POW und Abgeordnete treffen sich am Berg statt im Plenarsaal

Wien/Sellrain (OTS) – Der Einladung folgten die
Nationalratsabgeordneten Bettina Zopf (ÖVP)
, Klaus Seltenheim (SPÖ) und Wolfgang Moitzi (SPÖ). Gemeinsam mit dem
POW-Athlet und Alpinist Martin Sieberer sowie POW-Geschäftsführer
Moritz Nachtschatt entstand ein intensiver und konstruktiver
Austausch in kleiner Runde. Im Fokus standen zentrale Zukunftsthemen
wie nachhaltiger Tourismus, Mobilität und Energieversorgung. Der
Austausch zwischen Sport, Gesellschaft und Politik wurde so auf eine
neue Ebene gehoben.

Wertvolle Einblicke kamen auch direkt aus der Praxis: Der
Hüttenwirt der Potsdamer Hütte schilderte eindrücklich die wachsenden
Herausforderungen bei Energie- und Wasserversorgung verursacht durch
den Wassermangel des bereits fast geschmolzenen Gletscher und
unregelmäßige Niederschläge. Wenn sich Hütten und deren Wirtinnen und
Wirte über so grundlegende Dinge sorgen müssen, dann steht ohne
Zweifel nicht nur eine wichtige Säule des Tourismus, sondern auch ein
Stück Österreichische Tradition auf dem Spiel.

Gerade in dieser ungewohnten Umgebung zeigte sich rasch ein
gemeinsames Verständnis: Saubere Luft, sauberes Wasser,
Energieunabhängigkeit und der Erhalt der einzigartigen
Naturlandschaft zählen zu den verbindenden Anliegen. Die Berge
schaffen Klarheit, sie machen Zusammenhänge greifbar und erleichtern
es, tragfähige Lösungen und Kompromisse zu entwickeln.

Diese Realität steht jedoch in einem Spannungsverhältnis zu den
Ambitionen der neuen österreichischen Tourismusstrategie “Vision T”.
Die darin formulierten Ziele rund um Nachhaltigkeit und
Zukunftsfähigkeit sind richtig und wichtig, sie bleiben aber
wirkungslos, solange es an konsequenter Umsetzung und einem klaren
Bekenntnis zur ökologischen Nachhaltigkeit im Tourismus fehlt.
“Angesichts der offensichtlichen Abhängigkeit ganzer Branchen von
intakten Ökosystemen braucht es mehr als strategische Leitbilder: Es
braucht verbindliche Maßnahmen und ein klares Commitment seitens der
Tourismuswirtschaft.” so Moritz Nachtschatt.

Denn dass Sparten wie Tourismus, Land- und Forstwirtschaft sowie
große Teile der Freizeitwirtschaft unmittelbar von einer intakten
Natur abhängen, ist unbestritten. Ihr Schutz ist daher keine rein
ökologische Frage, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit und
letztlich eine Frage der Zukunftssicherung.

Klaus Seltenheim SPÖ-Bundesgeschäftsführer dazu: „Als
Tourismusnation setzen wir zurecht neben den vielfältigen
Kulturangeboten auf unsere einzigartige Landschaft. Eine intakte
Natur ist dafür die Voraussetzung. Gerade die Tiroler Berge zeigen,
wie wir mit dieser verwoben und auf sie angewiesen sind. Der Erhalt
unserer reichhaltigen Natur muss für uns alle Priorität haben“

POW setzt damit erneut bewusst nicht nur auf kreative
Protestformen, sondern auch auf kreative Dialogformen und
Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträger:innen. Ganz nach
dem Motto: „Sport verbindet“. Der gewählte Zielgipfel, der Roter
Kogel auf 2.832 Metern, hatte dabei zwar keine politische Symbolik,
aber dafür eine klare Botschaft: Wer gemeinsam aufsteigt, findet auch
leichter gemeinsame Wege.

„ Regionale Produkte mit freiwilliger Herkunftskennzeichnung die
auf den Tisch kommen machten für mich als Bezirksbäuerin das Erlebnis
perfekt! “, so die Abgeordnete aus dem Salzkammergut Bettina Zopf.