Wien (OTS) – Die Central European University (CEU) veranstaltete den
Hackathon for
Social Impact , eine dynamische, interdisziplinäre Veranstaltung im
Rahmen der Feierlichkeiten zum 35-jährigenBestehen der Universität.
Die Initiative brachte Studierende aus unterschiedlichen
Fachrichtungen und Hintergründen zusammen, um innovative und
praxisnahe Lösungen für drängende urbane und gesellschaftliche
Herausforderungen in Wien zu entwickeln.
Der Hackathon wurde gemeinsam vom Student Engagement Office und
dem Science for Society Hub der CEU organisiert und unterstreicht das
Engagement der Universität, akademisches Wissen mit
konkretergesellschaftlicher Wirkung zu verbinden.
Zwtl.: Eine Plattform für interdisziplinäre Innovation
Die drei Challenges wurden von externen Partnern eingebracht: dem
Menschenrechtsbüro der Stadt Wien, MA 17 – Integration und Diversität
sowie SDG Watch Austria. Die Studierendenteams wurden beauftragt,
innovative, zugleich aber umsetzbare und realistische Lösungen zu
entwickeln, die auf bestehenden Ansätzen aufbauen und verfügbare
Ressourcen berücksichtigen. Die Themen reichten von digitalen
Rechtenund sozialem Zusammenhalt bis hin zur nachhaltigen Nutzung von
Ressourcen.
Nach sechs Wochen intensiver Arbeit präsentierten die
Finalistenteams ihre Projekte vor einer Jury aus CEU-
Fakultätsmitgliedern sowie Vertreter:innen der Partnerorganisationen.
Die neun Finalistenprojekte deckten eine beeindruckende
Bandbreite an kreativen und wirkungsvollen Lösungsansätzen ab. Dazu
gehörten
– Systeme zur Erfassung von Materialströmen in der Infrastruktur
– Smartphone-Apps zur Reduktion des materiellen Fußabdrucks durch
Ernährungsgewohnheiten
– Kommunikationskampagnen zur Auseinandersetzung mit
Migrationsnarrativen.
Die Qualität der Projekte war außergewöhnlich hoch, und die
Bewertungen lagen sehr eng beieinander. In zwei Challenges kam es zu
Gleichständen, sodass die Jury nach intensiven Diskussionen
eineEntscheidung treffen musste.
Die Gewinnerteams spiegeln den ausgeprägt interdisziplinären
Charakter des Hackathons wider. Über alle drei Challenges hinweg
vereinten sie Studierende aus Bachelor- und Masterprogrammen und
kombinierten Expertise aus Public Policy, Rechtswissenschaft, Data
Science, Umweltwissenschaften, Ökonomie und Gender Studies. Viele
Teilnehmende sind in internationalen oder
gemeinsamenStudienprogrammen eingeschrieben, was dem Wettbewerb
zusätzlich eine transnationale Perspektive verlieh.
Zwtl.: Beitrag zur Mission der CEU und zur Zukunft Wiens
Der Hackathon steht exemplarisch für die Mission der CEU,
interdisziplinäre Zusammenarbeit und gesellschaftliches Engagement zu
fördern — insbesondere im Kontext ihres 35-jährigen Bestehens.
Der Interimspräsident und Rektor der CEU, Professor Carsten Q.
Schneider , erklärte:
An der CEU sind wir überzeugt, dass Universitäten eine
Verantwortung für das Gemeinwohl tragen. Dieser Hackathon zeigt
eindrucksvoll, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit Wissen in
konkrete gesellschaftliche Wirkung übersetzen kann. Er macht die
Vielfalt der Initiativen an der CEU sichtbar und unterstreicht unser
Engagement, gemeinsam mit der Stadt Wien an der Bewältigung zentraler
Herausforderungen zu arbeiten.
Zwtl.: Gewinnerprojekte nach Challenges
Challenge 1: Digitale Sicherheit und Inklusion
Gewinner: DigiSafeAI
Asli Nur Karailyasli — Master of Public Administration
Esin Uyar Sonmez — MA in Public Policy
Ayse Deniz Ozturk — MA in Public Policy
Suncica Rosic — MA in Economics, Data, and Policy
Das interdisziplinäre Team aus Studierenden der Public Policy und
Ökonomie entwickelte mit DigiSafeAI ein System für rund um die Uhr
zugängliche digitale Sicherheit , das auf bestehender
städtischerInfrastruktur — etwa Chatbot-Diensten der Stadt Wien —
aufbaut. Die Lösung adressiert Zugangsbarrieren, sprachliche Hürden
und eingeschränkte Servicezeiten und bietet Betroffenen von
Cybermobbing und Internetkriminalität mehrsprachige, kontinuierliche
Unterstützung — ohne zusätzliche Infrastruktur zu erfordern.
Challenge 2: Sozialer Zusammenhalt und neue Perspektiven auf
Migration
Gewinner: Teal (Projekt WIAN)
Shohruh Sadullaev — MS in Social Data Science
Ria Timm — MS in Social Data Science
Das Siegerprojekt zweier Studierender der Social Data Science
entwickelt eine mehrschichtige Kommunikations- und
Engagementstrategie , um Fehlinformationen entgegenzuwirken und die
öffentlicheWahrnehmung von Migration zu verbessern. Es kombiniert
Kampagnen im öffentlichen Verkehr, faktenbasierte Medienformate,
einen KI-gestützten mehrsprachigen Chatbot, Schulungen für
Mitarbeitende sowienachbarschaftsbasierte Initiativen, um Dialog und
Begegnung zu fördern.
Challenge 3: Materieller Fußabdruck unter 7 Tonnen pro Kopf
Gewinner: 7t Think Tank
Sophie Holler — BA in Culture, Politics and Society
Fazile Brahimi — MS in Business Analytics
Boga Petruska — MS in Business Analytics
Das Team präsentierte ein umfassendes Instrumentarium zur
Reduktion des materiellen Fußabdrucks durch Ernährungssysteme .
Dieses umfasst eine Tracking-App, Reformen in der öffentlichen
Beschaffungsowie Maßnahmen zur Förderung gemeinschaftlicher
Lebensmittelkooperativen. Durch die Verknüpfung individuellen
Verhaltens mit systemischen Veränderungen zielt das Projekt darauf
ab, Umweltbelastungendeutlich zu reduzieren und nachhaltige
Konsummuster zu fördern.
Zwtl.: Ausblick
Der CEU Hackathon for Social Impact würdigte nicht nur die
Innovationskraft der Studierenden, sondern unterstrich auch die Rolle
der Universität als Plattform für Ideen, die Wissenschaft und
Gesellschaft miteinander verbinden. Durch die Förderung
interdisziplinärer Zusammenarbeit und die direkte Auseinandersetzung
mit urbanen Herausforderungen trägt die CEU weiterhin dazu bei, ein
inklusiveres Wien mitzugestalten.
Über die CEU
Die Central European University wurde 1991 gegründet und hat seit
2019 ihren Sitz in Wien, unterhält jedoch weiterhin mehrere
Forschungseinrichtungen in Budapest. Sie ist eine private,
gemeinnützige Universität mit rund 1.500 Studierenden aus über 100
Ländern, die Bachelor-, Master- und Doktoratsprogramme absolvieren,
die sowohl in den USA als auch in Österreich akkreditiert sind. Über
200 herausragende Lehrende und Forschende gewährleisten ein
exzellentes Betreuungsverhältnis sowie kontinuierliche externe
Anerkennung durch renommierte Forschungspreise und
Drittmittelprojekte. Die CEU bekennt sich zu Chancengleichheit,
Vielfalt, offenen Gesellschaften und Meinungsfreiheit – unter anderem
durch Initiativen wie die Invisible University for Ukraine .
Die CEU unterhält zudem eine Forschungs- und
zivilgesellschaftliche Präsenz in Budapest durch das CEU Democracy
Institute, das Vera and Donald Blinken Open Society Archivum (OSA),
das CEU Institute forAdvanced Study (IAS) sowie das CEU Center for
Ethics and Law in Biomedicine (CELAB), sowie ein breites Spektrum
öffentlicher Bildungsprogramme, Vorträge und kultureller
Veranstaltungen, organisiert von der Civic Engagement, Arts and
Culture Unit.