Neue Online-Ausstellung: Die Wiener Secession und die Fotografie digital entdecken

Wien (OTS) – Die Österreichische Nationalbibliothek präsentiert ab
13. April 2026
eine neue Online-Ausstellung mit dem Titel: „Brennpunkt Moderne: Die
Wiener Secession und die Fotografie“. Die Schau vermittelt erstmals
umfassend die enge Verbindung zwischen Kunst und Fotografie rund um
die Wiener Secession und macht einen einzigartigen Fotobestand
digital zugänglich.

Mit der Gründung der Wiener Secession im Jahr 1897 als ein
Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst wurde Wien zu einem
internationalen Zentrum der Kunst der Moderne. Unter der
Präsidentschaft von Gustav Klimt vereinte die unabhängige
„Vereinigung bildender Künstler Wiener Secession“ die wichtigsten
Kunstschaffenden des Landes. Zum erweiterten Netzwerk der
„Secessionisten“ zählten auch führende Vertreter*innen der
zeitgenössischen Kunstfotografie, die in engem persönlichem und
künstlerischem Austausch standen. Die Avantgarde der Fotografie traf
hier auf die Avantgarde der bildenden Kunst.

Den zentralen Ausgangspunkt der Online-Ausstellung bildet ein
bedeutender fotografischer Bestand von Bildarchiv und Grafiksammlung
der Österreichischen Nationalbibliothek. Die Sammlung umfasst mehr
als 700 Originalfotografien, die die Österreichische
Nationalbibliothek im Jahr 1951 vom Archiv der Secession erwarb. Die
Aufnahmen dokumentieren historische Ausstellungen auf beeindruckende
Weise: Sie erlauben einerseits die Rekonstruktion der präsentierten
Kunstwerke, andererseits geben zahlreiche Innenaufnahmen
detaillierten Einblick in die puristisch-reduzierten
Präsentationsformen der damaligen Zeit – Vorläufer vieler innovativer
und moderner Ausstellungskonzepte der Gegenwart.

Die Web-Ausstellung beleuchtet die vielfältigen Wechselwirkungen
zwischen Fotografie und Secession, thematisiert persönliche
Künstlernetzwerke und kontextualisiert die Rolle der Fotografie in
Ausstellungen sowie in Kunstpublikationen wie dem Vereinsorgan „Ver
Sacrum“.

Zwtl.: Begleitveranstaltung am 15. April 2026

Am Mittwoch, 15. April um 18 Uhr lädt die Österreichische
Nationalbibliothek zu einem Talk ins Oratorium am Josefsplatz ein.
Unter der Moderation von Mag. Uwe Schögl, Kurator und
wissenschaftlicher Mitarbeiter von Bildarchiv und Grafiksammlung der
Österreichischen Nationalbibliothek, sprechen:

– Dr. Elisabeth Dutz, Chefkuratorin der grafischen Sammlung der
Albertina

– ao. Univ.-Prof. i.R. Dr. Sabine Plakolm-Forsthuber, Technische
Universität Wien, Fakultät für Architektur und Raumplanung

– Mag. Sandra Tretter, stellvertretende Direktorin und
wissenschaftliche Leiterin der Klimt-Foundation

Im Anschluss werden nur an diesem Abend ausgewählte Original-
Objekte zum Thema im Prunksaal präsentiert. Der Eintritt ist frei,
eine Anmeldung ist nicht erforderlich.