Wien (PK) – Der Zweite Präsident des Nationalrates, Peter Haubner,
empfing heute
seinen montenegrinischen Amtskollegen Nikolla Camaj im Hohen Haus. Im
Zentrum des Gesprächs mit dem Vizepräsidenten des Parlaments von
Montenegro standen die bilateralen Beziehungen und Kooperationen
zwischen beiden Ländern, der EU-Beitrittsprozess des Westbalkanlandes
sowie die aktuelle Situation im Nahen Osten sowie in der Ukraine.
Was die Heranführung Montenegros an die EU betrifft, sei
Österreich ein entschiedener Befürworter des Beitrittsprozesses,
betonte Haubner im Austausch mit Nikolla Camaj und hob die Bedeutung
des europäischen Gedankens für Frieden, Gesellschaft und Wirtschaft
hervor. Montenegro sei das am weitesten fortgeschrittene Land in den
Beitrittsverhandlungen mit den Westbalkanstaaten. Man sei bemüht, den
Beitrittsprozess dieser Länder weiter hoch auf der europäischen
Agenda zu halten. Sein Land sei in seiner Vielfalt ein „Europa im
Kleinen“ und ein Großteil der Bevölkerung würde einen Beitritt
befürworten, berichtete Camaj.
Haubner hob die „ausgezeichneten“ bilateralen politischen und
wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern hervor.
Österreichs Wirtschaft sei sehr engagiert in Montenegro und gehöre zu
den „Top 10-Investoren“. Auch im Bereich des Tourismus werde
Montenegro für die Österreicherinnen und Österreicher zu einem immer
beliebteren Reiseziel. Angesichts der weltpolitischen Situation sei
sowohl die wirtschaftliche Zusammenarbeit als auch der gemeinsame
Austausch wichtiger denn je, um das liberale demokratische System
weiter zu stärken, erklärte Haubner.
Zu den jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten waren sich die
beiden Gesprächspartner einig, dass es dringend notwendig sei, zum
Verhandlungstisch zurückzukehren. Auch beim russischen Angriffskrieg
gegen die Ukraine bleibe Österreichs Position unverändert und man
stehe an der Seite der Ukraine und werde die Unterstützung
fortsetzen, hielt der Zweite Nationalratspräsident fest. Weitere
Themen des Gesprächs waren Maßnahmen gegen hohe Sprit- und
Energiepreise, Regelungen für Soziale Medien und die Bedeutung
erneuerbarer Energien. (Schluss) pst/med
HINWEIS: Fotos von diesem Besuch finden Sie im Webportal des
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