Wien (OTS) – – Stellenwert des Autos bei Jüngeren steigt
– Acht von zehn Österreichern sehen sich als (sehr) gute Autofahrer
– Die Einführung der digitalen Vignette polarisiert
– Nur ein Fünftel fährt auf der Autobahn schneller als erlaubt – Gen
Y drückt aufs Tempo
– 60 Prozent können sich einen Kauf von selbstfahrenden Autos
vorstellen
Die Kfz-Studie 2026 der Wiener Städtischen Versicherung, durchgeführt
vom Gallup Institut, zeigt ein vielschichtiges Bild der Mobilität in
Österreich: Zwischen Sicherheitsbewusstsein und technologischem
Fortschritt bleibt das Auto für viele unverzichtbar – gleichzeitig
steigt die Akzeptanz für strengere Verkehrsregeln. Auf Österreichs
Straßen dominieren weiterhin klassische Verbrennungsmotoren die
Antriebswahl. Besonders Benzinmotoren erfreuen sich mit 58 Prozent
großer Beliebtheit, gefolgt von Dieselmotoren mit 37 Prozent. Nur 14
Prozent der Befragten fahren aktuell ein Hybrid- oder
Elektrofahrzeug. Auffällig sind die geschlechtsspezifischen
Unterschiede: Während 64 Prozent der Frauen Benziner fahren (Männer:
52 Prozent), sind 41 Prozent der Männer (Frauen: 32 Prozent) mit
einem Diesel unterwegs.
Werden Österreicher zu ihrem zukünftigen Autokauf befragt, sind
Verbrennungsmotoren nach wie vor an der Spitze, doch hybride Autos
holen stark auf. Rund ein Drittel tendiert zu einem Benziner, 28
Prozent zu einem Diesel und bereits ein Viertel zu einem Hybridmotor.
Elektromotoren liegen mit 14 Prozent an letzter Stelle. „Die Zahlen
zeigen klar: Die Transformation der Mobilität ist in vollem Gange.
Während alternative Antriebe zunehmend an Bedeutung gewinnen, bleibt
der Verbrennungsmotor vorerst jedoch ein zentraler Bestandteil des
Autokaufs“, sagt Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener
Städtischen.
Zwtl.: Stellenwert des Autos bei Jüngeren steigt
Für rund zwei Drittel der Österreicher ist das Auto aus dem
Alltag nicht wegzudenken und nimmt sowohl beruflich als auch privat
einen hohen Stellenwert ein. Besonders im ländlichen Raum ist die
Bedeutung des Autos mit 74 Prozent überdurchschnittlich hoch.
Betrachtet man nun die Änderung des Stellenwerts, so hat dieser für
30 Prozent der Befragten an Bedeutung gewonnen bzw. für 55 Prozent
hat sich der Stellenwert des Autos in den vergangenen Jahren nicht
verändert. „Das Auto ist für viele Menschen weit mehr als ein
Fortbewegungsmittel – es steht nach wie vor für Unabhängigkeit und
persönliche Freiheit. Gerade in ländlichen Regionen ist das Auto –
auch aufgrund der mangelnden Alternativen – unabdingbar“, so Wendler.
Zwtl.: Acht von zehn Österreichern sehen sich als (sehr) gute
Autofahrer
Wer Auto fährt, ist von den eigenen Fähigkeiten überzeugt: Acht
von zehn Österreichern halten sich für (sehr) gute Autofahrer.
Jüngere bis 30 Jahre sind etwas zurückhaltender in ihrer
Selbsteinschätzung und zeigen sich dabei selbstkritischer als ältere
Personen. Männer bewerten ihre Fahrweise mit 86 Prozent etwas besser
als Frauen mit 79 Prozent.
Zwtl.: Ein Fünftel fährt auf der Autobahn schneller als erlaubt – Gen
Y drückt aufs Tempo
Die Österreicher halten sich überwiegend auf Autobahnen an die
Tempolimits. Die Mehrheit fährt mit maximal 130 km/h. Rund ein
Fünftel gibt jedoch an, durchschnittlich schneller unterwegs zu sein
– dabei fällt insbesondere die Generation Y (30 bis 45-Jährige) auf,
die häufiger aufs Tempo drückt. 26 Prozent der Gen Y geben an,
durchschnittlich mehr als 130 km/h auf Autobahnen zu fahren.
Zwtl.: Digitale Vignette polarisiert – breite Zustimmung bei neuen
§57a-Pickerl-Intervallen
Mit Dezember 2026 läuft die klassische Klebe-Autobahn-Vignette
aus und ist für Autofahrer nur noch in digitaler Form erhältlich. Ob
dies ein Vorteil ist, darüber gehen die Meinungen in Österreich
auseinander. 49 Prozent der Befragten sehen in der digitalen Autobahn
-Vignette eine Verbesserung des Services. Die restlichen 51 Prozent
hingegen empfinden die Umstellung als Zwangsdigitalisierung.
Besonders die junge Generation bis 30 Jahre sieht klare Vorteile in
der neuen Lösung. Die neuen §57a-Pickerl-Intervalle – nur noch alle
zwei Jahre – finden bei den Österreichern hingegen eine breite
Akzeptanz. Mehr als 70 Prozent finden die neue „Pickerl-Kontrolle“
sehr gut, die bereits ab Herbst gelten soll. Nur 7 Prozent finden die
Neuregelung (gar) nicht gut. Bei Männern ist die Zustimmung mit 76
Prozent noch größer als im Österreich-Schnitt, Frauen liegen mit 68
Prozent knapp darunter.
Zwtl.: Zwiespalt beim Autonomen Fahren
Selbstfahrende Autos gewinnen auch in Österreich zunehmend an
Bedeutung. Für rund 60 Prozent der Befragten ist es grundsätzlich
vorstellbar, ein autonomes Fahrzeug – bei Marktreife – zu kaufen.
Besonders die männliche Bevölkerung kann sich für den Kauf eines
selbstfahrenden Autos erwärmen. Allerdings bestehen weiterhin
erhebliche Vorbehalte: Knapp die Hälfte der Befragten sehen vor allem
ein Risiko, auffällig sind hier geschlechtsspezifische Unterschiede –
Frauen bewerten automatisiertes Fahren deutlich kritischer als
Männer.
Zwtl.: Alkohol-Wegfahrsperren stoßen auf breite Zustimmung
Technische Systeme, die eine Alkoholkontrolle direkt im Fahrzeug
ermöglichen und bei Überschreitung eines Grenzwerts das Starten
verhindern, werden von der österreichischen Bevölkerung mehrheitlich
positiv bewertet. Rund zwei Drittel der Befragten sprechen sich für
den Einsatz solcher Alkohol-Wegfahrsperren aus. Frauen befürworten
diese Maßnahme mit 73 Prozent deutlich stärker als Männer mit 60
Prozent.
Zwtl.: Vollkasko legt leicht zu
42 Prozent der Autobesitzer entscheiden sich für eine
Vollkaskoversicherung – mit leicht steigender Tendenz. Gleichzeitig
zeigt sich jedoch weiterhin Aufholbedarf: Rund ein Drittel beschränkt
sich nach wie vor auf die gesetzlich vorgeschriebene
Haftpflichtversicherung. Die Teilkaskoversicherung ist insbesondere
bei der jungen Zielgruppe bis 30 Jahre überdurchschnittlich
verbreitet . „Die Entwicklung zeigt, dass das Bewusstsein für einen
umfassenden Schutz zunimmt. Gleichzeitig gibt es noch deutliches
Potenzial, insbesondere bei jenen, die aktuell ausschließlich auf die
Haftpflicht setzen – gerade vor dem Hintergrund steigender
Reparaturkosten“, so Doris Wendler.