Hüftkopfspenden zur Behandlung komplexer orthopädischer und unfallchirurgischer Krankheitsbilder

St. Pölten (OTS) – Im Jahr 2025 wurde aus dem LK Scheibbs durch
gespendete Hüftköpfe
Transplantationsmaterial für insgesamt 540 Patientinnen und Patienten
mit Knochendefekten zur Verfügung gestellt. Der für die Kliniken
zuständige Landesrat Anton Kasser machte sich bei seinem Besuch vor
Ort selbst ein Bild von der Initiative: „Ich bin beeindruckt, mit wie
viel Engagement hier gearbeitet wird. Dass so viele Patientinnen und
Patienten durch ihre Spendenbereitschaft anderen Menschen neue
Lebensqualität ermöglichen, verdient großen Respekt. Mein besonderer
Dank gilt dem gesamten Team – von der Medizin über die Pflege bis hin
zu allen unterstützenden Bereichen.“

„Bei vielen Hüftgelenksoperationen – insbesondere beim Einsatz
einer Hüftprothese – wird der erkrankte Femurkopf (Hüftkopf)
entfernt. Wenn Patientinnen und Patienten einer Gewebespende
zustimmen und die medizinischen Voraussetzungen erfüllt sind, kann
dieses Knochengewebe aufbereitet und später für andere Patientinnen
und Patienten verwendet werden. Wir haben daher seit vielen Jahren
eine Kooperation mit einer Gewebebank, um möglichst vielen Menschen
mit der aufbereiteten Spende neue Behandlungsmöglichkeiten zu
eröffnen“, erklärt der Abteilungsleiter der Orthopädie und
Traumatologie, Primar Niklas Schreiner.

Jede Hüftkopfspende wird nach strengen medizinischen und
rechtlichen Vorgaben geprüft. Vor der Verwendung erfolgen umfassende
Untersuchungen sowie eine sorgfältige Aufbereitung und Lagerung in
einer Gewebebank. Erst wenn alle Qualitäts- und Sicherheitskriterien
erfüllt sind, kann das Knochengewebe für die Behandlung anderer
Patientinnen und Patienten freigegeben werden.

Dank der hohen Spendenbereitschaft der Patientinnen und Patienten
im Rahmen ihrer Hüftoperationen und dank des großen Engagements des
Ärzteteams der Orthopädie und Traumatologie sowie der
Anästhesiologie, des OP-Pflegeteams, der administrativen Kolleginnen
in der Präanästhesieambulanz sowie der Mitarbeitenden der Gewebebank
profitierten allein im Jahr 2025 insgesamt 540 Menschen von diesen
Transplantaten. Jede einzelne Hüftkopfspende trägt dazu bei, Menschen
mit schweren Knochendefekten zu helfen. Die Initiative des
Landesklinikums Scheibbs beweist einmal mehr den Beitrag zur
Versorgungssicherheit und Weiterentwicklung innovativer Transplantate
– bei einem Eingriff, der im Rahmen einer Hüftoperation ohnehin
erfolgt.

Nähere Informationen: Isabella Karner, MBA, Landesklinikum
Scheibbs, Telefon +43 (0)7482 9004-11001, E-Mail presse@
scheibbs.lknoe.at , bzw. Julia Teufner, MA, Abteilung Kommunikation
bei der NÖ Landesgesundheitsagentur, Handynummer +43 676 858 70
30023, Telefonnummer +43 2742 9009 499, E-Mail julia.teufner@noe-
lga.at , http://www.landesgesundheitsagentur.at