OKTO zum 40. Jahrestag: ECHOS VON TSCHERNOBYL – DEN UNBEUGSAMEN GEWIDMET

Wien Breitensee (OTS) – Der Dokumentarstreifen ECHOS VON TSCHERNOBYL
– DEN UNBEUGSAMEN
GEWIDMET wählt eine ungewöhnliche Perspektive auf das Unerklärbare:
Der 55-minütige Film erzählt die Geschichte von zwei Fotografen und
einem Sounddesigner, die die Katastrophe von Tschernobyl unmittelbar
miterlebt und dokumentiert haben. Die Handlung des Films ist von
ihren Erzählungen und Fotografien getragen. Die Produktion dieser
Hommage an mutige Medienarbeiter wurde auch für Regisseurin Lana
Delaroche zur Herausforderung, wie sie im Gespräch mit dem
Drehbuchautor und Dramaturg Robert Buchschwenter im OKTOSKOP-Gespräch
berichtet.

Ursprünglich war Produktion auf Deutsch, Englisch und Russisch mit
englischen Untertiteln als Film über den legendären ukrainischen
Fotografen Igor Kostin konzipiert. Doch das Projekt nahm eine
unerwartete Wendung, als Kostin am Abend vor Beginn der Dreharbeiten
tödlich verunglückte. Als die Produktionsfirma ausstieg, zog die
Filmemacherin das Projekt in sprichwörtlicher Eigenregie durch.
Gedreht vor dem Krieg, erhält der Film heute eine neue Dringlichkeit:
Einer der Protagonisten ist inzwischen verstorben, andere sind seit
der Eskalation des Krieges nicht mehr erreichbar.

Entstanden ist ein intimes Zeitzeugnis über Fotografie als Beweis,
über Nähe zum Unfassbaren und über Stimmen, die nicht verloren gehen
dürfen. Der Film verbindet persönliche Erinnerungen, eindringliche
Bilder und eine präzise Klanggestaltung; ergänzt durch Landschaften
und Tierwelt der Zone als stille Gegenbewegung zur Zerstörung.

Lana Delaroche ist u.a. Regisseurin des Dokumentarfilms SUNDAY IN
STRASBOURG über ukrainische Zwangsarbeiter:innen aus dem Donbass im
so genannten „Dritten Reich“, der erfolgreich auf zahlreichen
Festivals lief und u. a. im Metro Kinokulturhaus Wien gezeigt wurde.
Bewusst stellt sie dieses filmische Dokument, das sie mit eigenen
Mitteln produziert hat, dem gemeinnützigen Community TV zur
Verfügung.