Wien (OTS) – Bei stark steigendem Energiebedarf und dem
geopolitischen Umfeld
einer sich zuspitzenden Gaskrise legt die Steiermark 18 neue Wind-
Zonen fest und schickt damit das novellierte Sachprogramm Wind 2026
in Begutachtung. Für neue bzw. erweiterte Vorrang- und Eignungszonen
sollen 4800 Hektar Fläche ausgewiesen werden. Bei sinnvollen Zielen
geht es jetzt um Umsetzbarkeit und Planungssicherheit bei der
Realisierung.
13.04.2026 : Während das aktuelle, steirische Regierungsprogramm
einen Zubau von 400 MW an Windkraftleistung bis 2030 vorsieht, bleibt
auch die Energiestrategie Steiermark Plus 2030 weiter aufrecht, mit
einem definierten Ziel an 1000 MW an installierter Gesamtleistung:
„Es ist erfreulich, dass die Steiermark nicht zuletzt auch unter den
Eindrücken des aktuellen geopolitischen Umfelds einer sich
zuspitzenden Öl- und Gaskrise politisch beim Ziel von 1000 MW bis
2030 weiter auf Kurs ist und bleibt“, so IG Windkraft-Geschäftsführer
Florian Maringer.
Für den steirischen Wirtschaftsstandort und die Energiezukunft
des Landes ist das mehr als sinnvoll. „Kritisch und mit diesem Ziel
vor Augen müssen nun die Zonen evaluiert werden: Am Ende zählt nur,
dass ausreichend umsetzbare Flächen vorhanden sind, um heimische
Energie zu erzeugen. Industrie und Haushalte brauchen diese
Sicherheit.”
Zwtl.: Sichere, heimische Energie für steirische Haushalte und
Wirtschaft
Derzeit speisen in der Steiermark 122 Windräder bis zu 324 MW an
sauberem, sicherem und regionalem Windstrom ins Netz ein. Der
Wirtschaftsstandort und die Energiezukunft der Steiermark werden
dadurch gerade in Zeiten aktueller Krisen gestärkt, sicherer und
unabhängiger. „Das Setzen auf heimische Energie wird die
Versorgungssicherheit der Wirtschaft und der steirischen Haushalte
weiter vorantreiben“, betont Maringer. 9 neue Vorrangzonen – darunter
5 neue Eignungszonen und 4 Erweiterungen bestehender Zonen – sind im
aktuellen Sachprogramm geplant.
Zwtl.: 30 Gemeinden brauchen Unterstützung
Mit allen beteiligten 30 Gemeinden wurden bereits in den ersten
Monaten des Jahres Gespräche geführt, so die Aussendung des Landes.
Diese Gemeinden sollten jetzt bei der Umwidmung unterstützt werden,
betont die IG Windkraft: „Die Politik kann auf allen Ebenen dabei
unterstützen, den Menschen sichere Energie aus ihrer Heimat zu
garantieren”, so Maringer abschließend.
Zwtl.: Über die IG Windkraft
Die IG Windkraft ist die Interessenvertretung der
österreichischen Windbranche. Heimische Windräder versorgen schon
heute rund 2,75 Millionen Haushalte im Land mit sauberem,
unabhängigem und günstigem Strom. Nach einer aktuellen,
repräsentativen Umfrage befürworten 83 % der Österreicher: innen den
Ausbau der Windenergie. Die IG Windkraft repräsentiert rund 180 in
den Regionen verankerte, meist mittelständische Unternehmen entlang
der gesamten Wertschöpfungskette der Energieform – von der
Herstellung über die Planung und Errichtung bis hin zu Betrieb und
Wartung. Die österreichische Windbranche beschäftigt etwa 8.000
Menschen und hat in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt 1,2
Milliarden Euro pro Jahr erwirtschaftet. Durch Milliarden-
Investitionen stärkt sie den heimischen Wirtschaftsstandort.