätzen konnten ihr Betriebsergebnis im
Vergleich zu kleineren Betrieben stärker steigern. Ein Blick in die
Bilanzdaten zeigt zudem, dass sich die Eigenkapitalquote leicht
verbessert hat, während kleine Betriebe mit einem Jahresumsatz von
bis zu einer Million Euro weiterhin häufig negative Ergebnisse vor
Steuern aufweisen.

Als zentraler Kostentreiber bleiben die Mitarbeiterkosten: In
kleinen Betrieben liegt der Personalaufwand bei über 42,11 % des
Umsatzes, in größeren Betrieben bei 39,39 %. Im Verhältnis zum Umsatz
ist der Anteil damit im Vergleich zum Vorjahr erneut leicht
gestiegen.

Der Fitness-Check macht deutlich, wie stark die Betriebe durch
steigende Kosten belastet sind – insbesondere auch, weil sich die
Mitarbeiterkosten in den vergangenen Jahren überproportional erhöht
haben. Vor diesem Hintergrund unterstreicht Rainer einmal mehr, dass
die Branche derzeit keine zusätzlichen Belastungen stemmen kann, und
erwartet von der Arbeitnehmerseite die notwendige Bereitschaft, einen
ausgewogenen und wirtschaftlich tragfähigen KV-Abschluss zu
ermöglichen. (PWK150/EL)