Osterreiseverkehr: Mitnahme von Tieren und tierischen Produkten birgt Risiken

Wien (OTS) – Mit dem steigenden Reiseaufkommen rund um die
Osterfeiertage
innerhalb Österreichs, in EU-Mitgliedsstaaten sowie in Drittstaaten
wächst auch das Risiko, Tierkrankheiten nach Österreich
einzuschleppen. Besonders die Mitnahme lebender Tiere sowie
tierischer Produkte birgt erhebliche Gefahren für die Tier- und
öffentliche Gesundheit.

Tierschutz- und Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-
Ludwig warnt: „Gerade in der Osterreisezeit müssen wir Verantwortung
für unsere Tiere und die Gesundheit der Menschen übernehmen. Die
Einschleppung gefährlicher Tierkrankheiten wie Tollwut, Maul- und
Klauenseuche oder Afrikanische Schweinepest kann schwerwiegende
Folgen für ganz Österreich haben. Bitte informieren Sie sich über
geltende Vorschriften, bevor Sie mit Tieren reisen oder tierische
Produkte mitbringen.“

Vor allem in Regionen nahe der EU-Außengrenzen tritt Tollwut
weiterhin vermehrt auf. Da es sich hierbei um eine lebensbedrohliche
Erkrankung handelt, die auch auf den Menschen übertragbar ist, dürfen
keinesfalls Tiere – insbesondere Welpen – ohne die zuständigen
Behörden zu informieren aus dem Ausland mitgenommen werden. Diese
verfügen häufig nicht über den erforderlichen Impfschutz. Infektionen
ziehen zudem umfangreiche behördliche Maßnahmen wie Abklärungen,
Quarantäneanordnungen sowie Schutzmaßnahmen für Kontaktpersonen und
andere Tiere nach sich. Zum Schutz von Mensch und Tier wird daher
empfohlen, sich grundsätzlich vor Reisen umfassend über
Einreisebestimmungen zu informieren und erforderliche Dokumente
mitzuführen.

Auch Nutztierkrankheiten (wie z.B. die Maul- und Klauenseuche,
die Afrikanische Schweinepest, oder Schaf- und Ziegenpocken)
erfordern erhöhte Aufmerksamkeit: Diese stellen eine massive Gefahr
für den österreichischen Tierbestand dar und können in weiterer Folge
beträchtliche wirtschaftliche Schäden verursachen. Die Einschleppung
erfolgt nicht nur durch lebende Tiere, sondern kann auch über
mitgebrachte Fleischprodukte erfolgen.

Besondere Vorsicht ist daher bei tierischen Lebensmitteln
geboten: Fleisch, Milchprodukte oder ganze Tierkörper können
Krankheitserreger enthalten, die zur Verbreitung von Seuchen
beitragen. Auf die Mitnahme lebender Tiere sowie tierischer Produkte
aus dem Ausland sollte daher nach Möglichkeit verzichtet werden.

„Jede und jeder Einzelne kann einen wichtigen Beitrag für die
allgemeine Gesundheit leisten, indem geltende Vorschriften
eingehalten und Risiken ernst genommen werden“, betont
Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig abschließend.

Aktuelle Informationen zur Tierseuchensituation in Europa und in
Österreich finden Sie unter folgendem Link:
https://www.verbrauchergesundheit.gv.at/tiere/tierkrankheiten/aktuel-
le-tierseuchensituation.html